Logo des Cusanuswerks125px|Logo des Cusanuswerks Vorsitzender des Cusanuswerk e. V.Ekkehart Reimer LeitungNils Goldschmidt GeneralsekretärThomas Scheidtweiler Geistlicher RektorClemens Blattert SJ Vorstand der Stipendiat:innenHenrik Biedermann, Agnes Kranz, Minona Schäfer Vorsitzender des Vorstands der StiftungWim Kösters Basisdaten Gründungsjahr: 1956 Stipendiaten: ca. 2300 (Stand: 2020)Jahresbericht 2020, S. 4. (PDF) Website der Geschäftsstelle: www.cusanuswerk.de Website der Stipendiatinnen und Stipendiaten: www.cusanus.net
Die Bischöfliche Studienförderung Cusanuswerk ist das Begabtenförderungswerk der römisch-katholischen Kirche in Deutschland, das im Rahmen der staatlich finanzierten Begabtenförderung tätig ist.Vgl. https://www.bmbf.de/DE/Bildung/Studium/Finanzierung/Stipendien/begabtenfoerderungswerke/begabtenfoerderungswerke_node.html Zweck des Vereins ist laut Satzung „die ideelle und materielle Förderung begabter katholischer Studenten und Studentinnen aller Fakultäten der deutschen wissenschaftlichen Hochschulen sowie der sich daraus ergebenden Verbindungen.“Cusanuswerk: Satzung. Abgerufen am 22. Juli 2025 Gemäß Leitbild des Cusanuswerks sollen die Geförderten dazu „befähigt werden, ihre Talente und ihr Gestaltungsvermögen in christlicher Verantwortung dort einzubringen, wo die Zukunft des Gemeinwesens entschieden wird: in Staat, Gesellschaft und Familie, Wissenschaft und Kirche, Wirtschaft, Kultur und Medien.“ Gefördert werden Studierende, Promovierende und Auszubildende, „die ihren christlichen Glauben leben, in ausgeprägtem Verantwortungsbewusstsein für das Gemeinwohl handeln und hervorragende akademische bzw. fachliche Leistungen erwarten lassen.“Cusanuswerk: Leitbild . Abgerufen am 22. Juli 2025.
Das Cusanuswerk hat seinen Sitz in Bonn. Mit staatlichen, kirchlichen und privaten Zuwendungen hat das Cusanuswerk rund 10.000 katholische Studierende und Promovierende finanziell und ideell gefördert.
Namenspatron ist der Universalgelehrte Nikolaus von Kues (1401–1464).
Geschichte Die Gründung des Cusanuswerks im November 1955 vollzog sich in der bischöflichen Bestellung eines Leiters, des ehemaligen Tübinger Studentenpfarrers und damaligen Stuttgarter Stadtpfarrers Bernhard Hanssler. Dieser trat die Stelle zum 1. Januar 1956 anHistoria Cusanorum - 50 Jahre Bischöfliche Studienförderung Cusanuswerk und war bis 1970 langjähriger Leiter.https://www.cusanuswerk.de/startseite/news-archiv/praelat-prof-bernhard-hanssler-23-maerz-1907-11-august-2005 Die Eintragung in das Vereinsregister des Amtsgerichts Bonn erfolgte im August 1958.
Das Cusanuswerk war 1998 eines von zehn Begabtenförderungswerken in der Bundesrepublik Deutschland. In jenem Jahr gab es 595 Studierende und 197 Promovierende, die gefördert wurden. Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage zu den Förderaktivitäten der Begabtenförderungswerke, BT-Drucks. 19/6324 vom Dezember 2018
Seit 2002 wird das Cusanuswerk durch die Stiftung Begabtenförderung Cusanuswerk finanziell unterstützt.
Vom 1. Mai 2004 bis zum 30. September 2011 war Josef Wohlmuth Leiter des Cusanuswerks, vom 1. Oktober 2011 bis 30. September 2026 Georg Braungart. Seit Oktober 2026 wird das Cusanuswerk von Nils Goldschmidt geleitet.
Weihbischof Christoph Hegge, Münster, ist seit 2013 Beauftragter der Deutschen Bischofskonferenz für das Cusanuswerk. Ekkehart Reimer ist seit 2020 Vorsitzender des Vereins Cusanuswerk e.V.
Bewerbung und Förderung Nach eigenen Angaben fördert das Cusanuswerk mit staatlichen, kirchlichen und privaten Zuwendungen aktuell rund 2.400 katholische Auszubildende, Studierende und Promovierende ideell und finanziell.
Bewerbung Zur Aufnahme in die Förderung wird der Bewerber in der Regel von seiner Schule, von einem Hochschuldozenten oder von ehemaligen Stipendiaten vorgeschlagen. Gleichberechtigt ist eine Selbstbewerbung möglich. Die Auswahl erfolgt in einem mehrstufigen Auswahlverfahren. Im Auswahlverfahren werden vor allem die fachliche Leistung und das ehrenamtliche Engagement berücksichtigt. Die Aufnahme ins Cusanuswerk ist bereits zum Antritt des ersten Fachsemesters an der Universität, Fachhochschule, Kunstakademie oder Musikhochschule möglich. Bewerber der Studienförderung müssen zum Zeitpunkt der Bewerbung noch fünf Semester Regelstudienzeit oder alternativ einen ganzen Masterstudiengang vor sich haben. Alternativ ist auch die Förderung einer Promotion unabhängig von der vorherigen Mitgliedschaft im Cusanuswerk möglich.
Finanzierung Die finanzielle Förderung erfolgt nach den Richtlinien, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung festgelegt werden.Bundesministerium für Bildung und Forschung Begabtenförderwerke: In der Studienförderung besteht die finanzielle Unterstützung aus der „Studienkostenpauschale“ und einem monatlichen Stipendium. Ähnlich wie beim BAföG (Bundesausbildungsförderungsgesetz) erfolgt die Berechnung des Stipendiums nach dem Einkommen und Vermögen des Stipendiaten, der Eltern und ggf. der Ehepartnerin oder des Ehepartners. In der Promotionsförderung dagegen werden die Stipendiaten unabhängig vom Einkommen der Eltern gefördert. Zusätzlich können Familienzuschlag und Kinderbetreuungszuschlag beantragt werden. Für Stipendiaten können bei Studien im Ausland Auslandszulagen gewährt sowie Reisekosten und Studiengebühren ersetzt werden.
Ideelle Förderung Die Förderung umfasst nicht nur finanzielle Zuwendungen, sondern auch regelmäßig stattfindende Bildungsveranstaltungen, ein geistliches Programm sowie eine Jahrestagung.
Während ihres Studiums bilden die Stipendiaten in den Hochschulorten eigene Gruppen und haben dort Vertrauensdozenten als Ansprechpartner. Besonderer Wert wird auf soziales Engagement und auf den Erwerb von Auslandserfahrungen gelegt. Zweimal im Jahr treffen sich die Sprecher der Hochschulgruppen auf der Cusanuskonferenz.
Im Rahmen der Künstlerförderung veranstaltet das Cusanuswerk jährlich eine Auswahlausstellung mit Werken der Bewerber. Eine weitere Besonderheit der Künstlerförderung ist die Vergabe des weiterführenden Georg-Meistermann-Stipendiums an Absolventen.
Das Cusanuswerk bietet zudem ein Karriereförderprogramm für Stipendiatinnen aller dreizehn Begabtenförderungswerke an. Im Rahmen des Programms „Talente sichern – Zukunft gestalten“ werden begabte junge Frauen dabei als Mentees von Führungskräften in einem Zeitraum von 18 Monaten bei ihrem beruflichen Werdegang als Nachwuchskräfte beratend begleitet und unterstützt. In programmbegleitenden Seminaren werden die besonderen Anforderungen an Führungsaufgaben und die damit verbundenen beruflichen und privaten Herausforderungen trainiert und reflektiert.
Nach der Förderung können sich ehemalige Stipendiaten als „Altcusaner“ an diversen Programmpunkten wie beispielsweise den Fachschaftstagungen des Cusanuswerks beteiligen; sie sind vertreten im gewählten Altcusanerrat und bilden ein großes Netzwerk.
Cusanushaus Mehlem Im März 2012 wurde das Cusanushaus in Bonn-Mehlem auf Initiative des damaligen Geistlichen Rektors Siegfried Kleymann eröffnet. In diesem geistlichen Studienhaus werden regelmäßig „Ora et labora“-Wochen angeboten: Stipendiaten können sich dort zu einer ungestörten Studienzeit zurückziehen. Darüber hinaus steht das Haus allen Stipendiaten für eine längere Studienzeit, etwa für den Zeitraum von einer bis vier Wochen, zur Verfügung. Damit erhalten eine größere Anzahl Studierender und Promovierender die Möglichkeit zum „Studieren und Beten“.
Seit 2019 wird das Cusanushaus Mehlem durch einen eigenen Stiftungsfonds der Stiftung Begabtenförderung Cusanuswerk langfristig unterstützt. Während der Corona-Pandemie wurde das Haus mit Arbeits-, Wohn- und Schlafräumen sowie Kapelle neugestaltet; seitdem hat hier auch das Geistliche Rektorat des Cusanuswerks seinen Sitz.
Bekannte ehemalige Cusanusstipendiaten (sogenannte Altcusaner) Hans Michael Baumgartner, Hochschullehrer, Philosoph Theodor Berchem, Hochschullehrer, Romanist Albert Biesinger, Hochschullehrer, Theologe (Religionspädagoge) Adolf M. Birke, Hochschullehrer, Historiker Egon Boshof, Hochschullehrer, Historiker Bernhard Bueb, Autor, Pädagoge, Theologe Brun-Otto Bryde, ehemaliger Richter des Bundesverfassungsgerichts Franz Daschner, Hochschullehrer, Mediziner Christoph Degenhart, Hochschullehrer, Rechtswissenschaftler Markus A. Denzel, Hochschullehrer, Wirtschaftshistoriker Rudolf Dolzer, Hochschullehrer, Rechtswissenschaftler Karin Donhauser, Hochschullehrerin, Linguistin Mechthild Dreyer, Hochschullehrerin, Philosophin Michael F. Feldkamp, Historiker Herbert Frohnhofen, Hochschullehrer, Theologe Hansjürgen Garstka, Hochschullehrer, Rechtswissenschaftler Ulrike Gote, Berliner Gesundheits- und Wissenschaftssenatorin (Grüne) Thomas Gottschalk, Radio- und Fernsehmoderator Dieter Grimm, Hochschullehrer, Rechtswissenschaftler, ehemaliger Richter des Bundesverfassungsgerichts Josef Gruber, Hochschullehrer, Wirtschaftswissenschaften Joachim Hake, Direktor der Katholischen Akademie in Berlin Winfried Hassemer, Hochschullehrer, Rechtswissenschaftler, ehemaliger Richter des Bundesverfassungsgerichts Marianne Heimbach-Steins, Hochschullehrerin Brigitta Helbig-Mischewski, Hochschullehrerin, Polonistin und Schriftstellerin Florian Herrmann, Rechtsanwalt, Mitglied des Bayerischen Landtags Wolfgang A. Herrmann, Hochschullehrer, ehemaliger Präsident der Technischen Universität München, Hochschulreformer Rudolf Hickel, Hochschullehrer, Wirtschaftswissenschaften, ehemaliger Direktor des Institut Arbeit und Wirtschaft Bernhard Irrgang, Hochschullehrer, Technikphilosoph und Ethiker Willi Jäger, Hochschullehrer, Mathematiker Alexandra Kertz-Welzel, Hochschullehrerin, Musikpädagogin Paul Kirchhof, Hochschullehrer, Rechtswissenschaftler, ehemaliger Richter des Bundesverfassungsgerichts Wilhelm Kierdorf, Hochschullehrer, Altphilologe Christoph Klein, Kinderarzt und Hochschullehrer Winfried Kohnen. Hochschullehrer, Mathematiker Charlotte Kreuter-Kirchhof, Hochschullehrerin, Mitglied des Vatikanischen Wirtschaftsrates Oskar Lafontaine, ehemaliger Bundesvorsitzender der SPD, ehemaliger saarländischer Ministerpräsident Norbert Lammert, ehemaliges Mitglied des Deutschen Bundestages, von 2005 bis 2017 Bundestagspräsident Johannes Laudage, Hochschullehrer, Historiker Johannes Masing, Hochschullehrer, Rechtswissenschaftler, ehemaliger Richter des Bundesverfassungsgerichts Otwin Massing, Hochschullehrer, Politikwissenschaftler und Soziologe Michael Matheus, Hochschullehrer Thomas Matussek, ehemaliger deutscher Ständiger Vertreter bei den Vereinten Nationen Pauline M’Barek, Künstlerin Martin Ney, deutscher Diplomat Ursula Nothelle-Wildfeuer, Hochschullehrerin, Sozialethikerin Hermann Pünder, Hochschullehrer, Rechtswissenschaftler Heinz Riesenhuber, ehemaliger Bundesminister für Forschung und Technologie Johannes Ring, Dermatologe und Hochschullehrer Lothar Schäfer, Hochschullehrer, Philosoph Rupert Maria Scheule, Hochschullehrer, Moraltheologe Anton Schindling, Hochschullehrer, Historiker Ludwig Schmugge, Hochschullehrer, Historiker Klaus Scholtissek, Hochschullehrer, Theologe Ferdi Schüth, Hochschullehrer, anorganischer Chemiker Meinolf Schumacher, Hochschullehrer, Germanist Hans Tietmeyer, Präsident i. R. der Deutschen Bundesbank Markus Tomberg, Hochschullehrer, Theologe (Religionspädagoge) Sarah Spitzer, Hochschullehrerin Harald Walach, Hochschullehrer, Psychologe, Wissenschaftshistoriker Berthold Wald, Hochschullehrer, Philosoph Gregor Weber, Hochschullehrer, Althistoriker Siegfried Weichlein, Hochschullehrer, Historiker Armin G. Wildfeuer, Hochschullehrer, Philosoph Christiane Woopen, Medizinethikerin, Vorsitzende des Europäischen Ethikrats (EGE) Burkard Zapff, Hochschullehrer, Theologe Markus Zimmermann, Bildhauer Franz-Christoph Zeitler, Hochschullehrer, Rechtswissenschaftler, Vizepräsident der Deutschen Bundesbank Florian Bien, Professor für globales Wirtschaftsrecht