Die Göhl (, ) ist ein Fluss in Belgien und den Niederlanden.

Name Ursprung des Namens Göhl ist das germanische Wort "Gulia", das "Enger und Tiefer Fluss" bedeutet.Lokale Begriffe

Geographie Verlauf Die Göhl entspringt auf belgischem Gebiet an der Grenze zu Deutschland bei Aachen, in Eynatten-Lichtenbusch, überquert nach etwa 20 km die Grenze zu den Niederlanden und mündet in der Nähe des Weilers Voulwames (Meerssen) nördlich von Maastricht in die Maas.

Die Gesamtlänge beträgt 58 km, der Höhenunterschied zwischen Quelle und Mündung etwa 250 m.

Orte Die größten durchquerten Orte sind Kelmis und Plombières (Belgien) sowie Gulpen, Valkenburg und Meerssen.

Natur und Umwelt Wasserqualität Aufgrund des ehemaligen Bergbaus ist insbesondere das Sediment der Göhl stark mit Schwermetallen belastet und liefert den größten Einzelbeitrag zur Belastung der Maas mit Blei (10 %), Zink (8 %) und Cadmium (5 %) unterhalb von Maastricht.Henk Leenaers: The dispersal of metal mining wastes in the catchment of the river Geul (Belgium – The Netherlands). Dissertation, Universität Utrecht 1989. Weiterhin verursacht ungereinigtes Abwasser aus Belgien eine große Belastung von Bakterien, Nitraten und Phosphaten. Deswegen ist das Baden im Fluss offiziell nicht erlaubt.

Flora Auf den schwermetallhaltigen Böden im Göhltal findet sich die spezifische Galmeiflora.

Geschichte mini|Mit einem Tunnel wurde eine Flussschleife der Göhl abgekürzt, um für ein Bergwerk Platz zu machen. Vom 14. bis Anfang des 20. Jahrhunderts wurden im Göhltal bei Kelmis (mundartlich für Galmei) und Plombières (deutsch: Bleiberg) Blei- und Zinkerzvorkommen ausgebeutet.

Sehenswürdigkeiten und Bauwerke

mini|Göhltalviadukt, um 1843 mini|Eisenbahn-Viadukt über das Göhltal bei Moresnet (Plombières) Eine bekannte Sehenswürdigkeit war die alte Hammerbrücke, ein zweistöckiger Eisenbahnviadukt über das Göhltal auf belgischem Gebiet zwischen Hauset und Hergenrath. Sie wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört und später durch eine neue Brücke ersetzt. Eine moderne, für Hochgeschwindigkeitszüge befahrbare Brücke wurde 1999 in Betrieb genommen.

Einige Kilometer flussabwärts erhebt sich bei Moresnet mit einer Länge von 1153 m und 22 Feldern bei Regelstützweiten von 49 m sowie einer maximalen Höhe von 52 m die lange Zeit größte Eisenbahnbrücke Belgiens, der Göhltalviadukt.

Wirtschaft In der Umgebung rechts und links der Göhl, zwischen Epen (Gulpen-Wittem) und Valkenburg, befindet sich eines der besterschlossenen touristischen Gebiete der Niederlande, das Mergelland, auch Heuvelland genannt.

Weblinks

Die Geschichte der Hammerbrücke In: vonderruhren.de www.grenzrouten.eu/pdf/3_-_Bleyberg.pdf (PDF-Datei; 305 kB)

Einzelnachweise

Kategorie:Geographie (Vaals) Kategorie:Gulpen-Wittem Kategorie:Valkenburg aan de Geul Kategorie:Meerssen Kategorie:Raeren Kategorie:Gewässer in der Provinz Lüttich