mini|Hauptcampus Schneidershof von Nordosten mini|Haupteingang Hauptcampus
Die Hochschule Trier (offizieller Name Hochschule Trier – Trier University of Applied Sciences) ist mit ca. 6000 Studenten, rund 170 Professoren und rund 700 wissenschaftlich und nicht-wissenschaftlichen Mitarbeitern eine der größten Fachhochschulen in Rheinland-Pfalz. Sie verteilt sich auf mehrere Standorte in Trier (Hauptcampus Schneidershof, Campus Gestaltung am Irminenfreihof und Paulusplatz), Birkenfeld (Umwelt-Campus Birkenfeld) und Idar-Oberstein (Edelstein und Schmuck). Sie ist Mitglied in der European University Association (EUA) und in der Wissenschaftsallianz Trier.
Eine Hochschule, drei Campus
Hauptcampus Schneidershof Der größte Campus der Hochschule Trier, der Hauptcampus Schneidershof, liegt wenige Gehminuten von der Trierer Innenstadt entfernt. Der Hauptcampus liegt außerdem direkt am Moselsteig-Wanderweg.
Die Fachbereiche Bauen + Leben, Informatik, Technik und Wirtschaft sowie Gestaltung mit der Fachrichtung Architektur sind am Hauptcampus angesiedelt und bieten 24 Bachelor-, 14 Master- und 9 duale Studiengänge an.
Das Studierendenwerk Trier unterhält fünf Wohnanlagen mit insgesamt 1.617 Zimmern. Die Wohnanlage Martinskloster liegt in der Nähe der Hochschule Trier und ist fußläufig erreichbar. Ein Sportplatz in der Mitte des Campusgeländes sowie eine Mensa stehen den Studierenden und Mitarbeitern zur Verfügung. Direkt neben dem Campus befindet sich das Naherholungsgebiet Weißhauswald mit der Villa Weißhaus, einem Hochseilgarten und einem Wildgehege.
Umwelt-Campus Birkenfeld Der Umwelt-Campus Birkenfeld (UCB) liegt etwa fünf Kilometer südlich der Stadt Birkenfeld im oberen Nahetal, im Ortsteil Neubrücke der Gemeinde Hoppstädten-Weiersbach. Der Campus befindet sich außerdem nur wenige Kilometer vom Nationalpark Hunsrück-Hochwald entfernt. Mit seinem Null-Emissions-Konzept wurde der Campus zum „Deutschlands nachhaltigster Hochschulstandort“ ausgezeichnet und belegt im weltweiten Vergleich von 1.050 Hochschulen aus 85 Ländern, die am renommierten UI GreenMetric-Ranking teilnehmen, einen sechsten Platz.
Der Campus verfügt neben einem ökologischen Baukonzept über eine CO2-neutrale Energie- und Wärmeversorgung sowie eine moderne Gebäude- und Anlagentechnik. Er wurde 1996 gegründet und ist ein ehemaliges Reservelazarett der amerikanischen Streitkräfte.
Am Umwelt-Campus befassen sich alle Studiengänge mit dem Thema Umwelt, und zwar aus technischer, wirtschaftlicher, rechtlicher oder sozialer Sicht. In zwei Fachbereichen, Umweltplanung/Umwelttechnik und Umweltwirtschaft/Umweltrecht, werden 16 Bachelor- und 14 Masterstudiengänge sowie 8 duale Studiengänge angeboten.
Über 600 Wohnheimplätze direkt auf dem Gelände des Umwelt-Campus Birkenfeld stehen den Studierenden zur Verfügung, ebenso wie verschiedene Sportplätze und eine Mensa.
Campus Gestaltung Der Campus Gestaltung umfasst zwei Standorte: Die im Herzen Triers liegenden Gebäude Irminenfreihof und Paulusplatz, in denen die Fachrichtungen Architektur, Intermedia Design, Innenarchitektur, Modedesign und Kommunikationsdesign studiert werden sowie den Standort der Fachrichtung Edelstein und Schmuck in der bekannten Edelsteinstadt Idar-Oberstein.
In der Trierer Innenstadt ist der Campus Gestaltung in zwei alten Gebäuden untergebracht: dem Gebäude des ehemaligen Dominikanerklosters St. Katharina am Irminenfreihof, das im 18. Jahrhundert erbaut wurde, und dem Gebäude der ehemaligen Handwerker- und Kunstgewerbeschule am Paulusplatz, das 1912 fertiggestellt wurde.
Der Campus Gestaltung bietet insgesamt 6 Bachelor- und 6 Masterstudiengänge an – einen Bachelor- und einen Masterstudiengang pro Fachrichtung.
Lehr- und Forschungsprofil Laut der Drittmittelstatistik der Hochschule Trier haben Professoren und Mitarbeiter der Hochschule Trier im Jahr 2022 rund 16,7 Millionen Euro an Drittmitteln eingeworben. Damit ist die Hochschule Trier die drittmittelstärkste Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Rheinland-Pfalz.
Rund 170 Professorinnen und Professoren forschen und lehren an der Hochschule Trier in drei Forschungsschwerpunkten: Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Gesundheit.
Promotion Die Hochschule Trier zählte im Jahr 2022 rund 80 Doktoranden.
Eine Promotion ist im Rahmen einer Kooperation mit einer Universität oder einer anderen promotionsberechtigten Institution im In- und Ausland in allen sieben Fachbereichen möglich. Die Promovierenden sind entweder in vom Land Rheinland-Pfalz geförderten Forschungskollegs eingebunden oder promovieren kooperativ über Drittmittelprojekte, als wissenschaftliche Mitarbeiter der Hochschule Trier, mithilfe von Stipendien oder als externe Promovierende.
Profilthemen
Nachhaltigkeit Den Forschungsschwerpunkt Angewandtes Stoffstrommanagement bildet im Wesentlichen das Institut für Angewandtes Stoffstrommanagement (IfaS). Im deutschlandweiten Vergleich gehört das IfaS zu den drittmittelstärksten In-Instituten an Fachhochschulen. Es ist am Umwelt-Campus in Birkenfeld angesiedelt, wo sich derzeit über 50 Mitarbeiter des Instituts mit dem intelligenten und ressourceneffizienten Management von Stoff- und Energieströmen beschäftigen.
Digitalisierung Die im Schwerpunkt Intelligente Technologien für Nachhaltige Entwicklung tätigen Forschenden entwickeln – oftmals in interdisziplinären Verbünden – ressourceneffiziente Technologien und Verfahren für die Gesellschaft und die Industrie der Zukunft. Der Schwerpunkt ist in vier Arbeitsfelder gegliedert:
Informationssysteme für eine nachhaltige Entwicklung (ISNE) energieeffiziente Systeme (EES) umweltgerechte Produktionsverfahren (UVP) und Konzepte für die Mobilität der Zukunft (MOZ).
Zurzeit beschäftigen sich in diesem Schwerpunkt 15 Professoren am Hauptcampus und am Umwelt-Campus Birkenfeld mit der Erforschung und der Entwicklung von intelligenten Technologien in diesen vier Arbeitsfeldern.
Gesundheit Den dritten Forschungsschwerpunkt Life Sciences repräsentieren Forschende, die an innovativen Lösungen für
die Medizintechnik die Pharmatechnologie und die Biotechnologie
arbeiten. Ihre Arbeit kennzeichnet meist ein hoher Grad an Interdisziplinarität. Durch die stete Integration modernster Technologien entstehen in diesem Schwerpunkt neue interdisziplinäre Forschungs- und Entwicklungsfelder.
Fachbereiche Die Hochschule Trier ist organisatorisch in sieben Fachbereiche unterteilt. Die Fachbereiche Bauen + Leben, Informatik, Technik und Wirtschaft befinden sich am Hauptcampus in Trier. Zwei weitere Fachbereiche sind am Umwelt-Campus Birkenfeld angesiedelt: Umweltwirtschaft/Umweltrecht und Umweltplanung/Umwelttechnik. Der Fachbereich Gestaltung ist sowohl in Trier als auch in Idar-Oberstein vertreten. Im Einzelnen sind dies die Fachbereiche:
Fachbereich Bauingenieurwesen, Lebensmitteltechnik, Versorgungstechnik (Bauen + Leben) mini|Gebäude D – Fachbereich BLV mini|Links die 2017 bereits renovierten Gebäude D und C, rechts die Gebäude B und A im Originalzustand
Der Fachbereich Bauen + Leben setzt sich aus den Fachrichtungen Bauingenieurwesen, Gebäude-, Versorgungs- und Energietechnik und Lebensmitteltechnik zusammen.
Bachelor-Studiengänge Bauingenieurwesen (B.Eng.) Bauingenieurwesen dual (B.Eng.) Energietechnik – Regenerative und effiziente Energiesysteme (B.Eng.) Lebensmitteltechnologie (B.Eng.) Technische Gebäudeausrüstung und Versorgungstechnik (B.Eng.)
Master-Studiengänge Bauingenieurwesen (M.Eng.) Energiemanagement (M.Eng.) Interdisziplinäre Ingenieurwissenschaften (M.Sc.) Lebensmittelwirtschaft (M.Eng.) Netztechnik und Netzbetrieb (M.Eng.)
Fachbereich Gestaltung mini|Campus Gestaltung – Irminenfreihof mini|Campus Gestaltung – Paulusplatz Der Fachbereich Gestaltung setzt sich aus den Fachrichtungen Architektur, Innenarchitektur, Intermedia Design, Modedesign, Kommunikationsdesign (am Standort Trier) und Edelstein und Schmuck (am Standort Idar-Oberstein) zusammen.
Bachelor-Studiengänge Architektur (B.A.) Edelstein und Schmuck (B.F.A.) Innenarchitektur (B.A.) Intermedia Design (B.A.) Kommunikationsdesign (B.A.) Modedesign (B.A.)
Master-Studiengänge Architektur (M.A.) Edelstein und Schmuck (M.F.A.) Innenarchitektur (M.A.) Intermedia Design (M.A.) Kommunikationsdesign (M.A.) Modedesign (M.A.)
Fachbereich Informatik Der Fachbereich Informatik setzt sich aus den Fachrichtungen Informatik und Therapiewissenschaften zusammen.mini|Gebäude N und O – Fachbereich Informatik Bachelor-Studiengänge Informatik (B.Sc.) Informatik – Digitale Medien und Spiele (B.Sc.) Informatik – Sichere und mobile Systeme (B.Sc.) Medizininformatik (B.Sc.) Ergotherapie (B.Sc.) Ergotherapie dual (B.Sc.) Logopädie (B.Sc.) Logopädie dual (B.Sc.) Physiotherapie – Technik und Therapie (B.Sc.) Physiotherapie – Technik und Therapie dual (B.Sc.)
Master-Studiengänge Informatik (M.Sc.) Künstliche Intelligenz und Data Science (M.Sc.) Wirtschaftsinformatik – Informationsmanagement (M.Sc.) in Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Wirtschaft Informatik (Master of Computer Science (M.C.Sc.), Fernstudium)
Fachbereich Technik mini|Maschinenhalle – Fachbereich Technik
mini|Gebäude B (Mitte) und C (rechts), Dezember 2015
Der Fachbereich Technik setzt sich aus den Fachrichtungen Maschinenbau und Elektrotechnik zusammen.
Bachelor-Studiengänge Elektrotechnik (B.Eng.) Elektrotechnik dual (B.Eng.) Elektromobilität (B.Eng.) Fahrzeugtechnik (B.Eng.) Informationstechnik (B.Eng.) Maschinenbau (B.Eng.) Maschinenbau dual (B.Eng.) Medizintechnik (B.Sc.) Sicherheitsingenieurwesen (B.Eng.) Sport- & Rehatechnik (B.Eng.) Wirtschaftsingenieurwesen Elektrotechnik (B.Sc.) in Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Wirtschaft Wirtschaftsingenieurwesen (B.Eng.)
Master-Studiengänge Elektrotechnik (M.Sc.) mit den Vertiefungsrichtungen: Automation und Energie, Informationstechnik und Elektronik, Medizintechnik Interdisziplinäre Ingenieurwissenschaften (M.Sc.) Maschinenbau (M.Eng.) mit den Vertiefungsrichtungen: Allg. Maschinenbau und Fahrzeugtechnik Wirtschaftsingenieurwesen (M.Eng.)
Fachbereich Wirtschaft Der Fachbereich Wirtschaft setzt sich aus den Fachrichtungen Betriebswirtschaft, International Business, Wirtschaftsinformatik und Wirtschaftspsychologie zusammen.mini|Gebäude K – Fachbereich Wirtschaft Bachelor-Studiengänge Betriebswirtschaft (B.A.) Betriebswirtschaft dual (B.A.) International Business (B.A.) Wirtschaftsinformatik (B.Sc.) Wirtschaftsinformatik dual (B.Sc.) Wirtschaftsingenieurwesen Elektrotechnik (B.Sc.) in Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Technik Wirtschaftsingenieurwesen Elektrotechnik dual (B.Sc.) Wirtschaftspsychologie (B.Sc.)
Master-Studiengänge Accounting und Audit (M.A.) Entrepreneurship (M.A.) Finance (M.A.) General Management (M.A.) Wirtschaftsinformatik (M.A.) in Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Informatik
Fachbereiche am Standort Birkenfeld siehe Studiengänge am Umwelt-Campus Birkenfeld Aufbau und Struktur der Hochschule Trier Hochschulleitungen und Präsidien 1996–1998: Klaus Zellner 1998–2004: Adelheid Ehmke 2004–2007: Bert Hofmann 2007–2013: Jörg Wallmeier 2013–2019: Norbert Kuhn seit 2019: Dorit Schumann Professoren und weitere Hochschullehrer Siehe :Kategorie:Hochschullehrer (Hochschule Trier)
Absolventen Karin Angele, Schauspielerin Karsten Drath, Ingenieur und Unternehmensberater, Diplom 1997 Verena Hubertz, Politikerin und Unternehmerin Paul Magar, Maler
Geschichte
Baugewerkschule und Werkkunstschule (1830–1975) mini|hochkant|Logo der ehemaligen Fachhochschule Rheinland-Pfalz mini|hochkant|Logo der Abteilung Trier der FH Rheinland-Pfalz und danach der FH Trier bis etwa 2002 mini|hochkant|Logo der Fachhochschule Trier 2003–2012 mini|hochkant|Logo der Hochschule Trier 2012–2016 Die Hochschule Trier hat zwei Vorläufereinrichtungen: die Baugewerkschule und die Werkkunstschule.