Die deutsche Eishockeynationalmannschaft der Frauen ist eine vom Bundestrainer getroffene Auswahl deutscher Spielerinnen. Sie repräsentiert den Deutschen Eishockey-Bund (DEB) auf internationaler Ebene, zum Beispiel bei den Eishockey-Weltmeisterschaften der IIHF, den Olympischen Winterspielen und den Nations Cups.

Geschichte Das erste Länderspiel der Frauen fand am 3. Dezember 1988 in Geretsried gegen die Schweiz statt., Auszug aus einer Studienarbeit von Rainer Nittel, Damen-Bundestrainer, Stand 11/2001 Die DEB-Auswahl unterlag den Gästen mit 5:6, konnte allerdings im übernächsten Spiel gegen denselben Gegner den ersten Sieg feiern. Bis zum 5. Mai 2011 hatte die Frauennationalmannschaft 369 Spiele absolviert, davon 162 Siege, 27 Unentschieden und 180 Niederlagen.

1990 nahm erstmals eine deutsche Frauenauswahl an einer Eishockey-Weltmeisterschaft teil und belegte im kanadischen Ottawa den siebten Platz unter insgesamt acht teilnehmenden Nationalmannschaften. Bis 2008 trat die Mannschaft ohne Unterbrechung bei der A-Weltmeisterschaft an, beim in diesem Jahr stattfindenden Turnier in Harbin, China, belegten die DEB-Frauen allerdings den neunten und damit letzten Platz und stiegen somit erstmals in der Verbandsgeschichte in die zweitklassige Division I ab.

2002 qualifizierte sich die deutsche Frauennationalmannschaft erstmals für ein olympisches Eishockeyturnier, bei den Spielen in Salt Lake City belegte das Team den sechsten Platz. 2006 in Turin konnte sich die Mannschaft noch einmal um einen Platz verbessern, im November 2008 scheiterte man allerdings in einem in Bad Tölz ausgespielten Qualifikationsturnier zu den Spielen 2010 im kanadischen Vancouver. Im Februar 2013 konnte man sich im entscheidenden Qualifikationsturnier gegen China, Kasachstan und Tschechien durchsetzen und für die Olympischen Winterspiele 2014 in Sotschi qualifizieren.Eishockey-Frauen lösen Olympia-Ticket. Deutscher Olympischer Sportbund, 11. Februar 2013, abgerufen am 5. April 2017. Vier Jahre später scheiterte das Team in der Qualifikation für die Olympischen Winterspiele 2018.Eishockey-Frauen verpassen Olympia 2018. spox.com, 12. Februar 2017, abgerufen am 5. April 2017.

Im April 2017 zog die Mannschaft erstmals bei einer WM in ein Halbfinale ein, als sie beim Turnier in den USA auf die gastgebende US-amerikanische Eishockeynationalmannschaft der Frauen traf.Eishockey: Frauen-Nationalmannschaft erstmals im WM-Halbfinale. Sport1.de, 5. April 2017, abgerufen am 5. April 2017.

Bundestrainer 1988–1989 Pia Sterner 1989–1990 Pierre Delisle 1990–1994 Hanspeter Amend 1994–1995 Alfred Neidhart 1995–2002 Rainer Nittel 2002–2014 Peter Kathan senior 2014–2019 Benjamin Hinterstocker 2019–2021 Christian Künast 2021–2023 Thomas Schädler seit 2023 Jeff MacLeod

Platzierungen bei internationalen Turnieren Olympische Spiele Turnier Ort Platzierung 1998 Nagano, Japan nicht qualifiziert 2002 Salt Lake City, Vereinigte Staaten 6. Platz 2006 Turin, Italien 5. Platz 2010 Vancouver, Kanada nicht qualifiziert 2014 Sotschi, Russland 6. Platz 2018 Pyeongchang, Südkorea nicht qualifiziert 2022 Peking, Volksrepublik China nicht qualifiziert 2026 Mailand, Italien 7. Platz

Weltmeisterschaften Turnier Ort Platzierung 1990 Ottawa, Kanada 7. Platz 1992 Tampere, Finnland nicht qualifiziert 1994 Lake Placid, Vereinigte Staaten 8. Platz 1997 Kitchener, Kanada nicht qualifiziert 1999 Espoo und Vantaa, Finnland 7. Platz 2000 Mississauga u. a., Kanada 7. Platz 2001 Blaine, Fridley, Minneapolis u. a., Vereinigte Staaten 5. Platz 2004 Halifax und Dartmouth, Kanada 6. Platz 2005 Linköping und Norrköping, Schweden 5. Platz 2007 Winnipeg und Selkirk, Kanada 8. Platz 2008 Harbin, Volksrepublik China 9. Platz 2009 Graz, Österreich Division I – 2. Platz 2011 Ravensburg, Deutschland Division I – 1. Platz 2012 Burlington, Vereinigte Staaten 7. Platz 2013 Ottawa, Kanada 5. Platz 2015 Malmö, Schweden 8. Platz 2016 Aalborg, Dänemark Division I – 1. Platz 2017 Plymouth, Vereinigte Staaten 4. Platz 2019 Espoo, Finnland 7. Platz 2021 Calgary, Kanada 8. Platz 2022 Herning und Frederikshavn, Dänemark 9. Platz 2023 Brampton, Kanada 8. Platz 2024 Utica, Vereinigte Staaten 6. Platz 2025 Budweis, Tschechien 8. Platz

Europameisterschaften Turnier Ort Platzierung 1989 Düsseldorf und Ratingen, Deutschland 3. Platz 1991 Frýdek-Místek und Havířov, Tschechoslowakei 6. Platz 1993 Esbjerg, Dänemark 4. Platz 1995 Riga, Lettland 5. Platz 1996 Jaroslawl, Russland 6. Platz

Air Canada Cup/MLP Nations Cup Turnier Ort Platzierung Air Canada Cup 2003 Hannover, Salzgitter, Braunlage, Deutschland 4. Platz Air Canada Cup 2004 Bad Tölz, Garmisch-Partenkirchen, Deutschland 2. Platz Air Canada Cup 2005 Duisburg, Deutschland 4. Platz Air Canada Cup 2006 Ravensburg, Deutschland 4. Platz Air Canada Cup 2007 Ravensburg, Deutschland 2. Platz Air Canada Cup 2008 Ravensburg, Deutschland 6. Platz MLP Nations Cup 2009 Ravensburg, Deutschland 4. Platz MLP Nations Cup 2010 Ravensburg, Deutschland 6. Platz MLP Nations Cup 2011 Kreuzlingen, Schweiz 4. Platz meco nations cup 2012 Füssen u. a., Deutschland 5. Platz meco nations cup 2013 Füssen, Ravensburg, Memmingen, Deutschland 4. Platz

Deutschland Cup Turnier Ort Platzierung 2023 Landshut, Deutschland 3. Platz 2024 Landshut, Deutschland 1. Platz 2025 Landshut, Deutschland

Siehe auch Eishockey in Deutschland

Weblinks Frauen-Nationalmannschaft. Deutscher Eishockey-Bund Germany-Women-Official-Results bei nationalteamsoficehockey.com

Einzelnachweise

Kategorie:Eishockeynationalmannschaft (Frauen) Frauen Kategorie:Frauensport (Deutschland) Kategorie:Nationalmannschaftsgründung 1988