miniatur|Ehemalige Germania-Brauerei in Münster mit dem denkmalgeschützten Turm von ca. 1900 mini|Aktie der Germania-Brauerei AG in Hersel vom 1. Januar 1899 Die Bezeichnung Germania wurde von einigen deutschen Brauereien in der Firma des Unternehmens bzw. als Markenname für ihr Bier verwendet, so zum Beispiel: Germania-Brauerei AG in Berlin Germania-Brauerei AG in Kiel Germania-Brauerei AG in Mülheim Bremer Germania-Brauerei C. Dressler (1954 von Holsten übernommen) Germania-Brauerei Max Hering in Chemnitz Germania-Brauerei in Hannover (1898–1917)Heuweg-Werke, Hannover. Hannoversche Eishaus- und Waren-Einkaufsgesellschaft m.b.H. In: Paul Siedentopf (Haupt-Schriftleitung), Karl Friedrich Leonhardt (Zusammenstellung des Bildmaterials): Das Buch der alten Firmen der Stadt Hannover im Jahr 1927. Jubiläums-Verlag Walter Gerlach, Leipzig 1927, S. 91., siehe Eisfabrik (Hannover) Germania-Brauerei von Joseph Stauff in Köln Germania-Brauerei Oschersleben, Walter Görtz Brauerei Germania AG in (Hamburg-)Wandsbek (1920 von Holsten übernommen) Germania-Brauerei AG in Wiesbaden (1888 gegründet, 1972 von Henninger übernommen) Germania-Brauerei AG in Hersel bei Bonn (mittlerweile umgebaut zum Wohnhaus) Germania-Brauerei AG in Dortmund (in den 1920er Jahren von der Dortmunder Union-Brauerei übernommen)

Die große chinesische Tsingtao-Brauerei wurde 1903 in der damaligen deutschen Kolonie Tsing-tau (heute Qingdao) als Germania-Brauerei gegründet.

Mittlerweile werden Biere unter der Marke Germania als No-Name-Produkt im unteren Preissegment u. a. von der Eichbaum Mannheim gebraut.

Germania-Brauerei Münster mini|Aktie über 100 RM der Germania Brauerei F. Dieninghoff AG vom 13. November 1941 Gegründet wurde die Brauerei am Spiekerhof in Münster, wo die Brautradition seit dem 13. Jahrhundert überliefert ist. 1899 wurde die Brauerei in die Neustadt zur Grevener Straße verlegt, wo sie stark expandierte und 1926 in eine Aktiengesellschaft umgewandelt wurde.

In der Blütezeit wurden neben dem Export auch das Edel-Pils, das Bockbier und ein Doppelbock sowie das Kraft-Malzbier, alle unter der Marke Germania vertrieben.Das Brauhaus zum Kiepenkerl in: Westfalenspiegel 1958

Noch um 1960 gehörte die Germania Brauerei F. Dieninghoff GmbH in Münster mit einem Jahresausstoß von 600.000 Hektolitern zu den großen Brauereien der Bundesrepublik. Sie fusionierte 1963 mit der Dortmunder Union-Brauerei. Das münsterische Unternehmen wurde als eigenständige GmbH und Betriebsstätte der Dortmunder Brauerei weitergeführt. In den 1970er Jahren bewirkten Umsatz- und Fertigungsverlagerungen zur Dortmunder Union-Brauerei Umsatzverluste bei der Germania Brauerei. Im Jahr 1984 beschloss die Konzernleitung (Geschäftsführer der Germania-Brauerei F. Dieninghoff war der 1917 geborene Karl RhodeWalter Habel (Hrsg.): Wer ist wer? Das deutsche Who’s who. 24. Ausgabe. Schmidt-Römhild, Lübeck 1985, ISBN 3-7950-2005-0, S. 1001.), die Bereiche Produktion und Abfüllung im münsterischen Unternehmensteil zu schließen.

Das Hauptgebäude der ehemaligen Brauerei wurde 1989 in das Erlebnisbad Germania Therme umgebaut, das 2001 wegen wirtschaftlicher Schwierigkeiten schließen musste. Am ehemaligen Standort der Brauerei entstand bis 2009 unter Integration der denkmalgeschützten Bausubstanz das neue Stadtviertel Germania Campus.

Einzelnachweise

Kategorie:Biermarke (Deutschland)