Ottrott ist eine französische Gemeinde mit Einwohnern (Stand ) im Kanton Molsheim im Département Bas-Rhin in der Europäischen Gebietskörperschaft Elsass und in der Region Grand Est. Sie umfasst die Dörfer Ottrott-le-Haut (Oberottrott), Ottrott-le-Bas (Niederottrott) und Eichwaeldel. Ottrott liegt an der Elsässer Weinstraße.

Ebenfalls auf dem Gemeindegebiet befindet sich der Odilienberg, einer der meistbesuchten Wallfahrtsorte des Elsass. Außerdem teilt Ottrott mit der Nachbargemeinde Bœrsch das Dorf Klingenthal, das für seine ehemalige Blankwaffenfabrikation bekannt ist.

Geografie Der Ort liegt an der Departementsstraße D 35 zwischen Barr im Süden (8 km) und Rosheim im Norden (7 km). Nach Obernai im Osten sind es 4 km und nach der Großstadt Straßburg im Nordosten etwa 30 km.

Dank der Lage direkt am Fuß der Vogesen ist Ottrott klimatisch begünstigt, was dem Weinbau zugutekommt. In Bezug auf die Fläche ist Ottrott eine der großen Gemeinden im Elsass, wobei der Waldanteil, der auch einen Abschnitt des Forêt d’Obernai mit einschließt, sehr hoch ist (25 km²).

Die Nachbargemeinden sind Barr, Bernardswiller, Bœrsch, Le Hohwald, Neuviller-la-Roche, Obernai und Saint-Nabor.

Sehenswürdigkeiten Das äußere Gemeindegebiet von Ottrott ist reich an mittelalterlichen Burgen, welche unterschiedlich gut erhalten sind: Alte Lützelburg (Vieux Lutzelbourg), 11. Jahrhundert, Grundmauern eines Rundturms und eines rechteckigen Gebäudes Altkeller, Ruine eines Wohnturms aus dem 12. Jahrhundert, darin eingesetzt romanische Fenster aus der Burg Girbaden und dem Kloster NiedermünsterBurg Altkeller. autour-du-mont-sainte-odile.fr; abgerufen am 13. Juli 2020. Birkenfels, 13. Jahrhundert, gut erhaltene RuineBurg Birkenfels. burginfo.de; abgerufen am 18. September 2015. Dreistein, 13. Jahrhundert, Ruine einer dreiteiligen AnlageBurg Dreistein. burginfo.de; abgerufen am 18. September 2015. Hagelschloss, 12. Jahrhundert, Ruine mit imposantem Mauerbogen über einer Felsspalte, wegen Einsturzgefahr gesperrtDas Hagelschloss. kastel.elsass.free.fr; abgerufen am 18. September 2015. Kagenfels, 13. Jahrhundert, Ruine, seit 1999 umfangreiche Ausgrabungen und SicherungsarbeitenBurg Kagenfels. kagenfels.org; abgerufen am 18. September 2015. Koepfel, vermutlich 11. Jahrhundert, geringe Reste burginfo.de; abgerufen am 18. September 2015. Lützelburg (Lutzelbourg), 13. Jahrhundert, gut erhaltene Ruine mit rundem Bergfried und Schildmauer, Innenbereich für Besucher gesperrtamchott.fr. Website der Amis des Châteaux d’Ottrott; abgerufen am 3. März 2024. Rathsamhausen, 12. Jahrhundert, eindrucksvolle romanische Burganlage mit Turmpalas (einsturzgefährdet) und rundem Bergfried, zusammen mit der benachbarten Lützelburg auch „Ottrotter Schlösser“ genannt, Innenbereich für Besucher gesperrtBurg Rathsamhausen. burgenwelt.org; abgerufen am 21. Oktober 2019. Windeck, 18. Jahrhundert, im Park (Privatbesitz) steht die Burg Altkeller Es ergibt sich eine Gruppe von insgesamt zehn Burgen in einem Gebiet von wenigen Quadratkilometern rund um den Odilienberg, was selbst für das so burgenreiche Elsass eine außergewöhnlich hohe Burgendichte ist.Ottrotter Burgen. autour-du-mont-sainte-odile.overblog.com; abgerufen am 22. September 2015. Katholische Kirche Saints Simon et Jude mit einer Silbermann-Orgel Kapelle St-Nicolas

Weinbau In einer Region, in der vorwiegend Weißweine erzeugt werden, stellt der Rotwein mit der Herkunftsbezeichnung Rouge d’Ottrott (Ottrotter Roter) eine Besonderheit dar. Er wird aus der Traubensorte Spätburgunder gekeltert und besitzt das AOC-Zertifikat.

Bevölkerungsentwicklung 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 20132026 1.183 1.074 1.115 1.303 1.501 1.513 1.622 1.5671.620

Gemeindepartnerschaften Ottrott unterhält Partnerschaften mit den Gemeinden Seebach in Baden-Württemberg (Deutschland) seit 1967/68 und Saussignac in Frankreich seit 1991.

Literatur Le Patrimoine des Communes du Bas-Rhin. Band 2. Flohic Editions, Charenton-le-Pont 1999, ISBN 2-84234-055-8, S. 1018–1024.

Weblinks

Gemeindeverwaltung Ottrott

Einzelnachweise

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