Die deutsche Hockeynationalmannschaft der Herren ist eine vom Bundestrainer getroffene Auswahl deutscher Spitzenspieler in der Sportart Hockey. Sie repräsentiert den Deutschen Hockey-Bund (DHB) auf internationaler Ebene, zum Beispiel bei der Hockey-Weltmeisterschaft, der FIH Pro League oder den Olympischen Spielen. Die Mannschaft ist vierfacher und amtierender Hockey-Weltmeister (Feld) – daran gemessen neben Pakistan die erfolgreichste Hockeynationalmannschaft der Welt – und gewann viermal die Goldmedaille bei den Olympischen Spielen.
In den Jahren 1963, 1972, 1992 und 2008 wurde sie von Sportjournalisten zur Mannschaft des Jahres in Deutschland gewählt.
Aktuell (31. August 2026) steht die Nationalmannschaft in der Weltrangliste auf dem Feld auf Rang 1.
Erfolge Feldhockey mini|300px|Das deutsche Herren-Team vor dem WM-Halbfinale 2006 gegen Spanien: Draguhn, Hentschel, P. Zeller, Witthaus, C. Zeller, Weissenborn, Scharowsky, B. Emmerling, Montag, Fürste, Nevado, Duckwitz, Biederlack, Crone, Bubolz, Wess
mini|Ölporträt des Rekordnationalspielers Tobias Hauke (375 Länderspiele)
Olympische Spiele Bronze bei den IX. Olympischen Spielen 1928 in Amsterdam Silber bei den XI. Olympischen Spielen 1936 in Berlin Bronze bei den XVI. Olympischen Spielen 1956 in Melbourne Gold bei den XX. Olympischen Spielen 1972 in München Silber bei den XXIII. Olympischen Spielen 1984 in Los Angeles Silber bei den XXIV. Olympischen Spielen 1988 in Seoul Gold bei den XXV. Olympischen Spielen 1992 in Barcelona Bronze bei den XXVIII. Olympischen Spielen 2004 in Athen Gold bei den XXIX. Olympischen Spielen 2008 in Peking Gold bei den XXX. Olympischen Spielen 2012 in London Bronze bei den XXXI. Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro Silber bei den XXXIII. Olympischen Spielen 2024 in Paris
Weltmeisterschaften Platzierungen bei Hockey-Weltmeisterschaften 5. Platz bei der 1. Weltmeisterschaft 1971 in Pakistan 3. Platz bei der 2. Weltmeisterschaft 1973 in den Niederlanden 3. Platz bei der 3. Weltmeisterschaft 1975 in Malaysia 4. Platz bei der 4. Weltmeisterschaft 1978 in Argentinien 2. Platz bei der 5. Weltmeisterschaft 1982 in Indien (gegen Pakistan) 3. Platz bei der 6. Weltmeisterschaft 1986 in England 4. Platz bei der 7. Weltmeisterschaft 1990 in Pakistan 4. Platz bei der 8. Weltmeisterschaft 1994 in Australien 3. Platz bei der 9. Weltmeisterschaft 1998 in den Niederlanden 1. Platz bei der 10. Weltmeisterschaft 2002 in Malaysia (gegen Australien) 1. Platz bei der 11. Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland (gegen Australien) 2. Platz bei der 12. Weltmeisterschaft 2010 in Indien (gegen Australien) 6. Platz bei den 13. Weltmeisterschaft 2014 in den Niederlanden 5. Platz bei den 14. Weltmeisterschaft 2018 in Indien 1. Platz bei der 15. Weltmeisterschaft 2023 in Indien (gegen Belgien) 1. Platz bei der 16. Weltmeisterschaft 2026 in Belgien und den Niederlanden (gegen Spanien)
Europameisterschaften Rekordsieger (9 Erfolge) bei Europameisterschaften (1970, 1978, 1991, 1995, 1999, 2003, 2011, 2013, 2025) 1. Platz bei der 1. Europameisterschaft 1970 in Belgien 2. Platz bei der 2. Europameisterschaft 1974 in Spanien/Madrid 1. Platz bei der 3. Europameisterschaft 1978 in Deutschland/Hannover 3. Platz bei der 4. Europameisterschaft 1983 in den Niederlanden/Amsterdam 3. Platz bei der 5. Europameisterschaft 1987 in der Sowjetunion/Moskau 1. Platz bei der 6. Europameisterschaft 1991 in Frankreich/Paris 1. Platz bei der 7. Europameisterschaft 1995 in Irland/Dublin 1. Platz bei der 8. Europameisterschaft 1999 in Italien/Padua 1. Platz bei der 9. Europameisterschaft 2003 in Spanien/Barcelona 3. Platz bei der 10. Europameisterschaft 2005 in Deutschland/Leipzig 4. Platz bei der 11. Europameisterschaft 2007 in England/Manchester 2. Platz bei der 12. Europameisterschaft 2009 in den Niederlanden/Amstelveen 1. Platz bei der 13. Europameisterschaft 2011 in Deutschland/Mönchengladbach 1. Platz bei der 14. Europameisterschaft 2013 in Belgien/Antwerpen 2. Platz bei der 15. Europameisterschaft 2015 in Großbritannien/London 4. Platz bei der 16. Europameisterschaft 2017 in den Niederlanden/Amstelveen 4. Platz bei der 17. Europameisterschaft 2019 in Belgien/Antwerpen 2. Platz bei der 18. Europameisterschaft 2021 in den Niederlanden/Amstelveen 4. Platz bei der 19. Europameisterschaft 2023 in Deutschland/Mönchengladbach 1. Platz bei der 20. Europameisterschaft 2025 in Deutschland/Mönchengladbach
Champions Trophy 10-facher Sieger der FIH Champions Trophy (1986, 1987, 1988, 1991, 1992, 1995, 1997, 2001, 2007, 2014) 2. Platz bei der FIH Champions Trophy 1980 in Pakistan 3. Platz bei der FIH Champions Trophy 1981 in Pakistan 3. Platz bei der FIH Champions Trophy 1983 in Pakistan 3. Platz bei der FIH Champions Trophy 1985 in Australien 1. Platz bei der FIH Champions Trophy 1986 in Pakistan 1. Platz bei der FIH Champions Trophy 1987 in den Niederlanden 1. Platz bei der FIH Champions Trophy 1988 in Pakistan 3. Platz bei der FIH Champions Trophy 1989 in Deutschland/Berlin 3. Platz bei der FIH Champions Trophy 1990 in Australien 1. Platz bei der FIH Champions Trophy 1991 in Deutschland/Berlin 1. Platz bei der FIH Champions Trophy 1992 in Pakistan 2. Platz bei der FIH Champions Trophy 1993 in Malaysia 2. Platz bei der FIH Champions Trophy 1994 in Pakistan 1. Platz bei der FIH Champions Trophy 1995 in Deutschland/Berlin 3. Platz bei der FIH Champions Trophy 1996 in Indien 1. Platz bei der FIH Champions Trophy 1997 in Australien 2. Platz bei der FIH Champions Trophy 2000 in den Niederlanden 1. Platz bei der FIH Champions Trophy 2001 in den Niederlanden 2. Platz bei der FIH Champions Trophy 2002 in Deutschland/Köln 2. Platz bei der FIH Champions Trophy 2006 in Spanien 1. Platz bei der FIH Champions Trophy 2007 in Malaysia 2. Platz bei der FIH Champions Trophy 2009 in Australien 1. Platz bei der FIH Champions Trophy 2014 in Indienhockey.de 3. Platz bei der FIH Champions Trophy 2016 in England
Erfolge Hallenhockey Hallenweltmeisterschaften 1. Platz bei der Hallenhockey-Weltmeisterschaft 2003 in Deutschland (gegen Polen), 1. Platz bei der Hallenhockey-Weltmeisterschaft 2007 in Österreich (gegen Polen) 1. Platz bei der Hallenhockey-Weltmeisterschaft 2011 in Polen (gegen Polen) 3. Platz bei der Hallenhockey-Weltmeisterschaft 2015 in Deutschland (gegen den Iran) 2. Platz bei der Hallenhockey-Weltmeisterschaft 2018 in Deutschland/Berlin (gegen Österreich) 1. Platz bei der Hallenhockey-Weltmeisterschaft 2025 in Kroatien/Poreč (gegen Österreich)
Halleneuropameisterschaften Rekordsieger bei Europameisterschaften (17 Titel bei 21 Europameisterschaften) 1. Platz bei der Europameisterschaft 1974 in Deutschland/Berlin 1. Platz bei der Europameisterschaft 1976 in den Niederlanden 1. Platz bei der Europameisterschaft 1980 in der Schweiz 1. Platz bei der Europameisterschaft 1984 in Schottland 1. Platz bei der Europameisterschaft 1988 in Österreich29.01. Deutschland–Schottland 11:4; 30.01. Deutschland–Frankreich 7:7; 30.01. Deutschland–Spanien 8:6; 31.01. Deutschland–Polen 14:3; 31.01. Deutschland–Österreich 4:0. (Quelle:Hockey.de). Spieler: Dirk Brinkmann, Ulrich Mayer, Michael Hilgers, Stefan Saliger, Volker Fried, Thomas Gunst, Andreas Keller, Torwart Tobias Frank, Torwart Christian Schliemann, Kapitän Ekkhard Schmidt-Opper, Andreas Mollandin. Trainer: Klaus Kleiter. Die Silbermedaille gewinnt Frankreich, Bronze Österreich. (Quelle: rrk-online.de). 1. Platz bei der Europameisterschaft 1991 in England22.2.–24.2.1991 in Birmingham: 22.02. Deutschland–Spanien 13:0; 23.02. Deutschland–Schweiz 11:7; 23.02. Deutschland–Schottland 8:1; 23.02. Deutschland–Polen 5:2; 24.02. Deutschland–England 7:3. Spieler: Stefan Blöcher (SC Frankfurt 1880), Thomas Brinkmann (Uhlenhorst Mülheim), Volker Fried (Rot-Weiss Köln), Christopher Gerber (Limburger HC), Holm Gregoire (Berliner HC), Michael Hilgers (Gladbacher HTC), Andreas Keller (Berliner HC), Michael Knauth (Limburger HC), Oliver Kurtz (Rot-Weiss Köln), Michael Metz (Dürkheimer HC), Frederick Ness (Club an der Alster), Stefan Saliger (Harvestehuder THC). Trainer: Paul Lissek. (Quelle:Hockey.de). 1. Platz bei der Europameisterschaft 1994 in Deutschland/Bonn 1. Platz bei der Europameisterschaft 1997 in Frankreich 1. Platz bei der Europameisterschaft 1999 in Dänemark 1. Platz bei der Europameisterschaft 2001 in der Schweiz 1. Platz bei der Europameisterschaft 2003 in Spanien 1. Platz bei der Europameisterschaft 2006 in den Niederlanden 2. Platz bei der Europameisterschaft 2008 in Russland 1. Platz bei der Europameisterschaft 2012 in Deutschland/Leipzig 1. Platz bei der Europameisterschaft 2014 in Österreich 1. Platz bei der Europameisterschaft 2016 in Tschechien 3. Platz bei der Europameisterschaft 2018 in Belgien 1. Platz bei der Europameisterschaft 2020 in Deutschland/Berlin 2. Platz bei der Europameisterschaft 2022 in Deutschland/Hamburg 1. Platz bei der Europameisterschaft 2024 in Belgien/Löwen 4. Platz bei der Europameisterschaft 2026 in Deutschland/Heidelberg
Sonstige Erfolge und Auszeichnungen „Mannschaft des Jahres“ 1963, 1972, 1992 und 2008
Bundestrainer Eine chronologische Übersicht über alle Trainer seit 1969: Amtszeit Trainer 1969–1973 Horst Wein 1974–1990 Klaus Kleiter 1990–2000 Paul Lissek 2000–2006 Bernhard Peters 2006–2015 Markus Weise 2015–2016 Valentin Altenburg (kommissarisch) 2016–2019 Stefan Kermas 2019–2021 Kais al Saadi seit 2022 André Henning
Olympische Kader Für die Olympischen Spiele 2016 in Rio berief Trainer Altenburg folgenden KaderErsatztorwart war Tobias Walter. Bei Verletzung und/oder Krankheit darf der Torwart ersetzt werden. Der Ersatztorwart erhält keine P-Akkreditierung, sofern zwei Feldspieler als P-akkreditierte Sportler nominiert wurden (Quelle: „Appendix 1“ zu „P Alternate Athletes“ der „Late Athlete Replacement“; FIH Competition Regulations Olympic Games, Rio 2016, S. 35). (Stand: 14. Juli 2016) Nr. Spielername Jahrgang Ländersp. TW/C Verein 1 Nicolas Jacobi 1987 106 TW Uhlenhorster HC 2 Mathias Müller 1992 48 Rot-Weiß Köln 3 Linus Butt 1982 163 Crefelder HTC 6 Martin Häner 1988 180 Berliner HC 7 Moritz Trompertz 1995 15 Rot-Weiß Köln 8 Mats Grambusch 1992 74 Rot-Weiß Köln 9 Oskar Deecke 1986 213 Crefelder HTC 10 Christopher Wesley 1987 153 Nürnberger HTC 12 Timm Herzbruch 1997 30 Uhlenhorst Mülheim 13 Tobias Hauke 1987 291 Harvestehuder THC 15 Tom Grambusch 1995 12 Rot-Weiß Köln 17 Christopher Rühr 1993 78 Rot-Weiß Köln 18 Oliver Korn 1984 197 Uhlenhorster HC 20 Martin Zwicker 1987 172 Berliner HC 21 Moritz Fürste 1984 280 Uhlenhorster HC 23 Florian Fuchs 1991 157 Uhlenhorster HC 27 Timur Oruz 1994 36 Rot-Weiß Köln 29 Niklas Wellen 1994 53 Crefelder HTC
Für die Olympischen Spiele 2012 in London berief Trainer Weise folgenden Kader. (Stand: August 2012) Nr. Spielername Jahrgang Ländersp. TW/C Verein 4 Maximilian Müller 1987 157 Nürnberger HTC 6 Martin Häner 1988 88 Berliner HC 7 Oskar Deecke 1986 120 Crefelder HTC 8 Christopher Wesley 1987 61 Nürnberger HTC 9 Moritz Fürste 1984 188 Uhlenhorster HC 13 Tobias Hauke 1987 181 Harvestehuder THC 14 Jan Philipp Rabente 1987 171 Uhlenhorst Mülheim 15 Benjamin Wess 1985 139 Rot-Weiß Köln 17 Timo Wess 1982 254 Rot-Weiß Köln 18 Oliver Korn 1984 120 Uhlenhorster HC 19 Christopher Zeller 1984 168 Rot-Weiß Köln 21 Max Weinhold 1982 87 TW Rot-Weiß Köln 22 Matthias Witthaus 1982 354 Mannheimer HC 23 Florian Fuchs 1991 60 Uhlenhorster HC 25 Philipp Zeller 1983 188 Rot-Weiß Köln 26 Thilo Stralkowski 1987 45 Uhlenhorst Mülheim X Linus ButtP-akkreditierte Feldspieler 1987 X Crefelder HTC X Nicolas Jacobi 1987 X TW Uhlenhorster HC
Weblinks
Website des Deutschen Hockey-Bundes
Anmerkungen
Hockey Kategorie:Hockeynationalmannschaft (Herren) Nationalmannschaft der Herren Hockeynationalmannschaft Herren