mini|Constantin Fehrenbach

Das konservative Kabinett Fehrenbach existierte vom 25. Juni 1920 bis zum 4. Mai 1921. Aufgrund des Londoner Ultimatums wurde das Kabinett am 10. Mai 1921 vom Kabinett Wirth I unter Beteiligung der SPD abgelöst.

Geschichte

Sie war die erste Reichsregierung der Weimarer Republik, die nicht auf Grundlage der Weimarer Koalition aus SPD, Zentrum und DDP agierte, da diese bei der Reichstagswahl 1920 ihre Mehrheit verloren hatte, und die erste deutsche Regierung unter Ausschluss der Sozialdemokraten seit 1918. Der Zentrumspolitiker Constantin Fehrenbach übernahm nach längerem Zögern die Position des Regierungschefs. Ihm sollten drei weitere Reichskanzler der Zentrumspartei folgen.

Nach einem Jahr Amtszeit zeigten sich jedoch bei der Frage um das Londoner Ultimatum große politische Meinungsverschiedenheiten bei den Koalitionären Zentrum, DDP und DVP, die zum Rücktritt des Kabinetts führten.

Zusammensetzung

Kabinett Fehrenbach 25. Juni 1920 bis 4. Mai 1921 Reichskanzler rahmenlos|zentriert|100px Constantin Fehrenbach Zentrum Vizekanzler rahmenlos|zentriert|100px Rudolf Heinze DVPJustiz Auswärtiges Amt rahmenlos|zentriert|100px Walter Simons parteilos Inneres rahmenlos|zentriert|100px Erich Koch DDP Wirtschaft rahmenlos|zentriert|100px Ernst Scholz DVP Arbeit rahmenlos|zentriert|100px Heinrich Brauns Zentrum Ernährung und Landwirtschaft rahmenlos|zentriert|100px Andreas Hermes Zentrum Reichswehr rahmenlos|zentriert|100px Otto Geßler DDP Finanzen rahmenlos|zentriert|100px Joseph Wirth Zentrum Schatz rahmenlos|zentriert|100px Hans von Raumer DVP Post rahmenlos|zentriert|100px Johannes Giesberts Zentrum Verkehr rahmenlos|zentriert|100px Wilhelm Groener parteilosWiederaufbau vakant

Siehe auch Constantin Fehrenbach: Kanzlerschaft Reichstagswahl 1920

Weblinks Kabinett Fehrenbach in den Akten der Reichskanzlei des Bundesarchivs Verhandlungen des Reichstages – Band 363 – Anlage 4

Fehrenbach Kategorie:Politik 1920 Kategorie:Politik 1921 Kategorie:Kabinett mit Zentrums-Beteiligung