mini|Wohngebiet der Hoopa

Die Hoopa oder Hupa sind ein Indianerstamm der Athapaskischen Sprachfamilie der Na-Dené-Sprachen im Pazifischen Nordwesten. Die Hoopa bildeten zusammen mit den sprachlich-kulturell eng verwandten Völkern der Tsnungwe (South Fork Hupa, South Hupa), Chimalakwe (New River Tsnungwe, New River Hupa), Chilula (Lower Redwood Creek Hupa) und Whilkut (Redwood Creek Hupa) die nördlichste Gruppe der Pazifikküsten-Athabasken in Kalifornien. Meist werden die genannten Stämme dem Kulturareal von Kalifornien zugeordnet, haben jedoch als sesshafte Wildbeuter und Feldbeuter sowie Fischer (Lachse) viele Kulturtechniken mit den indigenen Völkern der Nordwestküstenkultur gemein.

Heute sind deren Nachfahren meist im offiziell anerkannten Hoopa Valley Tribe registriert, die bereits 1864 eingerichtete Hoopa Valley Indian Reservation ist mit ca. 365,41 km² das größte Reservat in Kalifornien.

Namensgebung Die heute allgemein übliche Stammesbezeichnung leitet sich von Huep’oola’ / Huep’oolaa („Hupa Volk“)Yurok Language Project - Yurok dictionary aus der Yurok-Sprache der benachbarten Yurok her. Die Karok hingegen bezeichneten die „Hupa / Hoopa“ als Kishákeevar / Kishakeevra („Volk entlang des Hupa River, d. h. Trinity River“), da der Trinity River in ihrer Sprache als kishákeevar-sav („Hupa River“) bekannt warArarahih'urípih - Karuk Dictionary.

Die „Hupa / Hoopa“ nennen sich selbst nach dem Hoopa Valley (Na:tini-xw – „Ort, wohin die Pfade/Wege zurückführen“) einfach Na:tinixwe (auch: Natinook-wa – „Volk vom Ort, wohin die Pfade/Wege zurückführen, d. h. des Hoopa Valleys“), manchmal auch mit der Bedeutung als „Volk, beiderseits des Weges“ wiedergegeben.Hupa Online Dictionary and Texts In Abgrenzung zu benachbarten Völkern bezeichnen sie sich auch einfach als Dining’xine:wh („Hupa-sprechendes Volk“).

Wohngebiet und bekannte Siedlungen Hupa / Hoopa Die „Hupa / Hoopa“ sind einer der wenigen Indianerstämme, die noch in ihrem ursprünglichen Lebensraum wohnen. Ihr Stammesgebiet erstreckte sich vom South Fork Trinity River nordwärts entlang des Unterlaufs des Trinity Rivers (Hun’ – „Fluss“) bis zum Hoopa Valley, am New River (Yiduqi-nilin), Mill Creek (Misq’i-nilin) und Klamath River (K’ina’-tahxw-hun’ – „Fluss unter/bei den Yurok, d. h. Klamath River“) im Nordwesten Kaliforniens. Der Trinity River, welcher durch das Hoopa-Valley führt, ist bekannt für seinen Fischreichtum.

Die „Hupa / Hoopa“ selbst unterteilten sich in zwei sog. tribelets (eine führende Siedlung mit mehreren kleineren zugehörigen Siedlungen, agierten als zeremonielle, kulturelle und soziale Einheit), benannt nach den zwei führenden Siedlungen Ta’k’imił-ding (Hostler Ranch) („Ort, wo Eichelsuppe gekocht wird“, religiöses Zentrum mit dem Xontah-nikya:w – „heiliges Haus, wörtlich: großes Haus“) und Me’dilding (Matilton) („Ort des Kanu“); wichtige religiöse Zeremonien und Tänze fanden in „Ta’k’imił-ding (Hostler Ranch)“ statt und dort agierten die beiden tribelets (Gruppen) als zeremonielle Hälften/Seiten des Stammes (ähnlich wie Moieties). Die Me’dilxwe („Volk von Me’dilding/Matilton“, repräsentierten die stromaufwärts gelegenen Hälfte des Hoopa-Tals) und die Ta’k’imiłxwe („Volk von Ta’kimiłding/Hostler Ranch“, repräsentierten die stromabwärts gelegenen Hälfte des Hoopa-Tals).

Auch die Le:lxwe („Volk von łe:l-ding/Le:ldin“, d. h. die Tsnungwe und Chima:lxwe’/Chimalakwe) nahmen manchmal zusammen mit den „Hupa / Hoopa“ in „Ta’kimiłding/Hostler Ranch“ an Tänzen und Zeremonien teil.

Bekannte „Hupa / Hoopa“-Siedlungen: ch’e:’indiqo’-ding, k’inchwiwh-q’it (beide nahe der Mündung des Mill Creek), dahchwin’-ding (unterer Teil der Siedlung me’dil-ding/Matilton), me’dil-ding (Matilton, auch: Captain John’s Ranch), dahwilin-ding, tołts’a’ts’-ding (beide an der Mündung des Supply Creek), diysh-ta:ng’a:-ding (nahe Tish-Tang Point), mine:jixo-na’ne’iłtuł-ding, tse:-yehk’ixa:wh (beide nahe der Siedlung mis-q’it/Miskut), mis-q’it (Miskut), miyi-me’ (Campbell’s Ranch), nilin-kin’-ding (bei den Sugar Bowl-Fällen am Trinity River), noleh-ch’e:l-ding (im Trinity Canyon), ta’k’imił-ding (Hostler Ranch, wichtigstes religiöses Zentrum der „Hupa / Hoopa“), łeht’e:t’e’-ch’iłchwe’-ding (flussaufwärts von ta’k’imił-ding/Hostler Ranch), toliwh-q’it (bergauf von ta’k’imił-ding/Hostler Ranch), yidah-ding (unterer Teil von ta’k’imił-ding/Hostler Ranch), tse:-na:l’a:-ding (nahe von xonsah-ding/Honsading im Hoopa Valley), xonsah-ding (Honsading) (Hoopa Valley), tse:wina:l-ding (Senalton), xahslin-ding (an der Mündung des Horse Linto Creek), xontehł-miwah/xontehł-mingwah (nahe Campbell Field Prairie, einer felsigen Anhöhe an der Westseite des Trinity Rivers), xowung-q’it (erste Siedlung bei Campbell Field Prairie), xowung-q’it (zweite Siedlung bei Kentuck Ranch), yehwilin-ding.

Tsnungwe / South Fork Hupa Die Tsnungwe (Tse:ningxwe – „Tse:ning-q’it (Ironside Mountain) Volk“; auch: Tsanunghwa, Ce:ningxwe, South Fork Hupa, South Fork Trinity River Hupa, South Hupa) lebten direkt südlich der „Hupa / Hoopa“ vom Hoopa Valley ca. 30 Meilen den Trinity River flussaufwärts (südwärts) und am South Fork Trinity River sowie am Willow Creek, weiter nördlich entlang des New River (Yiduqi-nilin) sowie im Gebiet um Burnt Ranch lebten die Chimalakwe (auch: Chima:lxwedie Hupa-sprachigen Völker kannten keinen „r“-Laut und bezeichneten die Chimariko daher als „Chima:lxwe’/Chimalakwe“; Yinahch’in – „Jene, die von flussaufwärts kommen“Sammelbegriff für Tsnungwe, Chimalakwe sowie weiter flussaufwärts (ostwärts) lebende Chimariko und Wintun; auch: New River Tsnungwe, New River Hupa), die meist ebenfalls die Sprache der östlich benachbarten Chimariko beherrschten. Die Tsnungwe bezeichneten sich nach ihrer wichtigsten Siedlung und religiösem Zentrum auch als Le:lxwe („Volk von łe:l-ding/Le:ldin“), die Chima:lxwe’/Chimalakwe entlang New River waren auch als Tł’oh-mitahxwe/Tl’oh-mitah-xwe („Volk, das inmitten von Gras lebt“)ebenfalls die Bezeichnung für die östlich lebenden Shasta entlang des Salmon River und des Upper New River bekannt.

Die Tsnungwe und Chima:lxwe’/Chimalakwe wurden auch als „South Fork Trinity Tribe“, „New River Indians“, „Kelta/Tlelwe/Hlelwe/Tlelding/Leldin Tribe“, „Tlohomtahhoi“, „Chaltasom“ oder „Burnt Ranch Indians“ bezeichnet.Tsnungwe Tribe – Tsnungwe Place Names

Bekannte Tsnungwe-Siedlungen: Willow Creek-Gebiet: misqine:q’it/nisking-q’it, nants’ing-tah (Clover Flat), niskin-ji-ding/niskinje:ndihding (flussaufwärts von Willow Creek), da:chwun’-ding/da:chwan’-ding (gegenüber von niskin-ji-ding), da:chwan’-ding mima:n-ch’ing (gegenüber von da:chwun’-ding, Kimtu), suqe:-q’it/saqe:q’it (alternativ: so-ke’a-keit, sock-kail-kit), saqe:q’it mima:n-ch’ing (gegenüber von suqe:-q’it/saqe:q’it), yinaq-xa:-ding/yinuq xa:-ti-nit (alle drei am Willow Creek), tl’ohday-kyoh-q’it, xowiyk’iLxowh-ding (früher: kiqin-sa’an-ding, Knight’s Trailer Park), tse:-ding/tse:ting (gegenüber von xowiyk’iLxowh-ding/Knight’s Trailer Park), xohxo-ch’e:l-ding/xoxo:ch’e:lding (an der Mündung des Willow Creek), minq’it-ch-ding (Enchanted Springs), q’aykist ch’e:xahsding (China Flat), t’unchwing-tah (alternativ: tash-huan-tat, tash-wan-ta), d’ahilding/to-ye:l-ding (alternativ: a-hel-tah, ta-hail-ta, Whitson’s), yinaq-xa:-ding (kurz oberhalb der Mündung des Willow Creeks); South Fork Trinity-Gebiet: łe:l-ding/Le:ldin (auch: Tlelding - „Platz, wo die Flüsse (South Fork und Trinity) zusammenfließen“, nahe dem heutigen Salyer, größte und führende Tsnungwe-Siedlung; heute: a k’ixinay), me:lchwin-q’it (Teil von łe:l-ding), ta:k’iwe:ltsil-q’it (Teil von łe:l-ding auf der anderen Seite der Mündung des South Fork), ta:ng’ay-q’it (Teil von łe:l-ding, heutiges Salyers; heute: k’ixinay), a:k’iwe:ltsil-q’it, ch’iłte:l-ding/ch’iLte:lting, yisinch’ing-qeh (alle drei am South Fork River), chway-me’ (Sandy Bar), dahchiwh-ding (ca. 12 Meilen oberhalb der Flussmündung), dilchwehch-ding (auch: hay nahdiyaw tehLchwin-ding – „Ort, wo das Geld wächst“, einst bedeutende reiche Siedlung an der Mündung des Campbell Creek), dilchwehch-qeh (am Campbell Creek), lichiwh-ding, tl’oh-wa:ne/xo-litsow-ch-ding/xoLtsowch-ding (Saxey Ranch), niLtaq-tah-ding (Mündung des Mosquito Creek in den Grouse Creek), qosta:n-ding, yahts’ame’, yidahtich’inahding (Ammon Ranch), yunihting (Todd Ranch), niLtaq-tah-ding; Trinity River (South Fork – Cedar Flat)-Gebiet: xan-kya:w-qeh/xan-qeh (am Trinity River), ti-diL -ding (flussabwärts von Salyer), xoling-kyoh-miye, miy-me’ (alternativ: me’-yemma, me-em-ma, Old Campbell Ranch / Fountain Ranch), k’inunq’-ding, tse:-q’it (Swanson’s), no:k’iwowh-ding (flussabwärts von tse:-q’it/Swanson’s), kin-sa’an-ting (Irvings, Hawkins Bar), tse:Le:nga:ding (flussabwärts von kin-sa’an-ting/Irvings), ta:wha:wh-ding (Gray’s Flat), xowung-q’it (an einem See, nahe xweda’ay-sa’an-me’/Chesbro’s), xweda’ay-sa’an-me’ (Wells, Chesbro’s).

Bekannte Chima:lxwe’/Chimalakwe-Siedlungen: Burnt Ranch und New River-Gebiet: tse:n-ding/tse:-nung-din (Burnt Ranch, größte und führende Siedlung der Chima:lxwe’/Chimalakwe), tse:nung-axis-ding (nahe China Slide, flussaufwärts von yinaq-dinung-ting/McDonald’s bei Burnt Ranch), yinaq-dinung-ting (McDonald Ranch, Burnt Ranch), ch’e:nantiLting (an der Mündung des New River), ch’e:na:dawhding (Dyer’s, Bell’s Flat), ch’ixe:ne:wh-din (auch: xolish na:xoxuynta – Martha Dyer Ziegler’s, flussaufwärts von qowh-ding), dahk’ilun-ding (am New River gegenüber von Quimby), k’ilna:dil mito’ (Hoboken), k’iyawh-michwan (am China Creek, auch: xolish ch’ena:xolxolding – China Creek), lige:y de:-dilLa:t-ding (flussaufwärts von tl’ohne:s-ding/Quimby), tl’ohne:s-ding (an der Mündung des Quinby Creek, Ladd’s, Thomas’, Quimby), qowh-ding (südlich von Panther Creek), tl’ohsch’il’e:n-ding (Daily’s, vorher: Moses Patterson), tse:na:ning’a:ding (am Zusammenfluss von East Fork mit dem New River), yidaq-nilin (New River), yidaq-le:na:lding (bei den Flussgabelungen des New River flussaufwärts von Denny).

Die flussaufwärts ostwärts lebenden Karuk bezeichneten die Chima:lxwe’/Chimalakwe als Akráak va’ára („New River Volk“).

Whilkut / (Upper) Redwood Creek Hupa Südwestlich der „Hupa / Hoopa“ und westlich der „Tsnungwe / South Fork Hupa“ lebten im bewaldeten Bergland in meist kleineren Siedlungen als die der benachbarten Stämme drei sog. tribelets (eine führende Siedlung mit mehreren kleineren zugehörigen Siedlungen, agierten als zeremonielle, kulturelle und soziale Einheit) der Whilkut (Xwiy¬q’it-xwe / Xwe:yłq’it-xwe – „Redwood Ridge / Bald Hills Volk“; auch: (Upper) Redwood Creek Hupa): die Kloki Whilkut / Prairie Whilkut (Tł’o:q’-xwe / Xontehł-xwe – „Prairie Volk“ oder Tł’o:q’ Xwiy¬q’it – „Prairie Whilkut“; auch: Redwood Creek Whilkut) entlang des Upper Redwood Creek (ca. 12 Siedlungen) die Mad River Whilkut (Me:w-yinaq / Me:w-yinuq, auch: Mawenok – „unterhalb – stromaufwärts“lt. Merriam-Webster’s Collegiate Dictionary – Eigenname nicht überliefert) entlang des südwestlich parallel verlaufenden Mad Rivers, Maple Creek sowie Boulder Creek (mindestens 16 Siedlungen) im Westen der „Kloki Whilkut / Prairie Whilkut“ sowie die flussabwärts (nördlich) lebenden North Fork (Mad River) Whilkut / Blue Lake Whilkut entlang des North Fork Mad River und im Gebiet um Blue Lake (Yitse’ni-xohch’indił-ding) (mindestens sechs Siedlungen).

Die Whilkut wurden auch als „(Upper) Redwood Creek Indians“ oder „Mad River Indians“ bezeichnet.

Bekannte Whilkut-Siedlungen: ch’iłq’un-ding, mił-tehsch’e:-me’.

Die heute übliche Stammesbezeichnung als „Whilkut“ (mit Varianten als: Whiylqit/Hwil’-kut, Hoilkut, Hoilkut-hoi) geht auf die Hupa-Namen für den Redwood Creek bzw. die Redwood Ridge / Bald Hills als Xwiy¬q’it / Xwe:ył-q’it / Xoył-q’it zurück.

Chilula / Lower Redwood Creek Hupa