Zellwiller () ist eine französische Gemeinde mit Einwohnern (Stand ) im Département Bas-Rhin in der Region Grand Est (bis 2015 Elsass). Sie gehört zum Arrondissement Sélestat-Erstein und zum Kanton Obernai.

Geografie Die Gemeinde Zellwiller liegt in der westlichen Oberrheinebene, etwa 25 Kilometer südwestlich von Straßburg. Von Südwesten nach Nordosten durchquert der Fluss Andlau das Gemeindegebiet. Nachbargemeinden von Zellwiller sind Bourgheim und Valff im Norden, Kertzfeld im Südosten, Stotzheim im Süden, Saint-Pierre im Südwesten sowie Barr und Gertwiller im Nordwesten.

Geschichte Der Name des Ortes erscheint erstmals im 7. Jahrhundert. Damals gehörte die Umgebung von Zellweiler den Herzögen von Lothringen. Im frühen 20. Jahrhundert wurde sich in der Landwirtschaft auf die Viehzucht und den Tabakanbau konzentriert. Im Weinbau wird Pinot noir gekeltert.

Von 1871 bis zum Ende des Ersten Weltkrieges gehörte Zellweiler als Teil des Reichslandes Elsaß-Lothringen zum Deutschen Reich und war dem Kreis Erstein im Bezirk Unterelsaß zugeordnet.

Bevölkerungsentwicklung Jahr 1910 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2007 2017 Einwohner 836 596 621 610 692 675 723 725 794

Sehenswürdigkeiten Kirche St. Martin Kapelle St. Barbara

Persönlichkeiten Jakob Ammann (1644–vor 1730), Schweizer Mennonitenprediger und Gründer der Amischen, lebte von 1712 bis zu seinem Tod vor 1730 in Zellweiler. Morgan Schneiderlin (* 1989), Fußballspieler.

Literatur Le Patrimoine des Communes du Bas-Rhin. Flohic Editions, Band 2, Charenton-le-Pont 1999, ISBN 2-84234-055-8, S. 936–937.

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Ort in Grand Est

Kategorie:Ersterwähnung im 7. Jahrhundert Kategorie:Weinbauort in Frankreich