Der Begriff ist nicht mit Satelliten-DNA zu verwechseln. alternativtext=Die beiden Chromatiden sind als gewundene bzw. geknüllte Linie dargestellt. (Die Linie repräsentiert die 30nm Chromatinfaser.) Im Bereich der sekundären Einschnürung sind die Chromatinfasern nicht geknüllt, sondern ausgestreckt.|mini|Chromosom in der Metaphase. (1) Einer der beiden Chromatiden, die am (2) Centromer miteinander verbunden sind. (3) Sekundäre Einschnürung. (4) Satellit. In der Genetik und Cytologie bezeichnet Satellit einen Endabschnitt am kurzen Arm eines Chromosoms, der durch eine sekundäre Einschnürungsstelle vom Rest des Chromosoms abgesetzt ist. In diesem Zusammenhang wird auch von SAT-Chromosomen gesprochen. Bei einem Metaphasenchromosom wird außer der primären Einschnürung am Centromer lichtmikroskopisch also eine weitere Einschnürung sichtbar, wo das Chromatin nicht so stark kondensiert ist. An deren Ende hängt der Satellit genannte Chromosomenteil. Die Sekundäreinschnürung, die den Satelliten abgliedert, kann ribosomale DNA enthalten und eine Nukleolusorganisatorregion (NOR) darstellen.T. Schmidt, T. Schwarzacher & J. S. Heslop-Harrison: "Physical mapping of rRNA genes by fluorescent in-situ hybridization and structural analysis of 5S rRNA genes and intergenic spacer sequences in sugar beet (Beta vulgaris)" in: Theoretical and Applied Genetics Ausgabe 88, S. 629–636 (1994)

Beim Menschen bilden die Chromosomen 13, 14, 15, 21, und 22 Satelliten, die im Idiogramm mit der Bandenbezeichnung -p13 benannt werden. Diese Satelliten enthalten viel hoch repetitive DNA-Sequenzen, darunter auch aus den Satelliten-DNA-Familien HSat1, H3Sat, ACRO1. Die ähnliche Bezeichnung der Chromosomenbereiche und der DNA-Sequenzen ist hierbei nur Zufall.

Einzelnachweise

Kategorie:Genetik