Die („sieben schmutzige Wörter“) sind sieben englischsprachige Wörter, die der US-amerikanische Komiker George Carlin 1972 erstmals in seinem Monolog Seven Words You Can Never Say on Television aufführte. Diese Wörter sind shit, piss, fuck, cunt, cocksucker, motherfucker und tits.James Sullivan: Seven Dirty Words: The Life and Crimes of George Carlin. S. 4 Bis 1972 galten diese Wörter als ungeeignet für Radio- und Fernsehsendungen in den Vereinigten Staaten und wurden somit vermieden oder, falls sie in seltenen Fällen verwendet wurden, zensiert. Carlins Liste basierte nicht auf einer offiziellen Statistik, sondern wurde von ihm selbst zusammengestellt.

Geschichte mini|hochkant|George Carlin in den 1970er Jahren

Der Komiker George Carlin war der Autor eines Monologes mit dem Titel (). Dieser wurde vom US-Radiosender WBAI am 30. Oktober 1973 ausgestrahlt. Eine Beschwerde bei der (FCC) führte 1978 zu einem Verbot durch den Obersten Gerichtshof. In den Vereinigten Staaten waren „schmutzige“ Wörter bis zu einem Gerichtsurteil eines New Yorker Berufungsgerichts von 2010, das das Verbot als verfassungswidrig einstufte, strengen Einschränkungen unterworfen.Let’s say fuck again!, Spiegel Online vom 14. Juli 2010.

Die Originalzusammenstellung der Wörter lautete (‚Scheiße‘), („Pisse“ beziehungsweise „pissen“), („ficken“), („Fotze“), („Schwanzlutscher“), (Arschloch, Scheißkerl, wörtlich „Mutterficker“) und („Titten“). Da alle diese Wörter (außer den beiden zusammengesetzten, die aber bzw. enthalten) genau vier Buchstaben enthalten, werden sie, zusammen mit weiteren vulgären Wörtern mit vier Buchstaben, auch („Vierbuchstabenwörter“) genannt.

Carlin machte sich in den Jahren nach dem Verbot von 1978 wiederholt über diese und ähnliche Entscheidungen lustig; so las er z. B. am Ende seines Live-Specials (1982) eine überarbeitete Version seiner vor, eine sehr lange Liste mit weiteren – im US-amerikanischen Sprachgebrauch anstößigen – Wörtern. Das verbotsaufhebende Urteil von 2010 erlebte Carlin nicht mehr; er starb 2008.

Spätere Verwendungen Musik Die Band Anthrax veröffentlichte auf der Zusammenstellung Attack of the Killer B’s von 1991 das Stück Startin’ up a Posse, dessen Refrain shit, fuck, Satan, death, sex, drugs, rape / these seven words you are trying to take lautet und die Zensur zum Thema hat.

Das Lied Family Reunion von blink-182 besteht beinahe ausschließlich aus diesen Wörtern und wurde deshalb in den Vereinigten Staaten ausschließlich live gespielt; nur einige europäische Veröffentlichungen enthalten dieses Lied.

Die Single-Auskopplung 7 Words aus dem Album Adrenaline hat maßgeblich zum weiteren großen Erfolg der amerikanischen Band Deftones beigetragen.

Weblinks

Wörtliches Transcript von , aufbereitet von der (Webarchiv) Zwei „“, acht „“ und ein paar Dutzend Nippel – der Regisseur und Drehbuchautor Mennan Yapo in Spiegel Online Deftones Lyrics: "7 Words"

Einzelnachweise

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