Yangzom Brauen (* 18. April 1980 in Bern) ist eine Schweizer Schauspielerin, Autorin und Regisseurin.

Leben Yangzom Brauen ist die Tochter des Schweizer Ethnologen Martin Brauen und der tibetischen Künstlerin Sonam Dolma. Sie ist in MünchwilenSiehe der Schweizer Illustrierten vom 14. September 2009Yangzom Brauen unter der Haube in Berner Zeitung. Aktualisiert am 2. Oktober 2012 und Bern aufgewachsen. 2001 zog sie nach Berlin, seit 2008 lebt sie in Los Angeles. Dort heiratete sie Ende September 2012 den Unternehmer Hadi Salem.Yangzom Brauen unter der Haube, Berner Zeitung vom 2. Oktober 2012

Yangzom Brauen begann nach der Ausbildung an der Berner Schauspielschule ihre Schauspielkarriere mit kleineren Rollen am Theater und in Schweizer Fernsehproduktionen, bevor sie 2005 in Æon Flux als weiblicher Bösewicht ihr Hollywood-Debüt gab. Seither spielte sie in verschiedenen Independent-Produktionen wie A2Z oder Asudem von Daryush Shokof und erhielt eine Nebenrolle in Wilde Salome, Al Pacinos Adaption von Oscar Wildes Drama Salomé. In Cargo spielte sie 2009 eine Hauptrolle, ebenso in der Reality-TV-Soap Hallo Hollywood und 2010 im Schweizer Spielfilm Länger Leben.

Daneben setzt Yangzom Brauen sich für eine Befreiung Tibets ein. Ihre Grosseltern flohen nach dem Tibetaufstand 1959 mit ihrer damals sechsjährigen Mutter aus Tibet. Im September 2009 ist ihr Buch über ihre Familiengeschichte mit dem Titel Eisenvogel im Heyne Verlag erschienen. In Maria Blumencrons Film Wie zwischen Himmel und Erde (2012) über die Flucht aus Tibet spielt sie eine Hauptrolle.

In den Schlagzeilen stand Yangzom Brauen vor allem wegen ihrer Verhaftung durch die russische Spezialpolizei in Moskau, als sie im März 2001 vor dem IOC-Gebäude gegen die Wahl Chinas zum Olympia-Gastland 2008 demonstrierte. Sie verbrachte dort eine Nacht im Gefängnis.

Heute besucht sie einmal wöchentlich einen Tempel und ist Mitglied der «Tibet Connection», die monatlich eine Radiosendung zum Thema in Los Angeles veröffentlicht.MySpace-Profil der Tibet Connection: Für die Berner Zeitung schrieb sie Anfang 2009 eine Kolumne mit dem Titel L.A. Confidential.

2013 war sie Regisseurin und Produzentin der Schweizer Komödie Who Killed Johnny mit Melanie Winiger, Max Loong und Carlos Leal.

Filmografie (Auswahl) als Schauspielerin 2000: Mannezimmer (TV, 3 Folgen) 2000: Usfahrt – Joy Ride 2001: Schluss mit lustig! (TV) 2004: Heimkehr 2004: Oeschenen (TV) 2005: Æon Flux 2006: Meine bezaubernde Nanny (TV) 2006: A2Z 2006: Asudem 2009: Cargo 2009: Hallo Hollywood (TV, 21 Folgen) 2009: Pandorum 2009: The Mandala Maker 2010: Länger Leben 2011: Wilde Salome 2012: Wie zwischen Himmel und Erde 2013: Who Killed Johnny 2014: Der letzte Bulle 2018: Der Bestatter (Fernsehserie) als Regisseurin 2002: Pilgerreise im Exil – Tibet auf den Spuren Buddhas 2009: Hallo Hollywood 2013: Who Killed Johnny 2019: Hawaii Five-0 (Fernsehserie, Folge 10x05) 2020: Navy CIS: L.A. (Folge 12x04) 2021: Magnum P.I. (Fernsehserie, 2 Folgen)

Buch Eisenvogel. Drei Frauen aus Tibet – Die Geschichte meiner Familie. Heyne, München 2009; Taschenbuch ebd. 2010, ISBN 978-3-453-64526-4 Across Many Mountains: A Tibetan Family's Epic Journey from Oppression to Freedom. St.Martins Press, New York September 27, 2011; Taschenbuch ebd. 2012, ISBN 0312600135 Sneeuwland -Drie dochters van Tibet - Een familiegeschiedenis. Boekerij, Holland 2010; ISBN 9022553965 Il mio Tibet. Rizzoli, Italien 2010; ISBN 9788817041553 Tiibetin Tyttäret. Ajatus Kirjat, Finland 2011; ISBN 9789512084180 Raudling Kolm Tiibeti Naist. Sinisukk, Estland 2011; ISBN 9789949148530 J'ai franchi tant de montagnes. Presses de la Cite, Paris 2011; ISBN 9782258082045 Across Many Mountains: Three Daughters of Tibet. Harvill Press, London 2011; ISBN 978-1846553448 En las montañas del Tíbet. Aguilar, Spanien 2013; ISBN 9788403012875

Weblinks

Website von Yangzom Brauen

vom 11. April 2008 L.A. Confidential 13 Kolumnen Brauens (2009)

Einzelnachweise

Kategorie:Filmschauspieler Kategorie:Schweizer Kategorie:Geboren 1980 Kategorie:Frau