Jenson Alexander Lyons Button, MBEButtons ‚krönender Abschluss‘, Motorsport-Total.com am 31. Dezember 2009 (* 19. Januar 1980 in Frome, Somerset, England) ist ein ehemaliger britischer Automobilrennfahrer.

Zwischen 2000 und 2017 startete er zu 306 Grand Prix der Formel 1 und errang 2009 als bislang zehnter Brite den Weltmeistertitel. Button beendete zum Ende der Saison 2016 seine aktive Fahrerkarriere in der Formel 1. 2018 und 2019 trat er in der japanischen Super GT Serie für das Team Kunimitsu an, wo er 2018 die Gesamtmeisterschaft gewann.

Karriere Anfänge im Motorsport (1989–1999) Button begann seine Motorsportkarriere im Alter von acht Jahren mit dem Kartsport, nachdem ihm sein Vater John Button ein Kart gekauft hatte. 1991 gewann er neben dem Titel alle 34 Rennen der British Cadet Kart Championship. Die British Open Kart Championship gewann Button insgesamt dreimal, bevor er 1997 zum jüngsten Sieger der Geschichte in der European Super A Championship wurde.

1998 wechselte Button in den Formelsport und startete für Haywood Racing in der britischen Formel Ford, die er mit sieben Siegen auf Anhieb gewann. Darüber hinaus wurde er Zweiter in der europäischen Formel Ford. Zudem entschied Button auch das Formel Ford Festival in Brands Hatch für sich, das eine der angesehensten Rennveranstaltungen für Nachwuchsfahrer in Großbritannien ist. Zudem wurde Button Ende 1998 mit dem McLaren Autosport BRDC Award ausgezeichnet.

1999 trat Button für Promatecme in der britischen Formel-3-Meisterschaft an. Bereits bei seinem Debütrennen startete er von der Pole-Position und erzielte als Zweiter eine Podest-Platzierung. Button gewann drei Rennen und beendete die Saison als bester Neueinsteiger auf dem dritten Gesamtrang. Teamintern setzte er sich mit 168 zu 45 Punkten gegen Aluizio Coelho durch. Darüber hinaus war Button bei internationalen Formel-3-Einzelveranstaltungen erfolgreich. Er wurde Fünfter beim Formel-3-Masters und jeweils Zweiter hinter Darren Manning beim Macau Grand Prix und beim Korea Super Prix. In Macau unterlag er Manning nur mit einem Rückstand von 0,035 Sekunden.The Jenson Button Story, thef1times.com, abgerufen am 21. Januar 2012 Anschließend nahm er für McLaren an Formel-1-Testfahrten teil. Dies war seine Prämie für den Gewinn des McLaren Autosport BRDC Awards. Darüber hinaus testete er auch für Prost.

Formel 1 (2000–2017) Williams (2000) Vor der Formel-1-Weltmeisterschaft 2000 veranstaltete das Formel-1-Team Williams ein Duell um das freie Cockpit, das nach der Trennung von Williams und Alessandro Zanardi vakant geworden war. Button trat gegen Bruno Junqueira, den amtierenden Meister der Formel 3000 an, setzte sich durch und erhielt das Cockpit.BAR considers Williams-style shootout for 2004 drive, grandprix.com am 16. September 2003 Button wurde damit zum bis dahin jüngsten britischen Formel-1-Fahrer.Williams Launch New Car; Button Replaces Zanardi, autosport.com am 24. Januar 2000 Sein Teamkollege war Ralf Schumacher. Bei seinem Debütrennen in Australien qualifizierte er sich für den zweitletzten Startplatz, machte im Rennen allerdings einige Positionen gut und fiel schließlich auf dem sechsten Platz liegend mit einem Motorschaden aus. Ein Rennen später in Brasilien wurde Button als Sechster gewertet und erzielte damit seinen ersten Punkt in der Formel 1. Er löste damit Ricardo Rodríguez als jüngsten Fahrer, der einen Weltmeisterschaftspunkt in der Formel 1 geholt hatte, ab.

Im weiteren Verlauf der Saison folgten fünf weitere Punkteplatzierungen. Sein bestes Ergebnis war ein vierter Platz beim Großen Preis von Deutschland. Am Saisonende belegte Button mit zwölf Punkten den achten Platz in der Fahrerweltmeisterschaft. Damit unterlag er Ralf Schumacher, der mit 24 Punkten Fünfter wurde.

Im August wurde bekannt, dass Williams 2001 mit Ralf Schumacher und Juan Pablo Montoya antreten würde. Button unterschrieb infolgedessen einen Zweijahresvertrag bei Benetton.Button's two-year move to Benetton, independent.co.uk am 17. August 2000

Benetton / Renault (2001–2002) miniatur|Button im Benetton B201 (2001) Bei Benetton gelang es Button in seiner ersten Saison nur beim Großen Preis von Deutschland Punkte zu erzielen. Zudem wurde er von seinem erfahrenen Teamkollegen Giancarlo Fisichella geschlagen. Am Saisonende lag Button auf dem 17. Platz in der Weltmeisterschaft.

Nach der Übernahme Benettons durch den französischen Automobilkonzern Renault, trat Button 2002 für das Renault-Team an. Sein neuer Teamkollege wurde Jarno Trulli. Button kam bei sieben Rennen in die Punkteränge und zwei vierte Plätze waren seine besten Resultate. Er schloss die Saison auf dem siebten Platz in der Fahrerweltmeisterschaft ab. Gegen Trulli, der Achter wurde, setzte er sich intern mit 14 zu 9 Punkten durch.

Trotz seiner Leistungen gab Renault zur Mitte der Saison 2002 bekannt, dass Button zum Saisonende durch den Testfahrer Fernando Alonso ersetzt werden würde. Renault-Teamchef Flavio Briatore bezeichnete Button zu der Zeit als „lazy playboy“ („faulen Playboy“)., formula1.com, abgerufen am 21. Januar 2012

BAR / Honda / Brawn (2003–2009) BAR (2003–2005) 2003 Im Juli 2002 gab Button bekannt, ab der Formel-1-Weltmeisterschaft 2003 für BAR zu fahren. Er erhielt einen Zweijahresvertrag mit einer Option für zwei weitere Saisons. Button bezeichnete BAR-Teamchef David Richards als entscheidenden Faktor für seine Entscheidung.Button signs for BAR, bbc.co.uk am 22. Juli 2002 Button erhielt das Cockpit von Olivier Panis und wurde Teamkollege des ehemaligen Weltmeisters Jacques Villeneuve. Button erzielte – im Gegensatz zu Villeneuve – regelmäßig Punkte. Villeneuve, der nur zweimal punktete, wurde bereits zum Saisonfinale durch den bisherigen Testfahrer Takuma Satō abgelöst. Zwei vierte Plätze waren Buttons beste Resultate in der Saison, die er mit 17 Punkten auf dem neunten Platz in der Fahrerwertung beendete.

2004 miniatur|links|WM-Dritter 2004: Button im BAR 005 beim Großen Preis der USA Die Saison 2004 wurde durch Ferrari, die 15 von 18 Rennen gewannen, dominiert. Button etablierte sich in der Saison als bester Fahrer hinter den Ferrari-Piloten Michael Schumacher und Rubens Barrichello. Nachdem Button in Malaysia als Dritter seine erste Podest-Platzierung erzielt hatte und in Bahrain erneut als Dritter ins Ziel gekommen war, erzielte er beim vierten Rennen, dem Großen Preis von San Marino, seine erste Pole-Position in der Formel 1 und mit einem zweiten Platz seine bis dahin beste Platzierung. Zwei Rennen später, beim prestigeträchtigen Großen Preis von Monaco gelang es Button, dieses Ergebnis zu wiederholen. Allerdings musste er sich diesmal nicht den Ferrari-Piloten, sondern seinem ehemaligen Teamkollegen Trulli, der weiterhin für Renault fuhr, geschlagen geben. Im weiteren Verlauf der Saison folgten zwei weitere zweite Plätze, jeweils hinter einem Ferrari, in Deutschland und China. In Deutschland musste Button infolge eines Motorwechsels vom 13. Startplatz aus starten, machte im Rennen einige Positionen gut und kam mit weniger als zehn Sekunden Rückstand auf Schumacher ins Ziel. , motorsportarchiv.de, abgerufen am 21. Januar 2012 Button beendete die Saison schließlich mit 85 Punkten auf dem dritten Platz. Intern setzte er sich damit deutlich gegen Satō, der in der Saison 34 Punkte erzielt hatte, durch.

Während der bis dahin für Button erfolgreichsten Formel-1-Saison, sorgte er mit Vertragsstreitereien für Schlagzeilen: Anfang August 2004 gab Williams bekannt, in der Saison 2005 mit Button und Mark Webber als Fahrerduo anzutreten.Button renews old links with Williams, telegraph.co.uk am 6. August 2004 BAR hatte jedoch zuvor schon die Option auf Button für die Saison 2005 fristgerecht gezogen. Dieser Streitfall, der von den Medien in Anlehnung an die Watergate-Affäre Buttongate genannt wurde,Vertragsfall Button: Diesmal Ärger um eine Punkteklausel?, Motorsport-Magazin.com am 17. Januar 2005 ging vor das Contract Recognition Board, das Vertragsstreitigkeiten in der Formel 1 regelt. Dieses prüfte Buttons Vertrag und entschied am 20. Oktober 2004, dass er für 2005 einen gültigen Vertrag mit BAR habe.BAR-Honda gewinnt im ‚Fall Button‘, Motorsport-Total.com am 20. Oktober 2004

2005 Button blieb 2005 somit bei BAR und bildete erneut mit Satō, der krankheitsbedingt einmalig durch Anthony Davidson vertreten wurde, das Fahrerduo. Vor der Saison kam es zu Umstrukturierungen im Team: Nick Fry wurde neuer Teamchef und Honda erwarb 45 % der Anteile des Rennstalls vom bisherigen Einzeleigner British American Tobacco.BAR-Honda-Präsentation: Dreijahresplan zum WM-Titel, Motorsport-Total.com am 16. Januar 2005 Nachdem Button die ersten drei Rennen nicht beendet hatte, kam er beim Großen Preis von San Marino als Dritter ins Ziel. Nach dem Rennen wurden allerdings beide BAR aus der Wertung genommen, da das Team einen illegalen Treibstofftank ins Auto gebaut hatte, der eine untergewichtige Fahrt ermöglichte., motorsportarchiv.de, abgerufen am 21. Januar 2012 Das Team wurde daraufhin für die nächsten zwei Rennen gesperrt. Beim Großen Preis von Kanada erzielte Button zwar die Pole-Position, fiel im Rennen aber erneut aus. Im zehnten Rennen, dem Großen Preis von Frankreich fuhr Button als Vierter erstmals in die Punkteränge und beendete schließlich alle weiteren Rennen in den Punkterängen. Seine besten Platzierungen waren zwei dritte Plätze, Deutschland und Belgien. Button wurde schließlich mit 37 Punkten Gesamtneunter. Teamintern hatte er seinen Teamkollegen Satō, der einen Punkt geholt hatte, deutlich im Griff.

Während der Saison war Button erneut in Vertragsdiskussionen verwickelt, da er trotz bestehenden Vertrages mit Williams bei BAR bleiben wollte. Im Zuge des Streitfalls in der Saison 2004 wurde eine Option festgelegt, die besagte, dass Button nur dann auch 2006 bei BAR fahren müsse, wenn er an einem Stichtag mindestens 75 % der Punkte des Weltmeisterschaftsführenden hat. Dies war jedoch zu keinem Zeitpunkt der Saison 2005 der Fall und Williams verfügte somit über einen gültigen Vertrag mit Button.‚Buttongate‘ 2005 – diesmal mit verkehrten Vorzeichen…, Motorsport-Total.com am 25. Juli 2005 Button wollte jedoch nicht mehr zu Williams, die zur Saison 2006 die werksseitige Unterstützung durch BMW sowie ihren Hauptsponsor Hewlett-Packard verlieren sollten, wechseln und bei BAR bleiben. Nach Medienberichten zahlte Button eine Abfindung von 15 Millionen Euro, um aus seinem Vertrag mit Williams herauszukommen.Also doch: Button bleibt 2006 bei BAR-Honda! Motorsport-Total.com am 19. September 2005

Honda (2006–2008) 2006 miniatur|links|BAR-Nachfolger: Button im Honda RA106 beim Großen Preis von Kanada 2006 Zur Saison 2006 erwarb Honda die restlichen Anteile an BAR und nannte das Team in Honda um. Button blieb beim Rennstall und erhielt mit Rubens Barrichello, der 2002 und 2004 Vizeweltmeister geworden war, einen neuen Teamkollegen. Nach einem vierten Platz beim Saisonauftakt stand Button beim Großen Preis von Malaysia als Dritter auf dem Podest. Beim dritten Rennen in Australien startete Button von der Pole-Position und bog in der letzten Runde als Fünfter auf die Zielgerade ein, als sein Honda nur wenige Meter vor der Ziellinie mit Motorschaden stehen blieb. Er wurde schließlich mit einer Runde Rückstand noch als Zehnter gewertet, blieb aber ohne Punkte. In den nächsten Rennen gelang es ihm nur noch vereinzelt Punkte zu holen. Ab dem zwölften Rennen erzielte er aber wieder in jedem Grand Prix Punkte. Höhepunkt des Jahres war der Große Preis von Ungarn, bei dem Button seinen ersten Formel-1-Sieg einfuhr. Er war dabei lediglich von Startplatz 14 ins regnerische Rennen gegangen, nachdem er wegen eines Motorwechsels von der vierten Position um zehn Plätze zurückversetzt worden war. Am Saisonende lag Button eine Position vor Barrichello auf dem sechsten Weltmeisterschaftsrang. Mit 56 zu 30 Punkten setzte er sich gegen Barrichello durch.

2007 miniatur|Button im Honda RA107 mit „Earthdreams“-Lackierung