mini|Petermännchen (1907) mini|Taufbecken in der Marienkirche Röbel Christoph Heinrich Hermann Petters (* 24. November 1806 in Parchim als Christoph Heinrich Hermann UllrichKirchenbuch Parchim (St. Georgen): Geburts- und Taufeintrag; getauft am 27. November 1806. Alle gegenteiligen Angaben in der Literatur sind falsch.; † 20. März 1884 in Schwerin) war ein deutscher Bildhauer.

Leben Heinrich Petters war ein unehelicher Sohn (Spurius) des Parchimer Galanteriewarenhändlers Johann Jacob Petters und der noch in anderer Ehe verheirateten Charlotte Dorothea Ullrich, geb. Kychenthal. Nach Scheidung der Mutter heirateten die Eltern im Mai 1807.

Petters besuchte das Gymnasium in Parchim und war ein Schulkamerad von Fritz Reuter. 1838 kam er nach Schwerin, ab 1839 war er Dirigent und Lehrer der Gewerbeschule zu Schwerin. Gemeinsam mit dem Dekorationsmaler Friedrich Schnelle widmete er sich wenige Monate nach der Offenlegung des Patents im August 1839 der Daguerreotypie. Dazu hatte Schnelle bei dem Berliner Kunsthändler Louis Sachse eine von Alphonse Giroux hergestellte Kamera erworben.Repetitorium. Zur Geschichte der Daguerreotypie in Deutschland. Originaldokumente von Herrn Hofkunsthändler Sachse. In: Photographische Mitteilungen, 1889/1890, Band 26., S. 183 (Digitalisat);

Er arbeitete als selbständiger Steinbildhauer in Schwerin, unter anderem an der plastischen Ausschmückung des Schweriner Schlosses, wofür er zur Einweihung 1857 von Großherzog Friedrich Franz II. die Schlossmedaille in Bronze erhielt. In späteren Lebensjahren (ab 1859) widmete Petters sich als Senator in Schwerin auch aktiv der Kommunalpolitik.

Leistungen Petters künstlerisches Werk liegt insbesondere im Bereich der Bauplastik.

Werke 1836/41 Arbeit für den Neubau des Schweriner Schauspielhauses (1882 abgebrannt) 1845/46 ornamentale Teile des Hochaltars im Schweriner Dom 1852 Taufstein und Turmrose für die Marienkirche in Röbel 1855 bildhauerischer Schmuck für Großherzoglicher Jägerhof Schwerin um 1855 Arbeiten für das Schweriner Schloss 1855/56 zwei Herolde am Schlossgartenportal nach Modellen von Albert Wolff um 1856 „Petermännchen“ um 1856 Büste Georg Adolph Demmler Wappenrelief und Herolde am Hauptturm 1857: allegorische Figuren für das Gebäude der Ersparnisanstalt Schwerin nach Entwürfen von Georg Wiese Wappenrelief am Parchimer Rathaus

Literatur August Stüler: Das Schloß zu Schwerin. Verlag Ernst & Horn, Berlin 1869 (zusammen mit Hermann Willebrand und Eduard Prosch, Digitalisat) Horst Zänger: Die konstitutionelle Monarchie und weitere Publikationen aus der Feder des Schweriner Senators, Bürgermeisters und Demokraten Carl Ludwig Friedrich Pohle und aus dem Schaffen von Bildhauer und Senator Christoph Heinrich Hermann Petters. Eigenverlag, Schwerin 2000 Grete Grewolls: Wer war wer in Mecklenburg-Vorpommern? Hinstorff, Rostock 2011, ISBN 978-3-356-01405-1, (Edition Konrad Reich)

Einzelnachweise

Weblinks

Quellen Landeshauptarchiv Schwerin

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