Die Triathlon-Bundesliga (auch benamt nach dem Hauptsponsor 1. Bitburger 0,0 % Triathlon-Bundesliga; zwischenzeitlich auch Deutsche Triathlon Liga (DTL)) umfasst mit der eingleisigen 1. Liga und der zweigleisigen 2. Liga Nord und Süd die beiden höchsten deutschen Triathlonligen. Die 1. Triathlon-Bundesliga wurde 1996 eingeführt, die 2. Liga in ihrer heute bestehenden Form 2006. Die Ligen werden zusammen jährlich von der Deutschen Triathlon Union (DTU) ausgeschriebenAusschreibung deutsche Mannschaftsmeisterschaften der DTU und betreut.
Geschichte Vorläufer der Triathlon-Bundesliga war die nordrhein-westfälische „Kronen Triathlon Tour“, kurz „Kronen-Liga“, in der teilweise aber auch schon Vereinen anderer Bundesländer Startrecht gewährt wurde – zum Beispiel dem hessischen DSW 1912 Darmstadt.Historie – 1994 bis 1997 in Die 1. Triathlon-Bundesliga wurde dann erstmals im Jahr 1996 bundesweit durchgeführt und bestand bei den Männern zunächst aus 20 Teams, von denen sechs am Ende der Saison abstiegen. Die Abstiegsregelung wurde bei den Frauen nicht angewandt, da nur rund zehn Teams teilnahmen.
Mit der Saison 2004 wurde zur besseren Vermarktung der 1. Triathlon-Bundesliga der Name Deutsche Triathlonliga (DTL) eingeführt.DTL – Deutsche Triathlon Liga (24. November 2003) 2006 wurde das Ligensystem insgesamt neu strukturiert: zwischen die 1. Triathlon-Bundesliga und die vorher sechs 2. Triathlon-Bundesligen wurden zwei neue 2. Triathlon-Bundesligen geschoben. Aus den ehemals 2. Triathlon-Bundesligen wurden die sechs Regionalligen. Der Begriff Deutsche Triathlon Liga (DTL) umfasst seitdem die 1. und 2. Triathlon-Bundesliga.
Von 2011 in TOUR Magazin vom 16. März 2011 bis 2014 wurde die 1. Triathlon-Bundesliga von der Triathlon Bundesliga GmbH organisiert und vermarktet, deren Gesellschafter die Vereine der Triathlon-Bundesliga waren. Anfang 2015 wurde die Triathlon Bundesliga GmbH wieder aufgelöst, die Partnerakquise und Betreuung für die 1. Triathlon-Bundesliga erfolgt – wie auch bereits zuvor für die 2. Triathlon-Bundesligen – wieder durch die DTU.Seither wird auch der Begriff Deutsche Triathlon Liga nicht mehr verwendet. Pressemitteilung der DTU vom Mai 2015. Seither wird auch der Begriff Deutsche Triathlon Liga nicht mehr verwendet. Die höchste deutsche Triathlonliga firmiert seit der Saison 2016 unter dem Sponsoring-Namen 1. Bitburger 0,0 % Triathlon-Bundesliga.
Reglement Pro Wettkampf starten fünf Männer bzw. vier Frauen je Team, davon werden die ersten vier bzw. drei gewertet. Bei Einzelwettkämpfen wird die Teamwertung durch die Addition der Einzelplatzierungen ermittelt. Das Team mit der geringsten Platzziffer hat gewonnen. Für die Ligawertung werden die Teamplatzierungen addiert. Bei Punktgleichheit der Teamplatzziffern entscheidet die Summe der Einzelplatzziffern.
Einige Wettkämpfe (z. B. in der 2. Bundesliga) bestehen aus einem sehr kurzen Grand Prix und einem anschließenden Team-Jagdrennen. Unter den Wettkämpfen ist in der Regel auch die DTU Deutsche Meisterschaft der Elite. Die Rennen sind für Windschattenfahren freigegeben. Die Teams auf den Plätzen 15 und 16 bei den Männern sowie 13 und 14 bei den Frauen steigen in die 2. Triathlon-Bundesliga ab.
Die höchste Liga seit 1996 Format Üblicherweise werden heute die Rennen über die Sprintdistanz mit 0,75 km Schwimmen, 20 km Radfahren und 5 km Laufen in unterschiedlichen Formaten ausgetragen. Die genaue Länge der Radstrecke variiert je nach örtlichen Gegebenheiten leicht. In den Anfangsjahren der Liga wurden häufiger auch Rennen über die doppelt so lange olympische Distanz ausgetragen.
Veranstaltungsorte Die Veranstaltungsorte variieren von Jahr zu Jahr aus verschiedenen Gründen, sodass bislang keine zwei Saisons an denselben Orten ausgetragen wurden. Häufig werden die Rennen der Triathlon-Bundesliga im Rahmenprogramm anderer Triathlon-Veranstaltungen integriert, zum Beispiel dem Ironman 70.3 Kraichgau, dem Schliersee Alpentriathlon oder dem Maschsee-Triathlon in Hannover. Der Triathlon am Schliersee war von 2002 bis 2013 durchgehend im Kalender und wurde dann ab 2014 vom Rennen im Kraichgau abgelöst, das mittlerweile den Saisonstart bildet. Dieser fand zuvor mit wenigen Ausnahmen traditionell in Nordrhein-Westfalen statt. 2022 kehrte das Rennen am Schliersee nochmals für zwei Jahre in den Kalender zurück und war damit gemeinsam mit dem Kraichgau-Rennen im Programm. Weitere regelmäßige Veranstaltungsorte sind mittlerweile Tübingen, Düsseldorf und Hannover. Mit München, Stuttgart, Saarbrücken, Düsseldorf, Hannover, Berlin, Potsdam und Kiel wurden im Laufe der Zeit in acht von 16 Landeshauptstädten Rennen ausgetragen. Jahr 1. Rennen 2. Rennen 3. Rennen 4. Rennen 5. Rennen 1999 Gladbeck Glücksburg Landau an der Isar Riederau Witten 2000 Gladbeck Darmstadt Landau an der Isar Heidelberg Witten 2001 Gladbeck Hannover Frankfurt am Main Ravensburg Witten 2002 Gladbeck Frankfurt am Main Schliersee Hannover Stuttgart 2003 Gladbeck (24. Mai) Stuttgart (8. Juni) Witten (12. Juli) Schliersee (26. Juli) Krefeld (31. August) 2004 München (23. Mai) Gladbeck (13. Juni) Potsdam (20. Juni) Schliersee (26. Juni) Gießen (18. Juli, 5. Rennen) Leipzig (8. August, 6. Rennen) 2005 Gladbeck (22. Mai) Heuchelberg (11. Juni) Potsdam (18. Juni) Schliersee (23. Juli) Kiel (14. August) 2006 Gladbeck (21. Mai) Bocholt (11. Juni) Schliersee (15. Juli) München (29. Juli) Kiel (13. August) 2007 Gladbeck (20. Mai) Schliersee (16. Juni) München (14./15. Juli) Kiel (4. August) Gelsenkirchen (18. August) 2008 Gladbeck (25. Mai) Schliersee (21. Juni) Greven (20. Juli) Gelsenkirchen (2. August)- 2009 Gladbeck (24. Mai) Witten (13. Juni) Schliersee (20. Juni) Offenburg (18. Juli)- 2010 Gladbeck (16. Mai) Witten (23. Mai) Offenburg (4. Juli) Hannover (4./5. September) Schliersee (18. September) 2011 Paderborn (28./29. Mai) Schliersee (2. Juli) Grimma (28. August) Hannover (4. September)- 2012 Darmstadt (3. Juni) Düsseldorf (8. Juli) Hannover (2. September) Schliersee (8. September)- 2013 Buschhütten (12. Mai) Schliersee (22. Juni) Düsseldorf (30. Juni) Hannover (31. August)- 2014 Buschhütten (11. Mai) Kraichgau (14. Juni) Düsseldorf (6. Juli) Hannover (6. September)- 2015 Buschhütten (10. Mai) Kraichgau (6. Juni) Düsseldorf (28. Juni) Tübingen (2. August)- 2016 Kraichgau (4. Juni) Ingolstadt (12. Juni) Düsseldorf (26. Juni) Tübingen (24. Juli)- 2017 Kraichgau (10. Juni) Münster (23. Juli) Tübingen (6. August) Grimma (20. August) Rügen (9. September) 2018 Kraichgau (2. Juni) Düsseldorf (1. Juli) Münster (22. Juli) Tübingen (5. August) Rügen (8. September) 2019 Kraichgau (1. Juni) Düsseldorf (23. Juni) Tübingen (21. Juli) Berlin (3. August)- 2020 keine Saison aufgrund der COVID-19-Pandemie 2021 Berlin (5. Juni) Potsdam (27. Juni) Nürnberg (8. August) Saarbrücken (28. August)- 2022 Kraichgau (28. Mai) Berlin (25. Juni) Schliersee (17. Juli) Nürnberg (7. August) Hannover (3. September) 2023 Kraichgau (20. Mai) Schliersee (25. Juni) Düsseldorf (8. Juli) Tübingen (23. Juli) Hannover (2. September) 2024 Kraichgau (25. Mai) Tübingen (21. Juli) Dresden (10. August) Hannover (7. September)- 2025 Kraichgau (24. Mai) Tübingen (20. Juli) Dresden (2./3 August) Allgäu (15. August) Hannover (6. September)-
mini|Die Französin Charlotte Morel, Schliersee-Siegerin in der Deutschen Bundesliga, 2012
Teams 2024 Im Vergleich zur Vorsaison zog das EJOT Team TV Buschhütten sowohl seine Damen- als auch Herrenmannschaft aus der Bundesliga zurück, bei den Damen zudem der Post-SV Tübingen. Dadurch gab es nur jeweils einen Absteiger, bei den Damen das Heikotel Tri-Team Hamburg und bei den Herren das Team B&H Sport-Club Itzehoe. Erstmalige Aufsteiger (*) sind das Tri-Team Freiburg (Damen) sowie das Triathlon-Team Ratingen (Herren), bei den Herren kehrt außerdem das Team Nikar Heidelberg nach einjähriger Abstinenz wieder in die 1. Liga zurück. Bei den Damen gibt es die neuen Startgemeinschaften SG Karlsruhe/Neckarsulm sowie SG Viernheim/Saar (aus Amicitia Viernheim sowie dem LTF Marpingen), die ehemalige Startgemeinschaft aus Dresdener Spitzen und dem LTV Erfurt wurde aufgelöst und Dresden startet in dieser Saison als eigene Mannschaft. Frauenteams 2024 Männerteams 2024 Berliner Triathlon Team Triathlon Potsdam Dr. Loges Triathlon Team Lüneburg Triathlon Team DSW Darmstadt SSF Bonn Team artegic triathlon.one Witten SG Viernheim/Saar Dresdener Spitzen Team Mitteldeutschland Absolute Teamsport KTT 01 Team Bad Orb – Gesund im Spessart SV Würzburg 05 SG Karlsruhe/Neckarsulm Sparda-Bank Team Hagen Tri-Team Freiburg * HYLO Team Saar PSD Bank Tri Post Trier HEP Performance Team NSU Berliner Triathlon Team Triathlon Team DSW Darmstadt Triathlon Potsdam SSF Bonn Team artegic PUSCH-DATA-Team AST Süßen Team Weimarer Ingenieure SV Würzburg 05 WEICON Tri Finish Münster Absolute Teamsport KTT 01 triathlon.one Witten Triathlon-Team KSV Baunatal Triathlon-Team Ratingen * Team Nikar Heidelberg *
2017 In der Saison 2017 gingen 16 Männer- und 14 Frauenteams an den Start. Innerhalb der Saison, von Anfang Juni bis Mitte September, fanden fünf Wettkämpfe über die Sprintdistanz (0,75 km Schwimmen, 20 km Radfahren und 5 km Laufen) statt. Nach dem Auftaktrennen in Ubstadt-Weiher (Kraichgau) am 10. Juni 2017 folgte die Bundesliga-Premiere in Münster am 23. Juli. Tübingen war am 6. August Gastgeber des dritten Wettkampfs der Saison. Im sächsischen Grimma trafen die 30 Teams dann zum vierten Mal aufeinander. Das große Saisonfinale fand am 9. September erstmals im Ostseebad Binz auf der Insel Rügen statt.
Nach der Saison 2017 zogen sich ROWE Triathlon (Frauen und Männer), das KOMET Team TV Lemgo, das LTS Team TV Mengen (jeweils Frauen) und das Kiwami Triteam Grassau (Männer) aus der 1. Bitburger 0,0 % Triathlon-Bundesliga zurück. Zudem schlossen sich PV-Triathlon Witten und die TG Witten zum neuen Team Triathlon Witten zusammen. Einziger sportlicher Absteiger war damit das Hansalog Services Team Göppingen. Der Aufstieg in die höchste deutsche Triathlonliga gelang bei den Frauen den Teams vom MRRC Triathlon aus München, Bayer 05 Uerdingen, Mey Post-SV Tübingen sowie dem 3defacto Team asc Darmstadt. Bei den Männern schafften das Team Nikar Heidelberg, das gebioMized Team W+F Münster und das SPANNRIT Team TSG Kleinostheim den Sprung ins Triathlon-Oberhaus.
Weitere Ligen 2. Triathlon-Bundesliga Übersicht Die zweigleisige 2. Triathlon-Bundesliga unterteilt sich in die 2. Triathlon-Bundesliga Nord und die 2. Triathlon-Bundesliga Süd. Insgesamt sind die 16 Bundesländer auf sechs Regionen verteilt, von denen planmäßig die drei nördlichen Regionen die Liga Nord sowie die drei südlichen die Liga Süd bilden:
mini|Regionen der Triathlon-Bundesliga 2. Bundesliga Nord Nord: , , , , West: Ost: , , , , 2. Bundesliga Süd Mitte: , , BW Süd
Teilweise gibt es leichte Abweichungen davon, so startete das Team des LTV Erfurt beispielsweise in der 2. Bundesliga Süd statt Nord. Je Liga gibt es 16 Herren- und Damenteams. Die zwei Siegerteams können in die 1. Triathlon-Bundesliga aufsteigen, die drei schlechtesten Teams steigen in die Regionalligen ab, sodass jeweils die Meister der Regionalligen in die 2. Liga aufsteigen können. Ausnahmen gibt es hierbei für die zweiten Mannschaften der Teams, die nicht in derselben Liga starten können wie die erste Mannschaft. 2017 fanden in der 2. Triathlon-Bundesliga Süd erstmals auch Rennen für Damenteams statt.
2. Bundesliga Nord Regelmäßige Veranstaltungsorte der 2. Bundesliga Nord sind mittlerweile die nordrhein-westfälischen Städte Gütersloh und Verl, Eutin in Schleswig-Holstein, das sächsische Grimma (nur 2013 wegen Hochwassers abgesagt) sowie die niedersächsische Landeshauptstadt Hannover.