mini| Ely S. Parker war der erste Ureinwohner, der zum „Commissioner of Indian Affairs“ ernannt wurde (amt. 1869–1871). mini|Anzeige für den Verkauf von Land an Weiße aufgrund des „Dawes Act“ 1911. Das Angebot ist unterzeichnet mit Robert G. Valentine, Commissioner of Indian Affairs. mini|Cato Sells, Commissioner of Indian Affairs, 1913 mini|US-Präsident Calvin Coolidge mit vier Osage-Indianern nach der Unterzeichnung des Citizenship Acts Das Bureau of Indian Affairs (BIA; ) ist eine dem Innenministerium der Vereinigten Staaten unterstellte Behörde für Indianerangelegenheiten einschließlich der Reservate. Sie wurde im Jahre 1824 gegründet und war damals noch dem Kriegsministerium der USA unterstellt. 1849 wurde sie dem neu entstandenen Innenministerium zugeordnet. Es ist damit das älteste Amt des Innenministeriums. Nach eigenen Angaben betreut das BIA 567 von der Bundesregierung anerkannte Indianerstämme, mit 1,9 Millionen Mitgliedern. Das BIA verwaltet 55 Millionen Acres (225.000 km²) Land im Auftrag der Indianerstämme. Zirka 42.000 Schüler besuchen 183 BIA-eigene Schulen. Auch betreibt oder unterstützt das Amt 28 Universitäten und Fachhochschulen. Sitz der Behörde ist Washington, D.C. Das Amt befindet sich zurzeit im Umbruch. Stand in der Vergangenheit die Verwaltung und Überwachung der amerikanischen Ureinwohner im Vordergrund seiner Aktivitäten, so möchte das Amt heute helfen, die Lebensbedingungen der indianischen Bevölkerung zu verbessern. Dieser Umbruch ist schwierig, sehen doch viele Indianer das BIA als die Ursache ihrer Probleme. Auch fiel das BIA durch massive Korruptionsfälle negativ auf.The tribes' relationship with the bureau is often described as a love/hate relationship. On the one hand, the bureau is the symbol of the tribes' special relationship with the federal government. On the other hand, tribes have suffered from bureau mismanagement, paternalism, and neglect. It is the hope and objective of many tribal peoples and government officials that tribes can enter into a more equal relationship with the bureau and that the bureau can truly function in an advisory capacity as opposed to dictating policy to tribes.The BIA is currently involved in a lawsuit over its mismanagement of Individual Indian Monies (IIM) trust accounts. The suit was brought against the BIA and the federal government by Elouise Cobell and other individual Native Americans in 1996.

Organisationseinheiten

The Office of Indian Services: Allgemeine Unterstützung des BIA, Katastrophenhilfe, Kinderfürsorge, Stammes-Regierung, Selbstbestimmung und das Büro eigene Straßen-Programm. The Office of Justice Services: Strafverfolgung, Stammes-Gerichte und Haftanstalten. 43 Einheiten der Bureau of Indian Affairs Police unterstehen dem Büro direkt. Weitere 165 Polizeieinheiten werden vom Büro unterstützt und finanziert. The Office of Trust Services: Verwaltet die Liegenschaften der Reservate und einzelner Angehöriger von Indianerstämmen in Zusammenarbeit mit den Reservats-Regierungen. The Office of Field Operations: beaufsichtigt 12 Regionalbüros; Alaska, Great Plains, Northwest, südlichen Plains, Eastern, Navajo, Pazifik, Südwesten, Osten Oklahoma, Mittlerer Westen, Rocky Mountain und Westernhttps://www.bia.gov/regional-offices und 83 Agenturen, die auf Stammes-Ebene, die Aufgaben des Büros durchzuführen.

Geschichte

Einrichtungen, die sich mit den Beziehungen mit den Ureinwohnern beschäftigen, gab es schon seit 1775, als der Zweite Kontinentalkongress Benjamin Franklin und Patrick Henry beauftragte, Verhandlungen mit den Ureinwohnern zu führen. Hintergrund der Verhandlungen war der Unabhängigkeitskrieg der Kolonien gegen England. Man versuchte, die Ureinwohner auf die Seite der Aufständischen zu ziehen, oder aber zu erreichen, dass sie nicht auf Seiten Englands in die Kämpfe eingreifen würden.One of the first acts of the Continental Congress was the creation, in 1775, of three departments of Indian affairs; northern, central, and southern. Among the first departmental commissioners were Benjamin Franklin and Patrick Henry. Their job was to negotiate treaties with tribes and obtain tribal neutrality in the coming Revolutionary War. Fourteen years later, the U. S. Congress established a War Department and made Indian relations a part of its responsibilities.

Im Jahr 1789 übertrug der Kongress der Vereinigten Staaten die Verantwortung für die Beziehungen mit den Indianerstämmen an das Kriegsministerium. Dieses richtete 1809 auf Aufforderung des Kongresses eine eigene Abteilung ein, dass „Office of Indian Trade“. Die Abteilung war primär dafür zuständig, Lizenzen an Pelzhändler zu vergeben, die Handelsposten in den Gebieten westlich der Appalachen errichten wollten.In 1789, Congress moved all Native American relations to the War Department, which had just formed that year. Today, the War Department is known as the Department of Defense. In 1806, Congress established a Superintendent of Indian Trade in the War Department whose responsibility it was to maintain the factory trading network of the fur trade. Die Abteilung wurde von Thomas L. McKenney geführt. 1822 wurde das System der Lizenzierung von Händlern im Indianer-Land wieder abgeschafft, was zu dem Problem führte, wer die Beziehungen mit den Indianerstämmen in Zukunft pflegen sollte. Daraufhin gründete der Verteidigungsminister John C. Calhoun am 11. März 1824 das „Bureau of Indian Affairs“ innerhalb seines Ministeriums, ohne den Kongress um Erlaubnis zu fragen. McKenney wurde von Calhoun zum ersten Leiter der neuen Abteilung ernannt.The abolition of the trading system removed even this effort to centralize the work with the Indians within the War Department. March 11, 1824 Secretary of War John C. Calhoun created what he called the Bureau of Indian Affairs without authorization from the Congress. McKenney, formerly superintendent of Indian trade, was appointed to head the office, with two clerks assigned to him as assistants.

1832 richtete der Kongress die Position eines „Commissioner of Indian Affairs“ ein. 1849 wurde das BIA dem neu geschaffenen Innenministerium zugeschlagen.In 1849, Congress transferred the BIA from the War Department to the newly created Department of the Interior. With this transfer came a change in policy and responsibilities. The removal of tribes to reservations had brought about disease and starvation, which forced the government to begin providing tribes with food and other supplies. Damit änderten sich auch die Aufgaben des BIA. Indianer wurden seit den 1830ern in Reservate umgesiedelt und damit fiel die Versorgung der Reservate mit Lebensmitteln dem Büro zu, da die Versorgung zum einen oftmals Bestandteil der Verträge mit den Stämmen war und anderseits die Reservate aus oftmals wenig ertragreichen Böden bestanden – viele Reservatsbewohner hungerten. Doch die verantwortlichen Mitarbeiter vergrößerten oftmals die Not der Indianer und ihre oft ungerechten Entscheidungen führten zu Spannungen mit den Indianern in den geschaffenen Reservaten. So trug zum Beispiel der Indianeragent Thomas Jacob Galbraith wesentlich zum Ausbruch des Sioux-Aufstand 1862 in Minnesota bei. Die Probleme mit der BIA nahmen dermaßen zu, dass sich der Kongress 1867 gezwungen sah, eine Ermittlungskommission einzurichten, die wesentliche Verbesserungsvorschläge erarbeitete. Das BIA sollte als eigenes Ministerium geführt werden, die Angestellten durch vertrauenswürdigere Personen ersetzt werden. Die Ideen wurden aber nicht umgesetzt.The commission recommended many changes, including the appointment of honest, more effective agents and the establishment of a separate, independent agency for Indian affairs. Some improvements were forthcoming, but the recommendations to remove the BIA from the Interior Department and establish it as an independent agency was never followed.

Im März 1869 übernahm mit Ely Samuel Parker der erste amerikanische Ureinwohner die Leitung des Bureau. Parker widmete sich dieser Aufgabe zunächst mit großem Enthusiasmus, musste aber bald erkennen, dass die Schwerfälligkeit der Bürokratie und die Engstirnigkeit der Bundesregierung alle Bemühungen, das Indianerproblem zu lösen, zunichtemachten. Im August 1871 trat er von seinem Amt zurück, nachdem ihm Unregelmäßigkeiten beim Kauf von Lebensmitteln für vom Hunger bedrohte Stämme vorgeworfen worden waren.

Ab dem Jahr 1880 übernahm die BIA immer mehr Aufgaben in den Reservaten. So wurde das BIA für die Bildung, die Gesundheit, die Gefahrenabwehr, die Verwaltung der Böden, dem Gerichtswesen neben der Versorgung der Bevölkerung zuständig. Um das Jahr 1900 hatte das BIA die Regierung der Reservationen und Stämme übernommen.Indian agents became responsible for operating schools, dispensing justice, distributing supplies, administering allotments, and leasing contracts. By 1900 the Indian agent had, in effect, become the tribal government.

In dieser Zeit war das BIA maßgeblich an der Zerschlagung der Reservate beteiligt. Dies wurde ermöglicht durch den Dawes Act. Das Gesetz verfolgte hauptsächlich zwei Ziele: Zum einen sollte so das Gemeinschaftsgefüge der Indianer gebrochen und die Indianer somit in die amerikanische Gesellschaft integriert werden. Die Indianer sollten Farmer werden. Als solche, so die offizielle Meinung, würden sie viel weniger Land brauchen, als sie für ihre traditionelle nicht-sesshafte Lebensweise als Jäger und Sammler beanspruchten. Die Indianer selbst wehrten sich meist gegen ein Leben als Farmer, insbesondere diejenigen der nördlichen Plains. Diese sahen die Farmarbeit als unwürdig und einschränkend an. Einen weiteren Vorteil der Parzellierung sah die Regierung in dem so freigewordenen überschüssigen Land, das sie mit Gewinn an Weiße verkaufen konnte. Insgesamt verloren die Indianer dadurch 90 Millionen Acres von insgesamt 138 Millionen Acres im Jahre 1887, also rund zwei Drittel.

Das parzellierte Land sollte vom BIA so lange treuhänderisch verwaltet werden, bis die Indianer gelernt hatten, es wie Weiße zu halten, das heißt bis aus den Indianern Farmer geworden waren. Erschwerend kam für die Indianer hinzu, dass das beste Land an Weiße verkauft wurde und sie mit zweitklassigem Land vorliebnehmen mussten. Nebst der Landparzellierung sollten weitere Maßnahmen die Indianer im Schmelztiegel der USA aufgehen lassen. Den Indianern sollte alles Wilde ausgetrieben und sie damit zu Weißen gemacht werden.