Friedrich Clem oder Klemme (* 1273, in Dresden (?); † 25. April 1316, vermutlich ebenda), auch Friedrich der Kleine oder Friedrich von Dresden genannt, war aus dem Geschlecht der Markgrafen von Meißen (Wettiner) und später Herrscher über Dresden. Er bezeichnete sich selbst als "Herr" oder" "Markgraf von Dresden".
Leben Friedrich war vermutlich der jüngste Sohn des Markgrafen Heinrich (III.) von Meißen ("Heinrich des Erlauchten") († 1288) und dessen dritter Ehefrau Elisabeth von Maltitz († 1333).
Um seine erbrechtliche Stellung gegenüber den Söhnen aus der ersten Ehe seines Vaters "de jure" abzusichern und wohl auch in der Hoffnung, Erbstreitigkeiten so vorbeugen zu können, wurde er zusammen mit seiner Mutter, die aus einer Ministerialenfamilie war, 1278 von Rudolf I. in den Reichsfürstenstand erhoben.
Im Jahr 1287 erhielt er von seinem Vater die Städte Dresden, Tharandt, Radeberg und Großenhain als Erbteil zugesprochen. Dabei verstand sich Friedrich als Markgraf von Dresden, obgleich es per se keine Markgrafschaft Dresden gab. Sein Titel in den Urkunden wechselte von „dominus de Dresden“ (Herr von Dresden) zu „marchio de Dresden“ (Markgraf von Dresden).Kurt-Ulrich Jäschke: Markgraf Friedrich der Freidige und König Heinrich VII. – ein offenes Verhältnis. In: Albrecht Greule et al.: Studien zu Literatur, Sprache und Geschichte in Europa. Wolfgang Haubrichs zum 65. Geburtstag gewidmet. Röhrig Universitätsverlag, St. Ingbert 2008, ISBN 978-3-86110-436-0, S. 697. Aber bereits 1289 wollte er seinen Erbteil an die böhmische Krone verkaufen (Vertrag am 12. März 1289). Dies kam aber aufgrund des Einspruchs seines Neffen, Markgraf Friedrich Tuta († 1291), nicht zustande. Am 11. September 1289 kaufte dieser all seine Besitzungen bis auf Dresden auf. Dresden hatte Friedrich bereits an Waldemar von Brandenburg veräußert.
Friedrich verstarb am 25. April 1316 in Dresden und wurde im Kloster Altzella beigesetzt. Nach seinem Tod fielen die Überreste des väterlichen Erbes, da Friedrich keine männlichen Nachkommen hatte, an seinen Vetter Friedrich den Gebissenen.
Friedrichs Ehefrau Jutta von Schwarzburg-Blankenburg, die er um 1305 geheiratet hatte, starb 1329 und wurde im Kloster Ilm bestattet. Seine Tochter Elisabeth von Meißen (gest. n. 2. Mai 1347) heiratete zunächst Otto II. von Anhalt († 1315/1316) und nach dessen Tod Friedrich I. von Weimar-Orlamünde († 1365).
Literatur
Einzelnachweise
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