Kirjat Schmona (, Plene , durch Transliteration aus dem Hebräischen auch in abweichenden Schreibweisen wie , Kiryat Schmonah oder amtlich Qiryat Shmona; ) ist eine Stadt im Nordbezirk Israels am nordwestlichen Rand der Chulaebene.

Name Der Ort wurde zunächst nach Joseph Trumpeldor Qirjat Joseph (Stadt/Viertel Josefs) genannt, doch der Regierungsausschuss für Ortsnamen () drängte darauf, ihn und seine Mitstreiter zu ehren.Jehuda Siw (), (2. März 2015), auf: ʿOneg Schabbat; abgerufen am 30. April 2025. Der neue Name „Stadt der Acht“ wurde 1951 angenommen, um an Trumpeldor und sieben seiner Kameraden zu erinnern, die am 29. Februar 1920 im nahen Tel Chai von Arabern getötet wurden.

Geschichte Die Stadt wurde 1949 als jüdisches Flüchtlingslager ( für Neueinwanderer) und ab 1953 als eine Entwicklungsstadt auf den Ruinen des palästinensischen Dorfes al-Chalsa () gegründet. Ein Jahr vorher war es im Krieg um Israels Unabhängigkeit zerstört worden. Die Bewohner waren nach der Eroberung von Safed geflohen.

Die ersten Bewohner waren am 18. Juli 1949 jemenitische Einwanderer. 1955 wurden die ersten Kommunalwahlen in Kirjat Shmona abgehalten. Eine ständige Bedrohung war der Beschuss aus Syrien, der 1967 nach der Eroberung der Golanhöhen im Sechstagekrieg ein Ende fand.

1975 erhielt Kirjat Shmona den Status einer Stadtverwaltung.

Bekannt wurde Kirjat Schmona vor allem aufgrund seiner Lage an der libanesischen Grenze, die die Stadt zum häufigen Ziel von Angriffen werden ließ. Ein besonders blutiger Anschlag ereignete sich am 11. April 1974 (Kirjat-Schmona-Anschlag), als drei Mitglieder der palästinensischen PFLP in der Stadt ein Blutbad in einem Mietshaus anrichteten und dabei 18 Menschen töteten, darunter acht Kinder, bevor sie selber bei einem Feuergefecht ums Leben kamen.Joseph Croitoru: Der Märtyrer als Waffe. Die historischen Wurzeln des Selbstmordattentats. München/Wien 2003, S. 12 ff.. In: The American Spectator, 15. November 2004 (englisch)

Schwere Kämpfe erlebte die Stadt zudem 1981, als sie in Auseinandersetzungen zwischen der israelischen Armee und der PLO mit Artillerie beschossen wurde. Auch während der Besatzungszeit des Südlibanon (von 1982 bis zum endgültigen israelischen Rückzug im Jahr 2000) kam Kirjat Schmona nicht zur Ruhe. Unter der israelischen Besatzung hatte sich im Libanon die Hisbollah mit dem Ziel gegründet, die Israelis aus dem Land zu vertreiben. Sie griff die Stadt immer wieder mit Katjuscha-Raketen an.

Während des Libanonkonfliktes im Jahr 2006 wurde Kirjat Schmona verstärkt von rund 1000 Raketen der Hisbollah getroffen. Beim zweiten Beschuss aus dem Libanon mit Katjuscha-Raketen auf Nordisrael seit Beginn der Gaza-Offensive am 14. Januar 2009 schlugen drei Raketen in der Nähe der Stadt ein.

hatte Kirjat Schmona Einwohner.

Als sich am 7. Oktober 2023 der Terrorangriff der Hamas auf Israel ereignete, begannen auch die Hisbollah und mit ihr verbündete Terrorgruppen aus Solidarität mit der Hamas einen Tag später Angriffe vom Südlibanon aus auf Nordisrael. Die nur rund zwei Kilometer von der libanesischen Grenze entfernt gelegene Stadt Kirjat Schmona geriet dabei unter BeschussHamas claims credit for barrage on Kiryat Shmona; 2 injured, was am 20. Oktober 2023 zu einem Evakuierungsaufruf des israelischen Militärs führte,Army orders evacuation of Kiryat Shmona as terror groups keep up attacks from Lebanon dem laut Bürgermeister Avichai Stern mehr als 90 Prozent der Einwohner nachkamen.Kiryat Shmona mayor: ‘I’ll block city entrance if residents told to return before Hezbollah removed from border’ Erst am Vortag hatte sich der schwerste Angriff auf die Stadt seit dem Libanonkrieg 2006 ereignet, bei dem drei Einwohner verletzt worden waren.Army orders evacuation of Kiryat Shmona as terror groups keep up attacks from Lebanon Am 9. Oktober 2024 wurden in Kirjat Schmona zwei Zivilisten durch Raketenbeschuss getötet.Man, woman in their 40s killed by rocket impact in Kiryat Shmona Trotz eines Waffenstillstandes ab 27. November 2024 kehrten bis Februar 2025 nur rund 20 Prozent der Einwohner nach Kirjat Schmona zurückIn Kiryat Shmona, a city with no residents holds elections with no voters. Bis Dezember 2025 erhöhte sich diese Zahl auf rund 60 Prozent.Kiryat Shmona residents protest government’s ‘abandonment’ of northern border city

Während des Irankrieges kam es ab 2. März 2026 zu einem Wiederaufflammen der Kämpfe zwischen der Hisbollah und Israel. Kirjat Schmona geriet dabei erneut unter Beschuss aus dem Libanon.4 wounded by Hezbollah rocket fire on Kiryat Shmona arrive at Safed, Haifa hospitals1 moderately-to-seriously wounded in Hezbollah rocket attack on Kiryat Shmona

Einwohner Das israelische Zentralbüro für Statistik gibt bei den Volkszählungen vom 22. Mai 1961, 19. Mai 1972, 4. Juni 1983, 4. November 1995 und vom 28. Dezember 2008 für Kirjat Shmona folgende Einwohnerzahlen an:Zentralbüro für Statistik {| class="wikitable" |- | Jahr der Volkszählung ||1961 || 1972 || 1983 || 1995 || 2008 |- | Anzahl der Einwohner || 11.796 || 15.098 || 15.210 || 19.280 || 22.186

Verkehr Die Bahnstrecke, die zwischen den Bahnhöfen Kirjat Motzkin und Akko von der Eisenbahnmagistrale des Landes, der Bahnstrecke Naharija–Be’er Sheva, abzweigt und derzeit in Karmi’el endet soll nach Kirjat Schmona verlängert werden.Presseerklärung des Ministeriums für Verkehr und Straßensicherheit vom 10. November 2020, wiedergegeben in HaRakevet 134 (Dezember 2020): Extension From Carmiel to Kiryat Shemona, S. 5.

Sport Der lokale Fußballverein Hapoel Ironi Kirjat Schmona wurde zwölf Jahre nach seiner Gründung in der Saison 2011/12 israelischer Fußballmeister.

Städtepartnerschaften Kirjat Schmona unterhält folgende Städtepartnerschaften: StadtLandseitHampstead1978Memmingen 15px1985 / 3. April 2009Nancy 15px1983Rishon LeZion 15px2006Užice 15px1991

Söhne und Töchter mini|Kirjat Schmona mit dem Berg Hermon im Hintergrund, Winter 2006 Raz Degan (* 1968), israelischer Filmschauspieler Yifat Sasha-Biton (* 1973), israelische Lehrerin und Politikerin Dudi Sela (* 1985), israelischer Tennisspieler Yair Mordechai (* 2003), israelischer Fußballspieler

Bürgermeister Nisim Malcha (bis 2019) Avihay Shtern (seit 2019)

Weblinks

Quellen

Kategorie:Chulaebene Kategorie:Gemeindegründung 1949