mini|hochkant=1.1|Igeler Säule 2009 mini|hochkant|Burg Welschbillig 2011 mini|hochkant|Burg Ramstein bei Kordel mini|hochkant=1.0|Langmauer bei Welschbillig

Die Verbandsgemeinde Trier-Land ist eine rheinland-pfälzische Verbandsgemeinde im Landkreis Trier-Saarburg und hat ihren Verwaltungssitz in der kreisfreien Stadt Trier. Der Verbandsgemeinde gehören die elf selbständigen Ortsgemeinden Aach, Franzenheim, Hockweiler, Igel, Kordel, Langsur, Newel, Ralingen, Trierweiler, Welschbillig und Zemmer an, die im Nahbereich der Stadt Trier liegen.

Geographische Lage Das Verwaltungsgebiet der Verbandsgemeinde erstreckt sich zwischen dem Sauertal (im Westen, Grenze zu Luxemburg) bis über das Kylltal (im Osten). Nördlich erstreckt sie sich bis zur Fidei (Gebiet um Zemmer und Grenze zum Eifelkreis Bitburg-Prüm). Im Süden grenzt sie an die Mosel und das Stadtgebiet Trier.

Die beiden Ortsgemeinden Hockweiler und Franzenheim, die als einzige der rechts der Mosel liegenden Gemeinden des „Alten Amtes Trier-Land“ bei der Gebietsreform 1969/1970 nicht in die Stadt Trier eingemeindet wurden, gehören ebenfalls zur Verbandsgemeinde Trier-Land. Sie liegen als Exklave der Verbandsgemeinde südlich der Stadt Trier.

Auf dem Gebiet der Verbandsgemeinde gibt es die 31 Gemarkungen: Aach, Beßlich, Butzweiler, Edingen, Franzenheim, Fusenich, Godendorf, Grewenich, Hockweiler, Hofweiler, Igel, Ittel, Kersch, Kordel, Langsur, Liersberg, Lorich, Mesenich, Metzdorf, Möhn, Newel, Olk, Ralingen, Rodt, Schleidweiler, Sirzenich, Trierweiler, Udelfangen, Welschbillig, Wintersdorf und Zemmer. Weitere 9 Gemarkungen an der Sauer bei Ralingen und Langsur gehören zum Gemeinschaftlichen deutsch-luxemburgischen Hoheitsgebiet.

Verbandsangehörige Gemeinden Name Fläche(km²) Einwohner(1950) Einwohner() 20px|Wappen Aach 6,96 479 20px|Wappen Franzenheim 6,47 322 20px|Wappen Hockweiler 2,08 143 20px|Wappen Igel 7,30 1.006 20px|Wappen Kordel 16,60 1.824 20px|Wappen Langsur 11,93 1.467 20px|Wappen Newel 16,65 1.099 20px|Wappen Ralingen 27,64 1.762 20px|Wappen Trierweiler 18,42 1.257 20px|Wappen Welschbillig 37,08 2.404 20px|Wappen Zemmer 24,38 2.371 20px|Wappen VG Trier-Land  175,49 14.134

Höhen und Einwohner nach Ortsteilen

Ortsgemeinde Ortsteil Höhe (m) Einwohn.Personen mit Hauptwohnung am 31. Oktober 2025 – VG Trier-Land Aach Aach 241 1.098 Franzenheim Franzenheim 310 373 Hockweiler Hockweiler 369 286 Igel Igel 147 1.888 Igel Liersberg 250 290 Kordel Kordel 141 2.155 Langsur Grewenich 219 147 Langsur Langsur 157 1.002 Langsur Mesenich 158 392 Langsur Metzdorf 151 312 Newel Beßlich 333 540 Newel Butzweiler 313 1.397 Newel Lorich 310 80 Newel Newel 358 781 Ralingen Edingen 163 291 Ralingen Godendorf 162 333 Ralingen Kersch 354 119 Ralingen Olk 316 452 Ralingen Ralingen 162 442 Ralingen Wintersdorf 191 491 Trierweiler Fusenich 289 281 Trierweiler Sirzenich 327 1.401 Trierweiler Trierweiler 298 1.914 Trierweiler Udelfangen 276 285 Welschbillig Hofweiler 342 132 Welschbillig Ittel 320 290 Welschbillig Möhn 310 200 Welschbillig Träg 306 147 Welschbillig Welschbillig 281 1.889 Zemmer Daufenbach 152 144 Zemmer Rodt 374 1.173 Zemmer Schleidweiler 301 634 Zemmer Zemmer 352 1.171 Summe VG Trier-Land 22.530

Geschichte Im Zuge der in der zweiten Hälfte der 1960er Jahre begonnenen Verwaltungsreform wurde zum 1. Oktober 1968 das vorherige Amt Trier-Land, so wie alle Ämter in den Regierungsbezirken Koblenz und Trier, in Verbandsgemeinden umgewandelt. Die Verbandsgemeinde Trier-Land in der heutigen Form entstand in den Jahren 1969/1970, als ein Großteil der Gemeinden der vorherigen Ämter Welschbillig und Ehrang in die Verbandsgemeinde Trier-Land integriert wurde.

Bevölkerungsentwicklung Die Entwicklung der Einwohnerzahl bezogen auf das heutige Gebiet der Verbandsgemeinde Trier-Land; die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten

Politik Verbandsgemeinderat Der Verbandsgemeinderat Trier-Land besteht aus 36 ehrenamtlichen Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 9. Juni 2024 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem Vorsitzenden.

Die Sitzverteilung im Verbandsgemeinderat: Wahl SPD CDU Grüne FW FWT-L FBL Gesamt 2024 6 11 4 4 11 – 36 Sitze 2019 7 10 6 – 13 – 36 SitzeWahlband Kommunalwahlen 2019 Verbandsgemeindeebene 2014 8 13 4 – 11 – 36 Sitze 2009 8 14 4 – 10 – 36 Sitze 2004 8 16 3 – 4 5 36 Sitze FWT-L = Freie Wähler Trier-Land e. V.

Bürgermeister Michael Holstein (Freie Wähler Trier-Land e. V.) wurde am 1. März 2019 Bürgermeister der Verbandsgemeinde Trier-Land. Bei der Stichwahl am 17. Juni 2018 hatte er sich mit einem Stimmenanteil von 56,1 % durchgesetzt, nachdem bei der Direktwahl am 3. Juni 2018 keiner der ursprünglich fünf Bewerber eine ausreichende Mehrheit erreicht hatte. Bei der Direktwahl am 13. September 2026 für die folgende achtjährige Wahlperiode konnte sich keiner der drei Bewerber durchsetzten. Daher wurde für den 27. September eine Stichwahl zwischen Amtsinhaber Michael Holstein (FW; 38,0 % im ersten Wahlgang) und Christoph Biegel (CDU; 36,4 %) angesetzt.

Die Stichwahl gewann Christoph Biegel mit 56,4 % der Stimmen, die Wahlbeteiligung lag bei 40,4 %. Die neue Amtszeit beginnt am 1. März 2027 und hat eine Dauer von acht Jahren.

Amtsinhaber: 1968–1977 Matthias Winter (CDU, war bereits seit 1954 Amtsbürgermeister des Amtes Trier-Land) 1978–1987 Hermann Prümm (CDU) 1987–1997 Michael Witzel (CDU) 1997–2002 Bernhard Kaster (CDU) 2003–2019 Wolfgang Reiland (CDU) seit 2019: Michael Holstein (Freie Wähler)

Wappen Beschreibung: Durch eingeschweifte blaue Spitze geteilt, darin eine wachsende goldene Säule, vorn in Silber ein durchgehendes rotes Kreuz, hinten in Silber ein roter dreizinniger Burgturm mit blauem Dach.Wappenbeschreibung (archive.org)

Sehenswürdigkeiten mini|St. Abrunculus, Beßlich In der Verbandsgemeinde sind Spuren der römischen Vergangenheit sichtbar, zum Beispiel die Igeler Säule, die seit 1986 Teil des UNESCO-Welterbes ist, oder die Römische Langmauer. An sakralen Denkmälern sind die Romanische Chorturmkirche St. Abrunculus aus dem 12. Jahrhundert in Beßlich und die barocke Kirche St. Remigius in Butzweiler bemerkenswert. Die Pützlöcher, ursprünglich römisches Kupferbergwerk, später Steinbruch unter anderem für den Kölner Dom, sind eines der ältesten erhaltenen Bergwerke Deutschlands. An Burgen sind die Burg Ramstein im Kylltal sowie die Burg Welschbillig erwähnenswert. Außerdem findet man in vielen Orten Einhäuser, meist aus dem 19. Jahrhundert.

Wirtschaft und Verkehr In Trierweiler-Sirzenich befindet sich ein Industrie- und Gewerbegebiet an der Bundesautobahn 64 (Trier–Luxemburg) sowie an der Bundesstraße 51 (Trier–Bitburg). Das Gebiet hat eine Größe von etwa einem Quadratkilometer.

Literatur

Weblinks

Website der Verbandsgemeinde Trier-Land

Einzelnachweise

Trier-Land TrierLand