mini|Blick aus der wachsenden Stadt ins Umland: Prime Tower, Zürich-West mini|Die Agglomerationen, welche das Bundesamt für Statistik der Metropolregion Zürich zurechnete (Ausdehnung der Agglomerationen: Stand 2022)
Die Metropolregion Zürich ist der bevölkerungsreichste Wirtschaftsraum der Schweiz. Die Region umfasst den grössten Teil des Kantons Zürich sowie angrenzende Gebiete. Im Zentrum befindet sich die Agglomeration Zürich mit etwa 1,45 Millionen Einwohnern; ihr ordnete das schweizerische Bundesamt für Statistik (BFS) auf der Grundlage der Pendlerverflechtungen zehn kleinere, benachbarte Agglomerationen zu. In der ganzen Region leben etwa 2,10 Millionen Menschen (Stand 2022) – fast ein Viertel der Schweizer Bevölkerung.
Neben der Metropolregion Zürich definierte das BFS vier weitere Metropolregionen: Basel, Bern, Genf-Lausanne und Tessin.Räumliche Gliederungen der Schweiz. Typologie der MS-Regionen (14). 2000. Typologie der Mobilité-spatiale-Regionen der Schweiz in 14 Klassen am 5.12.2000 (Volkszählung). BFS.Martin Schuler, Dominique Joye, Pierre Dessemontet: Eidgenössische Volkszählung 2000. Die Raumgliederungen der Schweiz. BFS, Neuenburg 2005. Inzwischen verzichtet das BFS allerdings auf diese Raumgliederung und verwendet die Begriffe Metropole und Metropolregion (bzw. «Metropolraum») nicht mehr.Analyseregionen. BFS, abgerufen am 24. Juli 2024. – Im Statistischen Jahrbuch der Stadt Zürich war das Kapitel «Metropolraum Zürich» letztmals 2014 enthalten (online). Nach wie vor verfügbar sind aktuelle Zahlen zu den einzelnen Agglomerationen, die einer Metropolregion zugerechnet wurden.
Der Verein Metropolitanraum Zürich vertritt die Interessen einer noch grösseren Region, die sich von Aarau, Luzern und Glarus bis zum Bodensee erstreckt. Eine andere Organisation betreibt unter dem Begriff Greater Zurich Area Standortmarketing für ein Gebiet, zu dem auch die Kantone Solothurn, Graubünden und Tessin gehören. Einfacher abzugrenzen ist schliesslich die Grossregion Zürich gemäss BFS-Definition: Sie ist identisch mit dem Gebiet des Kantons Zürich.
Metropolregion Zürich (BFS, 2000) mini|Vor den Toren der ‹Klein-Metropole› war bereits die Infrastruktur für die Zukunft errichtet worden (Zürich, Bahnhofplatz, nach 1882) mini|Ein neuer Knotenpunkt des Pendlerverkehrs: Bahnhof Zürich Stadelhofen (2011)
Definition und Ausdehnung Das Bundesamt für Statistik wies eine Agglomeration einer Metropolregion zu, wenn mindestens jeder zwölfte erwerbstätige Einwohner (8,33 Prozent) in der «Kernagglomeration» des Gebiets arbeitete. Die Festlegung der Agglomerationen und Metropolregionen (vom BFS «Metropolräume» genannt) erfolgte basierend auf den Auswertungen der Volkszählung von 2000.
Die Metropolregion Zürich bestand aus der Agglomeration Zürich als Kerngebiet, zehn kleineren, äusseren Agglomerationen und der EinzelstadtDer Begriff «Einzelstadt» oder «isolierte Stadt» bezeichnet Städte ohne zugehörige Agglomeration, mit einer Bevölkerung von weniger als 20'000 Menschen. Einsiedeln. Im Jahr 2012 umfasste sie rund 1,88 Mio. Einwohner auf 2172 km² Fläche.Metropolraum Zürich. In: Statistisches Jahrbuch der Stadt Zürich 2014. (Erfasste Fläche ohne Zürichsee und Greifensee.) Die Bevölkerungsdichte betrug also damals 866 Einwohner pro Quadratkilometer. – Zum Vergleich: Metropolregion Genf-Lausanne: 1,32 Millionen Einwohner, ca. 380 Einwohner pro km² (Stand 2020); Metropolregion Basel: ca. 1,30 Millionen Einwohner, ca. 360 Einwohner pro km² (Stand 2008).
Zur Metropolregion gehörten 11 sogenannte Kerngemeinden und 208 weitere Gemeinden in den sieben Kantonen Zürich (127 Gemeinden), Aargau (57 Gemeinden), Schwyz (11 Gemeinden), Zug (10 Gemeinden), Schaffhausen (9 Gemeinden), Thurgau (3 Gemeinden) und St. Gallen (2 Gemeinden).
Zugeordnete Agglomerationen mini|Umsteigepunkt in einer der äusseren Agglomerationen: Frauenfeld, Bahnhofplatz (2019) mini|Wer mit dem Auto nach Zürich pendelt, muss mit hohem Verkehrsaufkommen rechnen (A1 bei Baden, 2016) In der folgenden Liste sind zusätzlich zu den letzten verfügbaren Zahlen für die gesamte Metropolregion (2012) zum Vergleich die Bevölkerungszahlen der einzelnen Agglomerationen im Jahr 2022 aufgeführt. Der Gemeindebestand der Agglomerationen hat sich unterdessen teilweise deutlich verändert: Die Agglomerationen Zürich, Zug und Schaffhausen haben gemäss Statistik im Zuge der veränderten Pendlerströme Gemeinden hinzugewonnen (Zürich: +17; Zug: +7; Schaffhausen: +3); alle andern haben Gemeinden verloren (Winterthur: −4; Baden-Brugg: −9; Rapperswil-Jona-Rüti: −1; Lachen: −3; Lenzburg: −2; Frauenfeld: −2; Wohlen: −1). Die ehemalige Agglomeration Wetzikon-Pfäffikon ZH ist Teil der Agglomeration Zürich geworden.Räume mit städtischem Charakter der Schweiz 2020. BFS, abgerufen am 3. August 2024. Kaum verändert hat sich hingegen die gesamte Fläche, welche die ganze Gruppe von Agglomerationen einnimmt.Die 52 Agglomerationen und 32 Kerne ausserhalb von Agglomerationen 2020. BFS, Stand 2024, abgerufen am 16. August 2024.
Im Jahr 2022 betrug die Summe der Bevölkerungszahlen aller Agglomerationen, die einst der Metropolregion Zürich zugerechnet wurden, 2,10 Millionen.
Agglomeration Zürich (Kernstadt: Zürich)1'217'751 Einwohner, 1086 km² Fläche (Stand 2012);total 131 Gemeinden (103 im Kanton Zürich, 25 im Kanton Aargau, 3 im Kanton Schwyz) (2022: 1'450'724 Einwohner, 148 Gemeinden) Agglomeration Winterthur (Kernstadt: Winterthur)144'187 Einwohner, 151 km² Fläche; 12 Gemeinden im Kanton Zürich (2022: 146'035 Einwohner, 8 Gemeinden) Agglomeration Baden-Brugg (Kernstadt: Baden)120'571 Einwohner, 124 km² Fläche; 22 Gemeinden im Kanton Aargau (2022: 111'603 Einwohner, 13 Gemeinden) Agglomeration Zug (Kernstadt: Zug)112'240 Einwohner, 180 km² Fläche; 10 Gemeinden im Kanton Zug (2022: 142'955 Einwohner, 17 Gemeinden) Agglomeration Schaffhausen (Kernstadt: Schaffhausen) 67'688 Einwohner, 129 km² Fläche; 13 Gemeinden (9 im Kanton Schaffhausen, 4 im Kanton Zürich) (2022: 77'478 Einwohner, 16 Gemeinden) Agglomeration Rapperswil-Jona-Rüti (Kernstadt: Rapperswil-Jona)54'246 Einwohner, 97 km² Fläche; 4 Gemeinden (2 im Kanton Zürich, 2 im Kanton St. Gallen) (2022: 48'732 Einwohner, 3 Gemeinden) Agglomeration Wetzikon-Pfäffikon ZH (Kernstadt: Wetzikon)53'358 Einwohner, 94 km² Fläche; 5 Gemeinden im Kanton Zürich (2022: Teil der Agglomeration Zürich) Agglomeration Lachen (Kerngemeinde: Lachen)39'009 Einwohner, 99 km² Fläche; 7 Gemeinden im Kanton Schwyz (2022: 31'693 Einwohner, 4 Gemeinden) Agglomeration Lenzburg (Kerngemeinde: Lenzburg)30'787 Einwohner, 41 km² Fläche; 7 Gemeinden im Kanton Aargau (2022: 26'172 Einwohner, 5 Gemeinden) Agglomeration Frauenfeld (Kernstadt: Frauenfeld)30'176 Einwohner, 44 km² Fläche; 3 Gemeinden im Kanton Thurgau (2022: 26'093 Einwohner, 1 Gemeinde) Agglomeration Wohlen AG (Kerngemeinde: Wohlen)23'919 Einwohner, 29 km² Fläche; 3 Gemeinden im Kanton Aargau (2022: 25'002 Einwohner, 2 Gemeinden) Einzelstadt Einsiedeln: 14'438 Einwohner, 99 km² Fläche (2022: 16'310 Einwohner)
Agglomeration Zürich (BFS, 2020) mini|320px|Agglomeration Zürich gemäss BFS (Stand 2022)
Definition Gemäss der Definition des Bundesamts für Statistik von 2020 wird die Agglomeration Zürich weiter gefasst als 2000–2012. Im Jahr 2022 bestand sie aus 148 Gemeinden (2012: 131), einschliesslich der «Kernstadt» Zürich. Unter anderem wurde die ehemalige Agglomeration «Wetzikon-Pfäffikon ZH» integriert. Am 31. Dezember 2022 lebten in der Agglomeration Zürich nach neuer Definition insgesamt 1'450'724 Einwohner.
Das BFS definiert die Kernzone einer Agglomeration durch eine Dichte von mindestens 500 «Einwohnern plus Beschäftigten» pro Quadratkilometer. Die Unterscheidung zwischen Hauptkern und Nebenkern beruht einzig auf dem Anteil der zur Arbeit in einen anderen Kern pendelnden Einwohner: Wenn dieser einen bestimmten Wert übertrifft, wird eine Gemeinde dem Nebenkern zugerechnet. Der Agglomerationsgürtel ist dadurch definiert, dass mehr als ein Drittel der in jenen Gemeinden wohnenden Erwerbstätigen in einer der Kerngemeinden der Agglomeration arbeitet.Raum mit städtischem Charakter der Schweiz 2012. BFS, S. 8. – Anpassungen 2020: Aktualisierung 2020 der nichtinstitutionellen Raumgliederungen… Erläuterungsbericht. BFS, S. 8.
Im Hauptkern (inkl. Stadt Zürich) lebten 2022 rund 856'000, im Nebenkern rund 322'000 und im Agglomerationsgürtel etwa 273'000 Menschen.
Kerngemeinden mini|Thalwil, eine der nach Zürich am dichtesten besiedelten Gemeinden mini|Auch Wangen-Brüttisellen gehört zum Hauptkern der Agglomeration mini|Bezirkshauptstadt im Nebenkern-Bereich: Bülach
Die folgenden 68 Gemeinden werden dem Kern der Agglomeration Zürich zugerechnet (Stand 2022). Die Bevölkerungsdichte variiert selbst innerhalb des Hauptkerns stark. In der Stadt Zürich war sie 2015 mehr als doppelt so hoch wie der Mittelwert des Hauptkerns; und in Thalwil, der damals nach Zürich am dichtesten besiedelten Gemeinde, lag sie fast sieben Mal so hoch wie in Bergdietikon.Wohnbevölkerung der Agglomeration Zürich. Stadt Zürich, 12. Februar 2015, abgerufen am 10. August 2024. – 2022 lebten in Zürich ca. 4860 Einw. pro km², in Thalwil ca. 3340 und in Bergdietikon ca. 500.
*: Gemeinden mit 10'000 bis 20'000 Einwohnern **: Städte mit mehr als 20'000 Einwohnern (Uster und Dübendorf: über 30'000)
Hauptkern (36 Gemeinden) (Kanton Zürich:) Zürich, Adliswil*, Bassersdorf*, Dietikon**, Dietlikon, Dübendorf**, Erlenbach, Geroldswil, Greifensee, Herrliberg, Horgen**, Kilchberg, Kloten**, Küsnacht*, Langnau am Albis, Männedorf*, Meilen*, Oberengstringen, Oberrieden, Oetwil an der Limmat, Opfikon**, Rüschlikon, Schlieren**, Schwerzenbach, Thalwil*, Uetikon am See, Unterengstringen, Urdorf*, Volketswil*, Wädenswil**, Wallisellen*, Wangen-Brüttisellen, Weiningen, Zollikon*, Zumikon. (Kanton Aargau:) Bergdietikon.
Nebenkern (32 Gemeinden) (Kanton Zürich:) Affoltern am Albis*, Bachenbülach, Buchs, Bülach**, Dällikon, Embrach*, Fällanden, Freienstein-Teufen, Hedingen, Höri, Illnau-Effretikon*, Niederglatt, Niederhasli, Oberglatt, Pfäffikon*, Regensdorf*, Richterswil*, Rorbas, Stäfa*, Uster**, Wetzikon**, Winkel. (Kanton Aargau:) Berikon, Bremgarten, Killwangen, Rudolfstetten-Friedlisberg, Spreitenbach*, Widen, Würenlos, Zufikon. (Kanton Schwyz:) Freienbach*, Wollerau.
Gemeinden des Agglomerationsgürtels mini|Am Rande des Agglomerationsgürtels liegt Buchberg (SH) Dem Agglomerationsgürtel werden die folgenden 80 Gemeinden zugerechnet (Stand 2022). *: Gemeinden mit mehr als 10'000 Einwohnern
(Kanton Zürich:) Aesch, Aeugst am Albis, Bachs, Bäretswil, Bauma, Berg am Irchel, Birmensdorf, Bonstetten, Boppelsen, Brütten, Bubikon, Dänikon, Dättlikon, Dielsdorf, Egg, Eglisau, Fehraltorf, Glattfelden, Gossau*, Grüningen, Hausen am Albis, Hinwil*, Hittnau, Hochfelden, Hombrechtikon, Hüntwangen, Hüttikon, Lindau, Lufingen, Maur*, Mettmenstetten, Mönchaltorf, Neerach, Niederweningen, Nürensdorf, Oberembrach, Oberweningen, Obfelden, Oetwil am See, Otelfingen, Ottenbach, Pfungen, Rafz, Regensberg, Rifferswil, Rümlang, Russikon, Schleinikon, Schöfflisdorf, Seegräben, Stadel, Stallikon, Steinmaur, Uitikon, Wasterkingen, Weiach, Weisslingen, Wettswil am Albis, Wil, Wildberg, Zell. (Kanton Aargau:) Aristau, Arni, Bellikon, Besenbüren, Eggenwil, Fischbach-Göslikon, Fisibach, Islisberg, Jonen, Künten, Oberlunkhofen, Oberwil-Lieli, Rottenschwil, Schneisingen, Siglistorf, Unterlunkhofen. (Kanton Schaffhausen:) Buchberg, Rüdlingen. (Kanton Schwyz:) Feusisberg.
Verwandte Begriffe Grossregion Zürich (BFS) mini|Grossregionen der Schweiz gemäss Bundesamt für Statistik (BFS)