mini|Hamburg-Marathon 2008: Spitzengruppe etwa bei km 14,3 beim Verlassen des Wallringtunnels; im Hintergrund links der Hamburger Hauptbahnhof mini|Finishermedaille vom Haspa Marathon 2018 mini|2006: Erster Startblock, Karolinenstraße (Messehallen) Der Hamburg-Marathon (seit 12. Juli 2010 offiziell „Haspa Marathon Hamburg“) ist ein bedeutender deutscher Straßen- und Volkslauf, der jährlich, in der Regel am letzten oder vorletzten Aprilsonntag, in Hamburg stattfindet.

Strecke Der nach den Richtlinien von DLV und AIMS vermessene Rundkurs ist seit 1986 einige Male leicht verändert worden. Bis 2008 war das Ziel in der Karolinenstraße. Von 2008 bis 2012 waren Start und Ziel auf Reeperbahn bzw. Heiligengeistfeld verlegt worden.Conergy Marathon 2008: Verlegung von Start und Ziel – kein Dreifachstart mehr Seit 2013 befinden sich Start und Ziel in der Karolinenstraße. Der ehemals auf drei Blöcke in drei Straßen aufgeteilte Start ist 2008 zudem zu einem Korridor zwischen dem Ostende der Reeperbahn und dem Millerntordamm zusammengefasst worden. 2013 lag der Start für alle Starter direkt an der Ziellinie. Immer führte die Strecke über die Reeperbahn (2006 baustellenbedingt km 1–3 stattdessen über die Simon-von-Utrecht-Straße) nach Westen, entlang der Elbe über die Palmaille durch Altona zurück in die Innenstadt (Jungfernstieg, Lombardsbrücke) und umrundet die Alster in einem weiten Bogen über Barmbek, City Nord, Ohlsdorf, Groß Borstel, Eppendorf, Hoheluft-Ost, Harvestehude und Rotherbaum.Strecke des Hamburg Marathon 2008 als KML-Datei

Von 2003 bis 2012 führte die Strecke über die Rothenbaumchaussee statt über den Harvestehuder Weg.Hamburger Abendblatt: „Die Läufer gehen heute bewußter mit ihrem Körper um“, 1. Dezember 2004 Seit 2013 geht es über den Harvestehuder Weg, die Alte Rabenstraße und dann den Mittelweg zum Dammtor.

Geschichte mini|Hamburg-Marathon 2006: Ca. 17000 Kleiderbeutel warten auf ihre Besitzer Der erste Hamburg-Marathon fand 1986 mit ca. 8000 Läufern statt und löste den von 1977 bis 1987 in Hamburg-Neugraben ausgetragenen Süderelbe-Marathon ab. Der Veranstaltungstermin lag 1986 sowie 1989 bis 1993 im Mai, in allen anderen Jahren Mitte bis Ende April. Der Lauf hieß ursprünglich „hanse-Marathon“ oder „Hamburg-Marathon“ und trägt seit 1991 den Namen des jeweiligen Titelsponsors oder einer seiner Marken: „Shell-Hanse-Marathon“ (1991–1997), „Shell-Marathon“ (1998 und 1999), „Hansaplast-Marathon“ (2000–2002), „Olympus-Marathon“ (2003–2005) und „Conergy Marathon“ (2006–2008). Für 2009 war der Marathon zunächst ohne Titelsponsor ausgeschrieben und hieß „Marathon Hamburg“.„...unseren Veranstaltungsnamen richtig zu schreiben: Marathon Hamburg“. (Persönliche Mail von Race Director Wolfram Götz, 28. August 2008) Am 31. März 2009 wurde Möbel Kraft als neuer Titelsponsor vorgestellt.Veranstaltungs-Website Der Hamburg-Marathon war im Jahr 2005 mit über 16.000 Finishern, nach dem Berlin-Marathon, der zweitgrößte Marathon in Deutschland sowie der zehntgrößte der Welt. 56 Läufer erreichten bei allen Austragungen von 1986 bis 2008 stets das Ziel.

Der Hamburg-Marathon ist regelmäßig Austragungsort der Hamburger Marathon-Landesmeisterschaft und bis 2005 auch regelmäßig der Bremer Marathon-Meisterschaft. 1988, 1995, 1999 und 2011 trug der DLV die Deutschen Meisterschaften im Rahmen des Hamburg-Marathons aus. 2006 und 2007 (abgesagt: 2008Keine Deutsche Marathon-Meisterschaft der Blinden und Sehbehinderten mehr in Hamburg) trug der Deutsche Behindertensportverband seine Deutschen Marathon-Meisterschaften in Hamburg aus.

Wegen der COVID-19-Pandemie wurde der für den 19. April 2020 geplante 35. Hamburg-Marathon abgesagt. Am 17. Dezember 2020 musste der für den 25. April 2021 geplante Marathon vom Veranstalter, in Absprache mit den Hamburger Behörden, erneut abgesagt werden. Er wurde in verkleinerter Form am 12. September 2021 ausgetragen.

Organisation Veranstalter ab der ersten Austragung 1986 war der Hamburger Leichtathletik-Verband (HLV). Für einige Jahre (bis 1996) wurde mit dem hanse-Marathon Hamburg e. V. eigens ein Trägerverein für die Veranstaltung gegründet.Anmerkungen des ehemaligen 2. Vorsitzenden des Hamburger Leichtathletikverbandes Christian Hottas Anfang 2007 wurden die Lizenzrechte für die Jahre 2008 bis 2012 an die Act Agency GmbH verkauft,Hamburger Abendblatt: 750 000 Euro verschenkt, 15. Februar 2007 der Vertrag aber im Juli 2011 vorzeitig aufgelöst.Hamburg-Marathon: HLV zukünftig wieder selbst Veranstalter Hauptorganisator der Veranstaltung war von 1986 bis 1996 Wolfgang Kucklick. Renndirektor von 1997 bis einschließlich 2011 war Wolfram Götz.Hamburg-Marathon: Renndirektor Wolfram Götz wechselt zum Deutschen Kanu-Verband Seit 2012 wird die Veranstaltung von der Marathon Hamburg Veranstaltungs GmbH organisiert, einer hundertprozentigen Tochter des Hamburger Leichtathletik-Verbandes.

2009 und erneut für 2013 ist der Lauf von der IAAF als „Gold Label Road Race“ eingestuft worden.Marathon Hamburg mit IAAF Gold Label ausgezeichnetHaspa Marathon Hamburg wieder mit IAAF Gold Label Zwischen 1998 und 2005 gab es neben dem Marathon für Läufer und Rollstuhlfahrer zusätzlich einen Inlineskaterwettbewerb. Der Hamburg-Marathon gilt als einer der Marathons mit den meisten Zuschauern.Haspa Marathon Hamburg auf der Website der Hamburg Tourismus GmbH, abgerufen am 1. Mai 2016.

Statistik Streckenrekorde Männer: 2:03:46 h, Amos Kipruto (KEN), 2025 Frauen: 2:17:05 h, Brillian Kipkoech (KEN), 2026

Damit rangiert der Hamburg-Marathon, mit 4:20:51 h, auf der Liste der schnellsten Marathonveranstaltungen (ermittelt durch Addition der Streckenrekorde) auf Platz neun weltweit.

Siegerliste Quelle: u. a. Website des Veranstalters, (PDF) ARRSarrs.run: Hamburg Marathon Datum Männer Nation Zeit Frauen Nation Zeit Othmane El Goumri 2:04:24 Brillian Kipkoech 2:17:05 2:03:46 2:17:55 2:04:24 2:18:21 2:04:09 2:20:09 2:04:47 2:17:23 2:10:14 2:26:19 style="text-align:right" Der Apriltermin wurde zunächst auf den 13. September verlegt, dann endgültig abgesagt, s. Hamburg, Berlin, Düsseldorf: Straßenläufe finden nicht wie geplant im April statt. In: leichtathletik.de, 18. Dezember 2020. n/a 2:08:26 2:24:42 2:06:34 2:24:51 2:07:26 2:25:30 2:06:59 2:21:55 2:07:17 2:25:41 2:06:43 2:26:47 2:05:30 2:29:17 2:05:58 2:24:12Die erstplatzierte Kenianerin Nguriatukei Rael Kiyara (2:23:47 h) wurde wegen eines Dopingvergehens nachträglich disqualifiziert (Hamburg-Marathon: Netsanet Abeyo wird nachträglich zur Siegerin des Haspa Marathon Hamburg 2012 ernannt. 1. Oktober 2013) 2:11:03 2:28:30 2:09:22 2:28:38 2:11:47 2:29:01 2:07:23 2:24:14 2:07:32 2:29:14 2:06:52 2:24:35 2:07:38 2:27:06 2:09:39 2:28:57 2:07:27 2:25:53 2:10:17 2:26:21 2:07:45 2:26:12 2:11:05 2:31:37 2:10:05 2:24:35 2:10:57 2:25:21 2:10:37 2:29:27 2:16:22 2:40:02 2:09:57 2:27:23 2:12:58 2:29:59 2:10:57 2:34:36 2:13:52 2:36:32 2:10:43 2:35:48 2:11:49 2:33:46 2:13:21 2:40:28 2:14:55 2:30:23 2:13:46 2:31:49 2:12:12 2:35:17

Entwicklung der Finisherzahlen Quelle: Website des Veranstalters Jahr Gesamt davonFrauen202615.5234.414202511.6832.925202411.2332.763 2023 8.635 2.040 2022 6.619 1.524 2021 1.980 347 2020 n/aWegen der COVID-19-Pandemie abgesagt. 2019 10.101 2.327 2018 9.988 2.352 2017 11.944 2.788 2016 12.096 2.706 2015 14.754 3.359 2014 12.869 2.818 2013 11.446 2.441 2012 10.310 2.046 2011 11.242 2.271 2010 14.168 2.939 2009 13.942 2.810 2008 15.770 3.180 2007 16.486 3.209 2006 16.382 3.132 2005 17.502 3.286 2004 15.612 2.707 2003 15.594 2.697 2002 17.118 3.019 2001 14.833 2.281 2000 13.173 1.922 1999 12.440 1.891 1998 9.788 1.335 1997 8.707 1.151 1996 7.653 1.024 1995 9.598 1.227 1994 7.849 1.031 1993 6.949 774 1992 8.013 932 1991 7.402 813 1990 7.667 799 1989 8.407 773 1988 8.668 902 1987 6.440 520 1986 6.957 633

Siegerliste Halbmarathon Seit 2018 wird parallel zum Hauptrennen auch ein Halbmarathon ausgetragen,Äthiopier Deksisa siegt – Pflieger läuft zur EM (29. April 2018) Jahr Männer Nation Zeit Frauen Nation Zeit 1:08:11 1:19:39 1:07:51 1:16:57 1:07:29 1:17:40 1:09:47 1:16:03 1:08:29 1:17:15 1:14:25 1:16:47 n/a 1:05:57 1:22:47 1:06:56 1:15:13

Siegerliste Rollstuhlfahrer Jahr Männer Nation Zeit Frauen Nation Zeit 2026 3:36:45 keine Starterin 2019–2025 keine Starter 2018 0:53:57 keine Starterin 2017 1:56:53 keine Starterin 2016 2:02:28 keine Starterin 2015 3:56:41 keine Starterin 2014 kein Starter keine Starterin 2013 3:08:44 keine Starterin 2012 1:52:59 2:20:56 2011 1:49:20 2:04:57 2008 3:05:05 2:15:09 2007 1:37:09 1:55:48 2006 1:39:30 1:58:32 2005 1:31:57 1:55:24 2004 1:32:35 1:55:40 2003 1:39:27 2:09:50 2002 1:35:51 1:53:40 2001 1:32:08 1:58:48 2000 1:40:10 2:03:38 1999 1:27:35 1:52:26 1998 1:29:39 1:53:55 1997 1:28:10 2:05:21 1996 1:29:31 1:54:30 1995 1:30:52 1:56:53 1994 1:33:08 keine Starterin 1993 1:44:50 keine Starterin 1992 1:45:01 3:22:56 1991 1:42:42 2:13:22 1990 1:44:18 2:40:24 1989 1:50:07 2:20:04 1988 1:58:42 keine Starterin 1987 1:53:51 keine Starterin 1986 2:07:26 keine Starterin

Siegerliste Handbiker Jahr Männer Nation Zeit Frauen Nation Zeit 2026 1:59:20 01:51:27 2025 1:05:08 01:05:09 2024 1:17:59 0:59:09 2023 1:03:34 keine Starterin 2022 0:44:46 keine Starterin 2021 1:05:11 keine Starterin 2019 0:40:29 keine Starterin 2018 0:38:26 1:09:14 2017 1:06:24 1:39:00 2016 1:04:55 1:13:37 2015 1:06:11 1:14:47 2014 1:06:25 1:14:53 2013 1:06:00 1:27:12 2008 1:09:18 1:21:08 2007 1:13:23 1:18:42 2006 1:15:09 1:15:59 2005 1:14:48 1:23:06 2004 1:09:36 1:21:42

Inlineskatingwettbewerb Nachdem bereits 1997 der Berlin-Marathon ein Rennen für Speedskater anbot, gab es in Hamburg erstmals 1998 die „schnellen Roller“ im Programm. Bei der ersten Austragung gab es nur 351 Teilnehmer. Im folgenden Jahr starteten aufgrund der deutschen Meisterschaft im Marathon schon 1040 Skater. Aus dem auch international stark besetzten Feld konnten sich Tristan Loy und Christoph Zschätzsch absetzen, am Ende gewann Loy und Zschätzsch wurde deutscher Meister im Marathon. Bei den Frauen siegte Anne Titze überlegen.

Das Rennen hatte sich in der Szene etabliert und von nun an waren immer Spitzenläufer aus den USA, Frankreich sowie Dänemark und Belgien am Start. 2001 fuhr der Sieger mit den neuartigen Klapp-Skates, diese technische Neuheit konnte sich aber nicht durchsetzen. Auch zeigte sich der oberflächliche Umgang mit den Skatern: Normalerweise starteten die Frauen aus einem anderen Startblock als die Männer, einigen Spitzenläuferinnen wurde jedoch fälschlicherweise vom Veranstalter der Startblock der Männer zugewiesen. Trotz des zeitgleichen Starts profitierten diese Läuferinnen vom Windschatten der Männer. Als diese Frauen dann vor der eigentlichen Spitzengruppe der Damen ins Ziel kamen, wurden sie vom Veranstalter disqualifiziert.

Seinen Höhepunkt erreichte der Skatermarathon 2002. Neben der Rekordteilnehmerzahl von 2504 Skatern zählte das Rennen als Grand-Prix-Wertung für den Weltcup der Inlineskater, der weltweit ranghöchsten Rennserie. Weiterhin wurden in diesem Jahr die European Master Championships, die Europameisterschaften der Senioren ausgetragen. Der Streckenrekord fiel aufgrund des hohen Niveaus und der großen Leistungsdichte. So fuhren im Hauptfeld der Herren innerhalb 10 Sekunden 53 Läufer über die Zeitmatte.

2005 wurde das Rennen aus dem Terminplan des World-Inline-Cups (WIC) gestrichen und die ersten World Masters, also Weltmeisterschaften für Senioren, durchgeführt. Dies war auch der letzte Skatermarathon im Rahmen des Hamburg-Marathons. Als Grund gab Renndirektor Wolfram Götz die niedrige Teilnehmerzahl an: „Nachdem sich die Zahl der Skater auf rund 500 reduziert hat, haben wir sie jetzt aus dem Programm genommen. Es hat sich nicht mehr gerechnet.“Die Welt: Sonniger Geldregen für den Marathon, 8. September 2005 Der leichte Teilnehmerrückgang war zurückzuführen auf das Abflachen des Inlineskaterbooms, die hohe Startgebühr, sowie andere Veranstaltungen mit mehr Interesse für Speedskater.

Siegerliste