Eierlegende Wollmilchsau (auch eierlegendes Woll(milch)schwein) ist eine umgangssprachliche Redewendung, mit der etwas (eine Sache, Person oder Problemlösung) umschrieben wird, das scheinbar „nur Vorteile hat, alle Bedürfnisse befriedigt, allen Ansprüchen genügt“,Dudenredaktion (Hrsg.): Duden – Redewendungen. Wörterbuch der deutschen Idiomatik. 3. überarb. und aktualisierte Auflage. Dudenverlag, Mannheim [u. a.] 2008, S. 882. eben deshalb aber irreal ist. Die Redensart veranschaulicht diese Idealvorstellung anhand eines imaginären Nutztieres, das als Hybridwesen die Vorzüge verschiedener Tierarten, nämlich von Huhn (Eier legen), Schaf (Wolle liefern), Kuh (Milch geben) und Schwein (Fleisch) in sich vereint.
Geschichte Die Züchterphantasie von einem „eierlegenden Wollschwein“, einem „Schwein, / das Merinowolle trägt / und dazu noch Eier legt“, ist erstmals 1959 in einem humoristischen Gedicht belegt.Abgedruckt in: Ludwig Renn zum 70. Geburtstag. Aufbau-Verlag, Berlin 1959, S. 135 („Der Kampf um das eierlegende Wollschwein“). In der Form (eierlegendes) WollschweinHeinz Küpper: Illustriertes Lexikon der deutschen Umgangssprache in 8 Bänden, Band 8. Klett, Stuttgart 1984, S. 3117. oder Wollmilchschwein tritt die Fügung seit Ende der 1960er-Jahre als Redensart auf.
Rezeption Der Shmoo aus dem Comic Li’l Abner ist eine Form der eierlegenden Wollmilchsau. Im Film Lucky Number Slevin wird auf den Shmoo Bezug genommen.
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Kategorie:Redewendung Kategorie:Fiktives Tier Kategorie:Geflügeltes Wort