Maria Janina Broel-Plater-Skassa (* 18. Dezember 1913 in Warschau; † 21. Februar 2005 ebenda) war ein Opfer der Gasbrandversuche während der Zeit des Nationalsozialismus. miniatur|Leo Alexander erläutert am 20. Dezember 1946 während des Nürnberger Ärzteprozesses an Maria Broel-Plater einige Experimente der pseudomedizinischen Menschenversuche Leben Plater war die Tochter des Grafen Anton Broel-Plater (1881–1946?) und einer Gutsbesitzerin.Vereinigte Kurländische Stiftungen (Hrsg.): Genealogien kurländisch-ritterschaftlicher Geschlechter, die bisher weder im Genealogischen Handbuch der Baltischen Ritterschaften noch im Genealogischen Handbuch des Adels erschienen sind, bearb. von Klas Lackschewitz, Andrzej Prus-Niewiadomski und Tomasz Lenczewski, Wolf Baron v. Buchholtz, Seevetal 2004, Teil Kurland, n. S. 170 1936 erhielt sie eine pharmazeutische Ausbildung. Nach der Besetzung Polens 1939 wurde sie nach Ungarn deportiert. Sie kehrte im August 1940 nach Polen zurück, schloss sich der Widerstandsbewegung an und leitete eine Gruppe Kuriere. Am 12. Juni 1941 wurde sie verhaftet und durch die Gestapo im Gefängnis Lublin gefoltert.

Am 23. September 1941 wurde Plater in das KZ Ravensbrück gebracht und arbeitete im Straßenbau. Im Winter 1942/1943 wurde sie Opfer medizinischer Versuche. Dabei wurden ihr an den Unterschenkeln Wunden zugefügt, die die Täter mit Gasbrand infizierten.Maria Janina Broel-Plater (verheiratete Skassa). Biographie. In: zeitlupe.de. Vier Wochen später musste sie verwundet wieder arbeiten, weshalb sie im März 1943 zusammen mit anderen Gefangenen bei der Lagerleitung gegen die Operationen protestierte.

Am 23. April 1945 wurde Plater durch die Rote Armee befreit. Am 19. Dezember 1946 sagte Plater zusammen mit drei anderen Versuchsopfern beim Nürnberger Ärzteprozess aus.Maria Janina Broel-Plater. In: Ein Schmuggelfund aus dem KZ Ravensbrück : Zeuginnen der Anklage. via Tonworte.de. Bei dieser Gelegenheit wurden ihnen die Ziele der Versuche bekannt.

1995 schilderte Broel-Plater ihre Erlebnisse in dem Dokumentarfilm Man nannte uns Kaninchen von Loretta Walz. Von 2001 an bis zu ihrem Tod 2005 lebte sie in Warschau.

Weblinks Interview mit deutschen Untertiteln zur Dokumentation des Videos Man nannte uns Kaninchen von der Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen, 1995, 54:39 Min (Buch und Regie: Loretta Walz)

Einzelnachweise

Kategorie:Häftling im KZ Ravensbrück Kategorie:Person (polnischer Widerstand 1939–1945) Maria Kategorie:Zeuge in den Nürnberger Prozessen Kategorie:Pole Kategorie:Geboren 1913 Kategorie:Gestorben 2005 Kategorie:Frau