Präzisionsschützenkommandos (PSK) sind Gruppen von speziell ausgebildeten Angehörigen von Spezialeinheiten der Polizeien der Bundesländer, die in die SEKs der Länder eingegliedert wurden.Die bleiernen Jahre: Staat und Terrorismus in der Bundesrepublik Deutschland, herausgegeben von Johannes Hürter, Gian Enrico Rusconi, Oldenbourg Verlag, 2010, S. 13 Auf Bundesebene wurde die Grenzschutzgruppe 9 der Bundespolizei (vormals Bundesgrenzschutz) mit einem entsprechenden Kommando aufgestellt.
Ein PSK kommt dann zum Einsatz, wenn präziser Schusswaffengebrauch auch auf größere Distanz erforderlich ist. Dabei ist jedoch die Schussentfernung, die ein Präzisionsschütze zu bewältigen hat, wesentlich geringer als die eines Scharfschützen, dem ein Körpertreffer mit Bewegungsunfähigkeit ausreicht. Der Präzisionsschütze hingegen muss einen finalen Rettungsschuss sicher setzen können. So betragen in den meisten Einsatzlagen insbesondere in urbanem Gebiet die Schussentfernungen um die 100 m, selten mehr. Hierfür werden ausnahmslos Langwaffen verschiedener Hersteller genutzt. Die Munition ist auf die Waffe abgestimmt.
Ein finaler Rettungsschuss wird – falls nötig – grundsätzlich vom PSK ausgeführt.Kriminalistik-Lexikon, herausgegeben von Ingo Wirth, Hüthig Jehle Rehm, 2011, S. 441 In der GSG 9 ist die 1. Einsatzeinheit auf das Präzisionsschützenwesen spezialisiert.
Siehe auch Liste von deutschen Spezialeinheiten und spezialisierten Kräften
Weblinks SEK – Das Spezialeinsatzkommando auf sek-einsatz.de
Einzelnachweise
Kategorie:Polizeiliche Spezialeinheit (Deutschland)