mini|Autogramm von Klaus Allofs aus der Saison 1978/79 Klaus Allofs (* 5. Dezember 1956 in Düsseldorf) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler und heutiger -funktionär.

Sein Bruder Thomas ist ebenfalls ein ehemaliger Profi-Fußballer.

Spielerlaufbahn Verein Allofs begann das Fußballspielen zusammen mit seinem Bruder Thomas bei der TuS Gerresheim in Düsseldorf.

Fortuna Düsseldorf Seine Profikarriere begann bei Fortuna Düsseldorf. Zur Saison 1975/76 stieß Allofs zum Profikader der Düsseldorfer und kam in seinem ersten Jahr auf zwölf Einsätze, blieb aber ohne Torerfolg in der Liga. Sein Debüt gab er dabei am 7. Spieltag, dem 13. September 1975, gegen Eintracht Braunschweig, als ihn Trainer Josef Piontek in der 79. Minute für Egon Köhnen einwechselte.Spielstatistik Eintracht Braunschweig – Fortuna Düsseldorf 3:1 (1:1) vom 13. September 1975 auf fussballdaten.de. In jener Spielzeit kam er auf elf weitere Partien, musste aber bis zum 34. Spieltag warten, ehe er in der Startelf aufgestellt wurde und 90 Minuten auf dem Platz stand.Spielstatistik Hamburger SV – Fortuna Düsseldorf 3:1 (1:1) vom 12. Juni 1976 auf fussballdaten.de. Am 13. Dezember 1975 kam Allofs zu seinem ersten Pflichtspieltreffer für die Fortunen: Im Hinspiel des DFB-Pokals gegen den VfL Bochum erzielte er den zwischenzeitlichen 3:2-Führungstreffer.Spielstatistik Fortuna Düsseldorf – VfL Bochum 4:4 n. V. vom 13. Dezember 1975 auf fussballdaten.de. Nachdem er in seinem ersten Profijahr im Schatten von Spielern wie Dieter Brei, Wolfgang Seel und Gerd Zewe gestanden hatte,Fortuna Düsseldorf: Der Kader 1975/1976 auf fussballdaten.de. entwickelte er sich im Folgejahr zum Stammspieler und war neben Dieter Brei und Josef Hickersberger im Mittelfeld der Düsseldorfer gesetzt.Fortuna Düsseldorf: Der Kader 1976/1977 auf fussballdaten.de. Gegen den MSV Duisburg erzielte Allofs dann am 23. Oktober 1976 auch seinen ersten Bundesligatreffer, als er Torhüter Gerhard Heinze zum 2:0-Endstand überwand.Spielstatistik Fortuna Düsseldorf – MSV Duisburg 2:0 (0:0) vom 23. Oktober 1976 auf fussballdaten.de. Nachdem Allofs auch 1977/78 noch mehr im Mittelfeld eingesetzt worden war, stellte ihn der neue Trainer Hans-Dieter Tippenhauer im Sturm auf. Allofs erzielte in der Saison 1978/79 22 Treffer und bestätigte damit das Vertrauen des Trainers.Klaus Allofs: Die Spiele der Bundesliga 1978/1979 für Fortuna Düsseldorf auf fussballdaten.de. Beim 7:1-Sieg der Düsseldorfer gegen Bayern München am 9. Dezember 1978 gab er zwei Torvorlagen und erzielte zwei Tore selbst.Spielstatistik Fortuna Düsseldorf – FC Bayern München 7:1 (2:1) vom 9. Dezember 1978 auf fussballdaten.de. Nach dem 0:7 der Bayern aus der Saison 1976/77 gegen den FC Schalke 04 war es die zweithöchste Niederlage in der Bundesligageschichte der Münchner.

In der Saison 1978/79 gewann Allofs seinen ersten nationalen Titel: Über die Stuttgarter Kickers, den VfR Heilbronn, Alemannia Aachen, den MSV Duisburg, Bayer Leverkusen und den 1. FC Nürnberg zogen die Düsseldorfer ins Finale um den DFB-Pokal ein. Dort stand die Mannschaft dem Team von Hertha BSC gegenüber. Nachdem das Spiel nach der regulären Spielzeit torlos geblieben war, entschied Wolfgang Seel mit seinem Tor in der 116. Minute das Spiel zu Gunsten der Fortunen. Allofs stand dabei über die gesamten 120 Minuten auf dem Platz.Spielstatistik Fortuna Düsseldorf – Hertha BSC 1:0 n. V. vom 23. Juni 1979 auf fussballdaten.de. Bereits im Vorjahr war Allofs mit seiner Mannschaft ins Finale eingezogen, musste sich aber mit 0:2 dem 1. FC Köln geschlagen geben.Spielstatistik 1. FC Köln – Fortuna Düsseldorf 2:0 (0:0) vom 15. April 1978 auf fussballdaten.de. Da die Kölner im selben Jahr deutscher Meister wurden, war Fortuna Düsseldorf berechtigt, im Europapokal der Pokalsieger der Saison 1978/79 zu starten. Bei diesem sorgten sie für Aufmerksamkeit. Bereits beim ersten internationalen Auftritt Allofs’ gegen den FC Universitatea Craiova am 13. September 1978 erzielte er ein Tor beim 4:3-Erfolg.Spielstatistik FC Universitatea Craiova – Fortuna Düsseldorf 3:4 (1:2) vom 13. September 1978 auf fussballdaten.de. Im Halbfinalhinspiel gegen Banik Ostrau traf er doppelt und leitete damit den Finaleinzug ein.Spielstatistik Fortuna Düsseldorf – Banik Ostrava 3:1 (0:1) vom 11. April 1979 auf fussballdaten.de. Im Endspiel wartete der FC Barcelona mit Spielern wie Hans Krankl, Juan Manuel Asensi und Johan Neeskens. Nach Verlängerung entschieden die Spanier die Partie 4:3 für sich. In der 7. Minute konnte sein Bruder Thomas dabei zum 1:1 ausgleichen.Spielstatistik FC Barcelona – Fortuna Düsseldorf 4:3 n. V. vom 16. Mai 1979 auf fussballdaten.de. 1979/80 konnte Fortuna den Pokal verteidigen. In fünf Spielen bis zum Endspiel steuerte Allofs neun Tore bei und war demnach maßgeblich am erneuten Erfolg beteiligt. Im Finale allerdings blieb er ohne Tor.Klaus Allofs: Die Spiele des DFB-Pokals 1979/1980 für Fortuna Düsseldorf auf fussballdaten.de.

Siehe auch: Europapokal der Pokalsieger 1978/79

1. FC Köln 1981 wechselte Allofs für die damalige Rekordsumme von 2,25 Millionen DM zum 1. FC Köln. Anfangs hatte er dort noch Schwierigkeiten, wurde aber schnell zum Stammspieler und Leistungsträger. Bis 1985 steigerte er seine Torausbeute jährlich und wurde in diesem Jahr mit 26 Treffern zum zweiten Mal nach 1979 Torschützenkönig. Er lag dabei mit einem Treffer vor Rudi Völler. Dabei erzielte er am 6. Spieltag beim 6:1-Heimerfolg gegen Borussia Dortmund vier Treffer.Spielstatistik 1. FC Köln – Borussia Dortmund 6:1 (2:1) vom 29. September 1984 auf fussballdaten.de. Zur Folgespielzeit war Allofs nicht mehr so effektiv und erzielte in 24 Spielen nur sieben Treffer, fand aber zur Saison 1986/87 zu alter Stärke zurück und war mit 14 Toren wieder Kölns bester Torschütze.1. FC Köln: Der Kader 1986/1987 auf fussballdaten.de.

Der einzige Titel in der Kölner Zeit war der Gewinn des DFB-Pokals 1983 durch ein 1:0 über den Lokalrivalen Fortuna Köln. Es war Allofs’ einziges Pokalspiel der Saison. In der 90. Minute wurde er gegen Frank Hartmann ausgetauscht.Spielstatistik 1. FC Köln – Fortuna Köln 1:0 (0:0) vom 11. Juni 1983 auf fussballdaten.de. Daneben zog er mit dem FC ins Finale um den UEFA-Pokal ein. Im internationalen Wettbewerb von 1985/86 wurde über Sporting Gijón, Bohemians Prag, Hammarby IF, Sporting Lissabon und den SV Zulte Waregem der Weg ins Finale geebnet. Allofs schoss dabei neun Tore, allein fünf in den beiden Halbfinalbegegnungen gegen Zulte-Waregem.Die Spiele des UEFA-Cups 1985/1986 für 1. FC Köln auf fussballdaten.de In der ersten Begegnung des Finales mit Real Madrid erzielte er den 1:0-Führungstreffer, konnte damit aber den 5:1-Sieg von Real nicht verhindern.Spielstatistik Real Madrid – 1. FC Köln 5:1 (2:1) vom 30. April 1986 auf fussballdaten.de. Zwar gewann Allofs mit dem FC das Rückspiel mit 2:0, scheiterte aber zum zweiten Mal im Finale eines europäischen Pokalwettbewerbs an einem Team aus Spanien.

Siehe auch: UEFA-Pokal 1985/86

Frankreich Im Sommer 1987 wechselte Allofs nach Frankreich zu Olympique Marseille, wo er auf Karlheinz Förster traf, der dort bereits seit 1986 spielte. Nachdem er in seinem ersten Jahr noch Stammspieler gewesen war und 13 Treffer erzielt hatte, kam er in der darauffolgenden Saison zu weniger Einsätzen. Marseille wurde in dieser Spielzeit Französischer Meister, wobei das Team um einen Sieg besser als Vizemeister Paris Saint-Germain war. Außerdem konnte mit dem nationalen Pokal das Double perfekt gemacht werden. Dabei erzielte er im Endspiel der Coupe de France 1988/89 beim 4:3-Erfolg gegen die AS Monaco den Treffer zur zwischenzeitlichen 4:1-Führung.

Innerhalb der Division 1 wechselte Allofs 1989 nach dem Gewinn des Doubles zu Girondins Bordeaux. Dort hatte er seine persönlich erfolgreichste Zeit in Frankreich. Mit 14 Treffern verhalf er dem Team zum zweiten Platz hinter Marseille. Während der drei Jahre in Frankreich spielte er nur in der Saison 1987/88 im Europapokal.

Werder Bremen 1990 kehrte der inzwischen 33-Jährige kurz nach dem Saisonbeginn in der Ligue 1 wieder in die Bundesliga zurück. Sein ehemaliger Trainer aus Düsseldorfer Zeiten, Otto Rehhagel, holte ihn zum SV Werder Bremen und gewann gemeinsam mit ihm drei Titel. Schon im ersten Jahr bei Werder erzielte er zusammen mit seinem Sturmpartner Wynton Rufer 25 der 46 Bremer Saisontore.SV Werder Bremen: Der Kader 1990/1991 auf fussballdaten.de. Dies reichte für den dritten Platz in der Liga. Noch besser verlief es in jenem Jahr im DFB-Pokal: Die Bremer zogen ins Finale ein, in dem Allofs auf seinen alten Arbeitgeber, den 1. FC Köln, traf. Da es nach 90 Minuten und Verlängerung 1:1 stand, entschied das Elfmeterschießen. Nachdem der Kölner Andrzej Rudy verschossen hatte, war Allofs erster Schütze des SV Werder. Der Kölner Torwart Bodo Illgner wehrte seinen Schuss ab.Spielstatistik SV Werder Bremen – 1. FC Köln 4:3 n. E. vom 22. Juli 1991 auf fussballdaten.de. Am Ende setzte sich Werder dennoch mit 5:4 durch und war für den Pokal der Pokalsieger im Folgejahr qualifiziert. Die Bremer kamen auch hier ins Finale, in dem man auf die AS Monaco traf. Allofs brachte sein Team mit 1:0 in Führung, ehe Rufer nach Vorarbeit von Allofs das Tor zum 2:0-Endstand markierte.Spielstatistik SV Werder Bremen – AS Monaco 2:0 (1:0) vom 6. Mai 1992 auf fussballdaten.de. So gewann Allofs doch noch einen internationalen Titel auf Vereinsebene.

In der Spielzeit 1992/93 wurde Allofs durch jüngere Konkurrenten wie Frank Neubarth, Marco Bode, Stefan Kohn und Bernd Hobsch verdrängt und sah sich vermehrt in der Rolle des Zuschauers. Trotzdem durfte er sich über den Gewinn seiner ersten deutschen Meisterschaft freuen, konnte für diese aber keinen eigenen Treffer beisteuern.SV Werder Bremen: Der Kader 1992/1993 auf fussballdaten.de. Nach jener Saison beendete Allofs seine Karriere im aktiven Fußballgeschäft.

Nationalmannschaft In der deutschen A-Nationalmannschaft absolvierte er zwischen 1978 und 1988 56 Spiele, erzielte dabei 17 Tore und führte das Team siebenmal als Kapitän an.

Sein Debüt in der Nationalmannschaft gab er am 11. Oktober 1978 in Prag beim 4:3-Sieg über die Tschechoslowakische Fußballnationalmannschaft, als er für Ronald Worm eingewechselt wurde.Spielstatistik Tschechoslowakei – Deutschland 3:4 (1:4) vom 11. Oktober 1978 auf fussballdaten.de. Zu seinem ersten Tor kam er am 12. September 1979 im Spiel gegen Argentinien, als er zum 1:0 traf und damit den 2:1-Sieg einleitete.Spielstatistik Deutschland – Argentinien 2:1 (0:0) vom 12. September 1979 auf fussballdaten.de.

Seinen größten Erfolg errang Allofs 1980, als er mit der deutschen Nationalmannschaft die Europameisterschaft gewann und bei diesem Turnier Torschützenkönig wurde. Dabei absolvierte er für die DFB-Auswahl drei der vier möglichen Spiele und war neben Horst Hrubesch und Karl-Heinz Rummenigge im Sturm gesetzt. Alle seine drei Turniertreffer erzielte er im Spiel gegen die Niederlande, in dem er die Deutschen mit 3:0 in Führung brachte. Johnny Rep und Willy van de Kerkhof verkürzten noch auf 3:2, konnten das Spiel aber nicht mehr wenden.Spielstatistik Deutschland – Niederlande 3:2 (1:0) vom 14. Juni 1980 auf fussballdaten.de. Für seine Leistungen im Turnier zeichnete ihn Bundespräsident Karl Carstens mit dem Silbernen Lorbeerblatt aus.Bundesarchiv: Sportpreise (Silberlorbeer): Verleihung des Silbernen Lorbeerblattes an die deutsche Fußballnationalmannschaft (Europameisterschaft 1980) Signatur B.Arch B122/29165.