Tonka ist der Name von mehreren ursprünglich in der Zeit des Nationalsozialismus in Deutschland entwickelten Raketentreibstoffen. In Nordkorea und der ehemaligen Sowjetunion wird auch die Bezeichnung TG-02 verwendet.

Der Name des Treibstoffes leitet sich von der Tonkabohne ab.

Varianten und Zusammensetzung Tonka-250: 50 % Triethylamin und 50 % XylidinSchmidt, E. W. & Wucherer, E. J.: Hydrazine(s) vs. Nontoxic Propellants -- Where Do We Stand Now? Tonka-500: 35 % isomere Octane, 20 % Benzol einschließlich Xylolen, 12 % Xylidine, 10 % Anilin, 10 % Methylvinylether, 8 % Ethylamin, 5 % Methylamin R-Stoff: 57 % Xylidin (2,4-XylidinErwähnung Tonka bei Bernd Leitenberger) und 43 % Triethylamin

Anwendung Verwendet wurde Tonka in den Raketen: Ruhrstahl X-4 Ch-22 KSR-2 Ch-26 R-13

Das meist verwendete Gemisch Tonka-250 wird zusammen mit Salpetersäure als hypergolischem Oxidator eingesetzt. Wegen seines hypergolischen Verhaltens wird er auch als Zündstoff für Raketentriebwerke (wie bei der Rakete Kosmos 2Kosmos 2 beim Raumfahrtkalender und der R-17North Korea Missile Capabilities - Bericht über die nordkoreanische Variante der Scud B der NTI) verwendet.

Siehe auch

Liste der Substanzen mit Decknamen „Stoff“ Visol

Einzelnachweise

Kategorie:Stoffgemisch Kategorie:Raketentechnik Kategorie:Kraftstoff