Die 16. Legislaturperiode der bremischen Bürgerschaft lief von 2003 bis 2007. Sie wurde eingeleitet durch die Wahl vom 25. Mai 2003.
mini|Sitzverteilung der Bürgerschaft des Landes Bremen 2005
Die 16. Legislaturperiode war die erste Legislaturperiode, in der nicht mehr 100, sondern nur noch 83 Abgeordnete gewählt wurden. Zugleich war sie die erste LegislaturperiodeMit Ausnahme der 3. Wahlperiode, als in Folge des KPD-Verbots und eines darauf aufbauenden Urteils des Bremer Staatsgerichtshofs die Abgeordneten der KPD ihre Mandate im Landtag ersatzlos verloren, während sie in der Stadtbürgerschaft verbleiben konnten. Die Richter hatten mit 4:3 Richterstimmen für Ersteres gestimmt, aber mit wiederum 4:3 Stimmen dafür votiert, die Stadtbürgerschaft unangetastet zu lassen., in welcher sich die stadtbremischen Mitglieder der Bürgerschaft (Landtag) nicht vollständig mit den Mitgliedern der Stadtbürgerschaft deckten. Nur 66 der 67 stadtbremischen Landtagsabgeordneten waren Mitglied der Stadtbürgerschaft, weil bei der Zusammensetzung der Stadtbürgerschaft auch die Stimmen der Bürger der Europäischen Union herangezogen werden. Diese haben zu einem höheren Anteil die Grünen gewählt. Da diese Stimmen bei der Wahl zur Bürgerschaft (Landtag) nicht berücksichtigt werden dürfen und die Zahl der Bürgerschaftsmitglieder nicht erhöht werden darf, war eine Abgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen nur in der Stadtbürgerschaft vertreten. Dafür daß ein Abgeordneter der SPD nur im Landtag und nicht zugleich auch in der Stadtbürgerschaft. Es waren die Inhaber des jeweils letzten Listenplatzes, der für den Einzug reichte. Da sowohl in der SPD- als auch in der Grünen-Fraktion im Lauf der Wahlperiode mehrere Abgeordnete ausschieden, wurde dieser „letzte“ wirksame Listenplatz jeweils an die Nachrücker weitergegeben.
Für die SPD waren nacheinander Mitglied des Landtags, aber nicht der Stadtbürgerschaft: Jens Görtz (8. Juni bis 24. Oktober 2003), Karin Garling (20. Oktober 2003Die Überschneidung von ein paar Tagen ergab sich aus der Ungleichzeitigkeit der einzelnen Eintritte. bis 10. November 2005), Gule Iletmis (10. November 2005 bis 14. November 2006) und Jan Holthuis (14. November 2006 bis 7. Juni 2007).
Für die SPD waren nacheinander Mitglied der Stadtbürgerschaft, aber nicht des Landtags: Tanja Prinz (8. Juni 2003 bis 15. Juli 2004), Elisabeth Wargalla (26. Juli 2004 bis 9. Januar 2007) und Ralf Dillmann (11. Januar bis 7. Juni 2006).Landeswahlleiter Bremen: Sondermitgliedschaft in der Stadtbürgerschaft, 12. Dezember 2016.
Die Wahlbeteiligung belief sich auf 61,3 %. Präsident der Bürgerschaft war, wie schon in der 15. Legislaturperiode, Christian Weber.
Wahlergebnis
Partei Stimmen Anteil Mandate Stimmen Anteil Mandate Stimmen Anteil Mandate Land Bremen Stadt Bremen Bremerhaven SPD 123.480 42,3 % 40 106.484 43,3 % 34 16.996 36,9 % 6 CDU 86.819 29,8 % 29 72.196 29,3 % 23 14.623 31,8 % 6 FDP 12.294 4,2 % 1 9.669 3,9 % 0 2.625 5,7 % 1 Grüne 37.350 12,8 % 12 33.264 13,5 % 10 4.086 8,9 % 2 DVU 6.642 2,3 % 1 3.376 1,4 % 0 3.266 7,1 % 1 Schill 4,4 % 0 0 0 PDS 1,7 % 0 0 0 Sonstige 2,4 % 0 0 0
Sitzverteilung der Bremischen Stadtbürgerschaft SPD 33 Sitze CDU 23 Sitze Grüne 11 Sitze
Abgeordnete Hinweise: Bei Mitgliedern des Senats ruht die Mitgliedschaft in der Bürgerschaft für diese Zeit. Es rücken Abgeordnete aus den jeweiligen Parteilisten nach, wenn ein anderer Abgeordneter z. B. Senator wird oder aus anderen Gründen ausscheidet. Nachrücker wiederum müssen ausscheiden, wenn ein Senator sein Amt aufgibt und wieder Bürgerschaftsmitglied wird.
Mitglied des Landtages Partei Bemerkung CDU ab 7. Juli 2003 für Eckhoff CDU CDU SPD CDU ab 7. Juli 2003 bis 15. Juli 2004 und wieder ab 1. Juni 2005 Jörg Kastendiek CDU ab 28. Juli 2005 für Jäger SPD CDU SPD bis 8. November 2005, danach Präsident des Senats SPD SPD bis 25. Januar 2005 (Verzicht) SPD SPD Grüne Grüne ab 11. Januar 2007 (nur Stadtbürgerschaft) SPD bis 30. Juni 2003 (Verzicht) CDU bis 4. Juli 2003 (danach Senator) und ab 22. Februar 2006 SPD SPD SPD bis 10. Oktober 2003 (Verzicht) CDU SPD ab 20. Oktober 2003 für Engelmann im Landtag und seit 10. November 2005 auch Stadtbürgerschaft für Böhrnsen CDU SPD zunächst nur Landtag, ab 24. Oktober 2003 zusätzlich Stadtbürgerschaft für Engelmann SPD Grüne SPD CDU bis 15. Januar 2006 (Verzicht) CDU Grüne SPD ab 14. November 2006 (nur Landtag) SPD SPD ab 10. November 2005 zunächst nur Landtag, ab 14. November 2006 auch Stadtbürgerschaft CDU CDU (bis 2005) SPD SPD CDU bis 25. Mai 2005, danach Senator SPD SPD ab 7. Februar 2005 für Breuer SPD CDU CDU Grüne bis 31. Dezember 2006 (Verzicht) SPD Grüne SPD Grüne SPD Grüne SPD SPD ab 10. November 2005 Grüne SPD Grüne CDU CDU bis 4. Juli 2003 (Verzicht) SPD CDU SPD CDU seit 16. Juli 2004, davor Senator CDU SPD CDU seit 7. Juli 2003 für Röwekamp CDU SPD bis 8. November 2005 (Verzicht) Grüne nur Stadtbürgerschaft, bis 15. Juli 2004 (Verzicht) SPD CDU SPD CDU CDU bis 4. Juli 2003, danach Senator CDU SPD SPD Grüne ab 22. Juli 2004 für Trüpel CDU ab 20. Januar 2006 für Hannken, bis 21. Februar 2006 Grüne CDU SPD (bis 2006) SPD SPD CDU CDU Grüne CDU CDU Bremerhaven, bis 3. August 2003, danach Bürgermeister und Stadtkämmerer DVU Grüne bis 19. Juli 2004 (Verzicht) SPD CDU ab 15. August 2003 für Teiser SPD Grüne ab 26. Juli 2004 für Prinz, zunächst nur Stadtbürgerschaft, ab 9. Januar 2007 auch Landtag SPD Präsident der Bürgerschaft FDP SPD CDU CDU SPD bis 5. Juli 2003, danach Senatorin SPD
Siehe auch Wahlergebnisse und Senate in Bremen Senat Scherf III Senat Böhrnsen I
Literatur, Quelle Veränderungen in der Besetzung der Bürgerschaft (Landtag) während der 16. Wahlperiode. In: Handbuch der Bürgerschaft. Bremische Bürgerschaft. Karl Marten Barfuß (Hrsg.): Geschichte der Freien Hansestadt Bremen von 1945 bis 2005. Band 4: Horst Lange: Statistik. Edition Temmen, Bremen 2009, ISBN 978-3-86108-594-2.
Weblinks
Vorläufiges Ergebnis der Wahl zur Bremischen Bürgerschaft (Landtag) am 25. Mai 2003. (PDF; 1,9 MB) Statistisches Landesamt Bremen Trends und Entwicklungslinien der Wahlen vom 25. Mai 2003. (PDF) Statistisches Landesamt Bremen
Einzelnachweise
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