mini|Romare Bearden (1944) Romare Bearden (eigentlich Fred Romare Harry Bearden; * 2. September 1911 in Charlotte, North Carolina; † 12. März 1988 in New York, NY) war ein afroamerikanischer Künstler. Er arbeitete als Karikaturist, als Maler in Öl und stellte vor allem Collagen her. Er war außerdem Schriftsteller und Liedermacher.

Biographie Romare Bearden war der Sohn von Richard Howard Bearden und seiner Frau Bessye Johnson. 1915 zog die Familie nach New York, wo sein Vater als Inspektor bei der Stadt arbeitete. Nach seinem High-School-Abschluss in Pittsburgh, wo er einige Zeit lang bei seiner Großmutter mütterlicherseits lebte, studierte er bis 1935 an der New York University und 1936–37 bei George Grosz an der Art Students League of New York.

Im Jahre 1937 arbeitete Romare Bearden als Sozialarbeiter der Stadt New York; während des Zweiten Weltkriegs diente er in der United States Army in Europa (1942–1945). Nach dem Krieg schrieb er sich an der Pariser Sorbonne für Philosophie und Kunstgeschichte ein. Nach dem Studium reiste er 1954 zusammen mit seiner Frau Nanette Rohan († 1996) nach Italien, in die Schweiz, Algerien und Marokko. Bearden kehrte 1956 nach New York zurück und richtete sich dort ein Atelier ein. Er war Mitbegründer der schwarzen Künstlergruppe Spiral. Seit 1964 war er als Art Director für das Harlem Cultural Council tätig.

Viele seiner Arbeiten zeigten ein hohes Interesse am Jazz- und Folk-Music. Anfang der 1970er Jahre erhielt Romare Bearden ein Guggenheim-Stipendium, um ein Buch über afroamerikanische Kunst zu schreiben. Später lehrte Romare Bearden an verschiedenen Instituten, unter anderem am Williams College in Williamstown und an der Yale University in New Haven. Romare Bearden litt zuletzt einige Jahre an Knochenkrebs und starb am 12. März 1988 in einem New Yorker Krankenhaus.

Auszeichnungen Ehrendoktor an zahlreichen Universitäten in den USA 1955 American Society of Composers, Authors, and Publishers (ASCAP) 1972 Assoziiertes Mitglied (ANA) der National Academy of Design (abgerufen am 17. Juni 2015) 1972 Mitglied der American Academy of Arts and Letters 1987 National Medal of Arts

Literatur M. Bunch Washington: The Art of Romare Bearden. The Prevalence of Ritual. Abrams, New York 1973. Mit einer Einleitung von John A. Williams. Myron Schwartzman: Romare Bearden. His Art and Life. Abrams, 1990. Mary Schmidt Campbell u. Sharon F. Patton: Memory and Metaphor. The Art of Romare Bearden, 1940–1987. Oxford University Press, New York 1991. Mary Schmidt Campbell: An American odyssey : the life and work of Romare Bearden, New York, NY : Oxford University Press, , ISBN 978-0-19-505909-0. Gail Gelburd: A Graphic Odyssey: Romare Bearden As Printmaker: Romare Bearden as Printmaker. University of Pennsylvania Press, 1992, ISBN 0-8122-1414-5.

Musik Branford Marsalis Quartet, Romare Bearden Revealed, 2003.

Weblinks

Biographie, Romare Bearden Foundation (engl.) Biografie und Werke im [Museum of Modern Art] (engl.) Biografie und Werke in der DC Moore Gallery (engl.)

Porträt und Werke im Madison Museum of Contemporary Art (engl.) Ansley Herring Wegner: Bearden, Romare. Eintrag in NCpedia, 2013.

Einzelnachweise

Kategorie:Maler (New York City) Kategorie:Karikaturist (Vereinigte Staaten) Kategorie:Grafiker (New York City) Kategorie:Mitglied der American Academy of Arts and Letters Kategorie:Ehrendoktor einer Universität in den Vereinigten Staaten Kategorie:Person im Zweiten Weltkrieg (Vereinigte Staaten) Kategorie:US-Amerikaner Kategorie:Geboren 1911 Kategorie:Gestorben 1988 Kategorie:Mann