Die Deutsche Rallye-Meisterschaft, kurz DRM oder Rallye-DM, ist die nationale Rallye-Meisterschaft in Deutschland. Sie wird vom Deutschen Motor Sport Bund ausgeschrieben.
Geschichte Die Geschichte der Deutschen Rallye-Meisterschaft reicht in die 1950er-Jahre zurück, in denen der Ablauf der Rallyes sich allerdings vom heutigen Ablauf unterschied. Damals waren diese Rallyes eher Zuverlässigkeits- und Orientierungsfahrten. Die Rallye Hessen und die Olympia-Rallye im Jahr 1972 gelten als erste Rallyes der Art, wie sie später vom Ablauf typisch waren und sind für die Deutsche Rallye-Meisterschaft. Nachdem die Deutsche Rallye-Meisterschaft im Jahr 2006 ausgesetzt wurde, wird sie seit 2007 wieder ausgeschrieben. Seit der Saison 2014 ist der ADAC Promoter der Serie.
Kategorien Folgende Titel werden ausgeschrieben:
Deutscher Rallye-Meister (für Teilnehmer mit einem Fahrzeug mit gültiger FIA-Homologation) Sieger DRM2 Masters (für Teilnehmer mit dem Jahrgang 1976 und älter mit einem Fahrzeug der Klasse RC2) Sieger DRM3 (für Teilnehmer mit einem Fahrzeug der Klasse RC3) Sieger DRM4 (für Teilnehmer mit einem Fahrzeug der Klasse RC4) Sieger DRM Classic (für Teilnehmer mit einem Fahrzeug der Gruppe Anhang K der FIA) Sieger DRM Nationals (für Teilnehmer mit einem Fahrzeug der Klassen NC1 bis NC9)
Punktevergabe und Wertung Meisterschaftspunkte erhalten in die Deutsche Rallye-Meisterschaft eingeschriebene Fahrer der Divisionen 1 bis 6 sowohl für ihre Platzierung im Gesamtergebnis als auch für die Platzierung in ihrer Division. Teilnehmer der Divisionen 7 bis 9 erhalten keine Punkte für die Meisterschaft, sondern nur für ihr jeweiliges Divisionsklassement. Erreicht ein Fahrer der Divisionen 7 bis 9 die Punkteränge im Gesamtergebnis, rücken die dahinter platzierten Fahrer der Divisionen 1 bis 6 in der Punktevergabe auf.
Fahrer, die nicht in die Meisterschaft eingeschrieben sind, erhalten keine Meisterschaftspunkte. Wenn diese mit einem Fahrzeug der Divisionen 1 bis 6 antreten, rücken die nachfolgend platzierten Fahrer bei der Punktevergabe jedoch nicht auf. Falls in einer Division weniger als drei Fahrer inklusive Gaststarter an den Start gehen, wird für Platzierungen in der jeweiligen Division nur die halbe Punktzahl vergeben.
Die Punktevergabe folgt seit 2011 nach folgendem Schema:
1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 11 12. Gesamtergebnis 15 12 10 9 8 7 6 5 4 3 2 1 Divisionsergebnis 20 15 12 10 8 6 4 3 2 1
Bei mehr als sechs Wertungsläufen pro Jahr wird in der Jahresendwertung das schlechteste Resultat jedes Fahrers gestrichen. Bei Punktegleichheit zwischen mehreren Fahrern entscheiden die besseren Einzelresultate über die Platzierung in der Meisterschaft.
Deutscher Rallye-Meister wird derjenige Fahrer, der am Saisonende die höchste Punktzahl erreicht hat. Derjenige Fahrer, der die höchste Punktzahl mit einem Fahrzeug mit Zweiradantrieb aus den Divisionen 3 bis 6 erzielt hat, wird DRM-Sieger 2-WD. Zusätzlich werden diejenigen Fahrer, welche die höchste Punktzahl in ihrer jeweiligen Division erreicht haben, Sieger der DRM-Division X.
Deutsche Rallye-Meister Jahr Fahrer Beifahrer Fahrzeug 1970 Helmut Bein Hans-Christoph Mehmel BMW 2002 ti 1971 Achim Warmbold Hans-Christoph Mehmel BMW 2002 ti 1972 Reiner Zweibäumer BMW 1602 1973 Gerd Behret Willi-Peter Pitz Porsche 911 1974 Lars Carlsson Peter Petersen Opel Ascona A 1975 Reiner Altenheimer Hanno Menne Porsche 911 1976 Heinz-Walter Schewe Wolfgang Druba Porsche 911 1977 Ludwig Kuhn Klaus Hopfe Porsche 911 1978 Reinhard Hainbach Peter Linzen Ford Escort RS1800 1979 Reinhard Hainbach Klaus Fabisch Ford Escort RS1800 1980 Achim Warmbold Wolfgang Inhester Toyota Celica 2000 GT 1981 Alfons Stock Paul Schmuck VW Golf GTI 16V 1982 Harald Demuth Arwed Fischer Audi quattro 1983 Erwin Weber Gunter Wanger Opel Manta 400 1984 Harald Demuth Willy Lux Audi quattro 1985 Kalle Grundel Peter Diekmann Peugeot 205 Turbo 16 1986 Michèle Mouton Terry Harryman Peugeot 205 Turbo 16 1987 Armin Schwarz Hans-Joachim Hösch Audi Coupé quattro 1988 Armin Schwarz Klaus Wicha Audi 200 quattro 1989 Josef Haider Ferdinand Hinterleitner Opel Kadett GSi 16V 1990 Ronald Holzer Klaus Wendel Lancia Delta HF Integrale 1991 Erwin Weber Manfred Hiemer VW Rallye Golf 1992 Dieter Depping Klaus Wendel Ford Sierra RS Cosworth 1993 Dieter Depping Peter Thul Ford Sierra RS Cosworth 1994 Dieter Depping Peter Thul Ford Escort RS Cosworth 1995 Hermann Gassner senior Siegfried Schrankl Mitsubishi Lancer Evo II 1996 Armin Kremer Sven Behling Mitsubishi Lancer Evo III 1997 Matthias Kahle Dieter Schneppenheim Toyota Corolla WRC 1998 Armin Kremer Fred Berßen Subaru Impreza WRC 1999 Armin Kremer Fred Berßen Subaru Impreza WRC 2000 Matthias Kahle Dieter Schneppenheim Seat Cordoba WRC 2001 Matthias Kahle Dieter Schneppenheim Seat Cordoba WRC 2002 Matthias Kahle Peter Göbel Škoda Octavia WRC 2003 Hermann Gassner senior Siegfried Schrankl Mitsubishi Lancer Evo VII 2004 Matthias Kahle Peter Göbel Škoda Octavia WRC 2005 Matthias Kahle Peter Göbel Škoda Fabia WRC 2006 nicht ausgetragen 2007 Hermann Gassner senior Siegfried Schrankl Mitsubishi Lancer Evo IX 2008 Hermann Gassner senior Siegfried Schrankl Mitsubishi Lancer Evo IX 2009 Hermann Gassner junior Katharina Wüstenhagen Mitsubishi Lancer Evo IX 2010 Matthias Kahle Peter Göbel Škoda Fabia S2000 2011 Subaru Impreza N15 2012 Škoda Fabia S2000 2013 Peter Schaaf Peugeot 207 S2000 2014 Petra Zeltner, Thomas Zeltner, Helmar Hinneberg Porsche 997 GT3 2015 Ruben Zeltner Petra Zeltner Porsche 997 GT3 2016 Fabian Kreim Frank Christian Škoda Fabia R5 2017 Fabian Kreim Frank ChristianŠkoda Fabia R5 2018 Marijan Griebel Alexander RathPeugeot 208 T16 R52019 Fabian Kreim Tobias BraunŠkoda Fabia R5 2020 nicht ausgetragen – COVID-19-Pandemie 2021 Marijan Griebel Alexander RathCitroen C3 Rally2 2022 Philip Geipel Katrin Becker-Brugger Škoda Fabia Rally2 evo2023 Marijan Griebel Tobias Braun Škoda Fabia RS Rally2 2024 Marijan Griebel Tobias BraunŠkoda Fabia RS Rally2 2025 Marijan Griebel Ella KremerŠkoda Fabia RS Rally2
Weblinks
Offizielle Website
Einzelnachweise