Max Bennet Kruse (* 19. März 1988 in Reinbek) ist ein deutscher Fußballspieler. Der ehemalige Nationalspieler spielt seit 2024 für die zweite Mannschaft des BSV Al-Dersimspor in der Landesliga Berlin.

Karriere Vereine Jugend Kruse wuchs in seinem Geburtsort Reinbek östlich von Hamburg auf. In seiner Jugend war er HSV-Fan. Er begann 1992 bei der TSV Reinbek mit dem Fußballspielen. Im Sommer 1998 wechselte er zum Hamburger Klub TSV Kirchwerder, der sich ein Jahr später mit dem SV Ochsenwerder-Moorfleet zum SC Vier- und Marschlande zusammenschloss.

Werder Bremen Im Januar 2006 wechselte Kruse zu Werder Bremen,, www.bergedorfer-zeitung.de vom 5. Mai 2009 zu dessen 2. Mannschaft er von 2006 bis 2009 gehörte. Bis in das Jahr 2006 hatte Kruse auch regelmäßig als Schiedsrichter in unteren Ligen agiert, entschied sich aber nach dem Ruf in die Jugendmannschaften von Werder Bremen gegen eine Schiedsrichterkarriere.RevierSport 44/2013, S, 24 f. In der Saison 2007/08 berief ihn der Bremer Trainer Thomas Schaaf wegen Personalsorgen in den Profikader. Am 29. September 2007 bestritt er beim 8:1-Sieg gegen Arminia Bielefeld sein erstes Bundesligaspiel, in dem er in der 63. Minute für Jurica Vranješ ins Spiel kam und das 6:1 von Markus Rosenberg vorbereitete.

FC St. Pauli Zur Saison 2009/10 wechselte Kruse ablösefrei zum FC St. Pauli und unterschrieb einen Zweijahresvertrag. 2011 verlängerte er bis 2014 und ging mit dem abgestiegenen Verein in die Zweite Bundesliga, in der er neben Fin Bartels und Florian Bruns zum torgefährlichen Mittelfeldspieler avancierte. Nach dem Heimspiel gegen den TSV 1860 München, zu dem Kruse zwei Tore beitrug, wurde er nach sieben Spieltagen zum dritten Mal in der Elf des Tages des kicker-Sportmagazins aufgeführt.

SC Freiburg Zur Saison 2012/13 wurde er vom SC Freiburg verpflichtet., auf scfreiburg.com Dort zog er mit dem vermeintlichen Abstiegskandidaten erstmals in das Halbfinale des DFB-Pokals ein. Kruse spielte in allen 34 Bundesligapartien und war gemeinsam mit Jonathan Schmid mit je elf Toren bester Torschütze der Mannschaft. Am Ende der Saison erreichte der SC Freiburg mit dem fünften Platz die Teilnahme an der UEFA Europa League.

Borussia Mönchengladbach Zur Saison 2013/2014 verpflichtete Borussia Mönchengladbach Kruse. Er wechselte für eine festgeschriebene Ablösesumme von 2,5 Millionen EuroFreiburger unterschreibt bis 2017, auf kicker.de an den Niederrhein und erhielt dort einen Vertrag mit Laufzeit bis zum 30. Juni 2017.Wechsel von Max Kruse zu Borussia ist perfekt, auf borussia.de Im Juli 2013 verlieh ihm die Vereinigung der Vertragsfußballspieler den „Silbernen Pfeil“ als bester Newcomer der Vorsaison. Am 17. August 2013 (2. Spieltag) erzielte er im Heimspiel gegen Hannover 96 in der 21. Minute sein erstes Tor für die Borussia.

VfL Wolfsburg Im Mai 2015 verpflichtete ihn der VfL Wolfsburg zur Saison 2015/16. Kruse unterschrieb einen Vertrag mit einer Laufzeit bis zum 30. Juni 2019. Beim 4:2-Sieg gegen die TSG 1899 Hoffenheim am 17. Oktober 2015 (9. Spieltag) dieser Saison erzielte Kruse erstmals drei Tore in einem Profipflichtspiel und damit sein erstes Bundesligator für den VfL Wolfsburg.

Werder Bremen mini|hochkant|Max Kruse bei Werder Bremen (2018)

Im August 2016 kehrte Kruse zu Werder Bremen zurück, wobei die genaue Vertragslaufzeit nicht genannt wurde.Meldung auf Werder.de, abgerufen am 2. August 2016 Beim 2:1-Heimsieg gegen den FC Ingolstadt 04 am 3. Dezember 2016 (13. Spieltag) erzielte er sein erstes Bundesligator für die Werder-Profimannschaft. Beim 4:2-Sieg am 22. April 2017 (30. Spieltag), ebenfalls gegen den FC Ingolstadt 04, erzielte er alle vier Tore. Er ist der erste Spieler des SV Werder seit Frank Neubarth im Jahr 1986, dem dies gelang. Die letzten drei Treffer in diesem Spiel zwischen der 81. und 90+4. Minute markieren zudem Kruses ersten lupenreinen Hattrick in der Bundesliga. Mit insgesamt 15 Toren war er in der Saison 2016/17 der beste Torschütze der Mannschaft. Während der Saison 2017/18 erlitt Kruse im Spiel gegen den FC Schalke 04 (1:2) am 16. September 2017 (4. Spieltag) nach einem Foul von Thilo Kehrer einen Schlüsselbeinbruch, woraufhin er rund einen Monat ausfiel.Kruse erleidet Schlüsselbeinbruch, abgerufen am 13. Februar 2018. Am 19. November 2017 (12. Spieltag) erzielte er in der zweiten Halbzeit beim 4:0-Sieg gegen Hannover 96 erneut einen lupenreinen Hattrick.

Zur Saison 2018/19 wurde Kruse von Cheftrainer Florian Kohfeldt zum neuen Mannschaftskapitän ernannt.Max Kruse wird Kapitän des SV Werder auf Werder.de, abgerufen am 8. August 2018 Am 17. Mai 2019 gab Kruse bekannt, seinen zum Saisonende auslaufenden Vertrag nicht zu verlängern.

Fenerbahçe Istanbul Zur Saison 2019/20 wechselte der Angreifer in die türkische Süper Lig zu Fenerbahçe Istanbul, wo er einen Dreijahresvertrag erhielt.Max Kruse erklärt Wechsel zu Fenerbahce, deichstube.de, abgerufen am 28. Juni 2019 Hier konnte sich der Deutsche einen Stammplatz erarbeiten und kam bevorzugt als hängende Spitze zum Einsatz. Mitte Juni 2020 kündigte Kruse vor dem 28. Spieltag seinen Vertrag einseitig aufgrund ausbleibender Gehaltszahlungen. Fenerbahçe bezeichnete die Anschuldigungen als „unfair und unbegründet“ und stellte klar, Kruse bis zur Saisonunterbrechung durch die COVID-19-Pandemie rund drei Monate zuvor kein Gehalt zu schulden. Der Verein wollte rechtlich gegen die Kündigung vorgehen. Kruse kam bis dahin in 20 Ligaspielen stets in der Startelf zum Einsatz und erzielte 7 Tore.Kruse hat seinen Vertrag gekündigt – Fenerbahce wehrt sich, kicker.de, 18. Juni 2020, abgerufen am 18. Juni 2020.Max Kruse Hakkinda Bılgılendırme, fenerbahce.org, 18. Juni 2020, abgerufen am 18. Juni 2020.

1. FC Union Berlin Zur Saison 2020/21 kehrte Kruse in die Bundesliga zurück und schloss sich dem 1. FC Union Berlin an.Union verpflichtet Max Kruse, fc-union-berlin.de, 6. August 2020, abgerufen am 6. August 2020. Unter dem Cheftrainer Urs Fischer gehörte er auf Anhieb zum Stammpersonal. Beim 5:0-Sieg gegen Arminia Bielefeld am 7. Spieltag war er an den ersten drei Toren beteiligt und traf per Elfmeter zum 4:0. Damit stellte er den Bundesliga-Rekord von Hans-Joachim Abel ein, der ebenfalls insgesamt 16 Strafstöße mit einer 100-Prozent-Quote erzielte. Seinen 17. Strafstoß beim 2:1-Sieg am 22. November 2020 (10. Spieltag) im Auswärtsspiel gegen den 1. FC Köln konnte er erst im Nachschuss im Tor von Timo Horn unterbringen.Spielpaarung auf weltfussball.de Union Berlin spielte eine gute Saison und hatte Chancen, die neue UEFA Europa Conference League zu erreichen. Kruse äußerte in einem Interview: „Europa League hätte ich Bock drauf. Europa Conference League hätte ich irgendwie keinen Bock drauf. Ich weiß noch nicht einmal, was das ist.“ Am letzten Spieltag erzielte er beim 2:1-Sieg gegen RB Leipzig in der Nachspielzeit den Siegtreffer, wodurch Union noch auf den 7. Platz rutschte und sich tatsächlich für die Conference League qualifizierteIn der Nachspielzeit: Kruse köpft Union in die Conference League, kicker.de, 22. Mai 2021, abgerufen am 31. Januar 2022., was von Kruse aber eher teilnahmslos hingenommen wurde. Insgesamt kam der Offensivspieler auf 22 Bundesligaeinsätze (19-mal von Beginn), in denen er 11 Tore erzielte. Von Anfang Dezember 2020 bis Ende Februar 2021 hatte er zwischenzeitlich aufgrund einer Muskelverletzung am hinteren rechten Oberschenkel gefehlt.Kruse verkündet Diagnose Muskelbündelriss: „Ich musste es erst einmal verdauen“, transfermarkt.de, 6. Dezember 2020, abgerufen am 31. Januar 2022.

Auch in der Saison 2021/22 war Kruse mit den Köpenickern erfolgreich und kam bis Ende Januar 2022 auf 16 Einsätze und 5 Tore. In der Conference League schied man in der Gruppenphase aus, wobei Kruse in vier Spielen ein Tor erzielte. Ende Januar 2022 war Union im DFB-Pokal bis in das Viertelfinale vorgedrungen und in der Bundesliga rangierte man auf dem 4. Platz, der zur Champions-League-Teilnahme berechtigte.

Rückkehr nach Wolfsburg Ende Januar 2022 kehrte Kruse fünf Monate vor Ablauf seines Vertrags und kurz vor dem Ende der Transferperiode zum VfL Wolfsburg zurück. Er unterschrieb bei den abstiegsbedrohten „Wölfen“ einen Vertrag bis zum 30. Juni 2023 und traf dort auf den Cheftrainer Florian Kohfeldt, unter dem er bereits in Bremen gespielt hatte.Rückkehr nach Wolfsburg. In: vfl-wolfsburg.de, 30. Januar 2022, abgerufen am 31. Januar 2022. Union-Präsident Dirk Zingler äußerte: „Die sportlich erfolgreichste und wirtschaftlich wertvollste Phase unserer Vereinsgeschichte ist, neben vielen Spielern, Trainern und Mitarbeitern, auch Max Kruse zu verdanken, das werden wir nicht vergessen. Wenn er sich nun jedoch ganz bewusst gegen die Chance entscheidet, mit Union in dieser Saison Geschichte zu schreiben, akzeptieren wir das.“ Kruse erklärte seinen Wechsel von einem Champions-League- und DFB-Pokal-Anwärter zu einem Abstiegskandidaten folgendermaßen: „Ich danke euch allen für euer Vertrauen in mich – und jetzt bitte ich euch um euer Verständnis für meine Entscheidung, ein Angebot das langfristig und hoch dotiert ist, anzunehmen.“„Entscheidet sich gegen Chance“: Zingler von Kruse enttäuscht. In: sport.sky.de, 31. Januar 2022, abgerufen am 31. Januar 2022.

Der Angreifer, der bevorzugt hinter dem neuen Mittelstürmer Jonas Wind auflief, wurde in allen 14 möglichen Ligaspielen von Spielbeginn an aufgestellt, schoss sieben Tore und leistete eine Vorlage. Beim 5:0 gegen den 1. FSV Mainz 05 traf Kruse allein dreimal, zum 2:2 am letzten Spieltag gegen den bereits feststehenden Meister Bayern München steuerte er ein Tor sowie eine Vorlage bei.

Im September 2022 wurde Kruse vom neuen Trainer Niko Kovač aufgrund von „mangelndem Fokus auf den VfL“ und „fehlendem Engagement“ dauerhaft aus dem mittlerweile auf den vorletzten Rang abgerutschten Team genommen. Zuvor war er in allen fünf Ligaspielen, von denen Wolfsburg keines gewann, berücksichtigt worden und hatte keine direkte Torbeteiligung vorweisen können.

Ende November 2022 einigten sich Verein und Spieler einvernehmlich auf eine sofortige und damit vorzeitige Vertragsauflösung.

Wechsel nach Paderborn und Karriereende Zur Saison 2023/24 schloss sich Kruse dem Zweitligisten SC Paderborn 07 an. Auch hier kam es Ende November 2023 zu einer einvernehmlichen sofortigen und somit vorzeitigen Vertragsauflösung. Einen Monat später verkündete Kruse sein Karriereende als Profifußballer. In den obersten beiden deutschen Ligen gelangen ihm zusammen 117 Punktspieltreffer.

Baller League und Comeback in der Kreisliga Im Februar und März 2024 bestritt er vier Spiele für Hollywood United in der ersten Baller-League-Saison, wo er auch als Co-Trainer und Manager von United agierte.

Am 18. April 2024 kündigte Kruse sein Comeback als Spieler der zweiten Mannschaft des BSV Al-Dersimspor zum 28. April 2024 an. Sein Debüt gab er in der Berliner Kreisliga A. Mit der Mannschaft gelang ihm 2025 der Aufstieg in die Bezirksliga und 2026 der Aufstieg in die Landesliga Berlin.

Oberliga Hamburg Im Januar 2026 schloss sich Kruse der TuS Dassendorf in der Oberliga Hamburg an. Für den Verein absolvierte er drei Spiele in der Oberliga Hamburg. Nach der Saison 2025/26 verließ er den Verein wieder, nachdem der neue Trainer Jan-Philipp Zapel den Trainingsumfang erhöht hatte. Kruse begründete seinen Abschied damit, dass vier Trainingseinheiten pro Woche in Dassendorf für ihn nicht infrage kämen.

Auswahleinsätze Kruse bestritt mehrere Länderspiele für die deutsche U-19 und U-20. Sein einziges Spiel für die U-21-Nationalmannschaft absolvierte er am 28. Mai 2008 gegen Dänemark, als er zur Halbzeit eingewechselt wurde und kurz vor Schluss das Tor zum 4:0-Endstand erzielte.U-21-Spielstatistik Deutschland-Dänemark auf dfb.de