Brunhilde Karoline Katharia „Hilde“ WagenerSowohl Filmportal als auch DNB schreiben Katharia, die IMDb Katherine. (* 26. September 1904 in Hannover; † 16. Dezember 1992 in Baden bei Wien) war eine deutsch-österreichische Theater- und Filmschauspielerin.

Leben Brunhilde „Hilde“ Wagener besuchte eine Handelsschule und danach das Pensionat Töchterheim Gerda bei Berlin. Nach ihrer schauspielerischen Ausbildung bei Anna Uhlig in Berlin gab sie ihr Bühnendebüt am Deutschen Theater HannoverAn der Ecke Reuterstraße/Goethestraße 1878/79 von Ferdinand Wallbrecht als privat geführtes Stadttheater erbaut; nach einem die Zahl der Sitzplätze reduzierenden Umbau im Jahr 1900 Deutsches Theater; ab 1926 städtische Operettenbühne; ab Oktober 1933 als Wanderbühne konzipierte Niedersächsische Landesbühne e. V. – Klaus Mlynek (Hrsg.): Geschichte der Stadt Hannover. Band 2: Dieter Brosius: Vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis in die Gegenwart. Schlüter, Hannover 1994, ISBN 3-87706-364-0, S. 388, 468 ff., 526.. Anschließend ging sie nach Wien und spielte dort an der Wiener Bühne und am Renaissancetheater.

Hilde Wagener gab 1923 in dem Spielfilm Die Gasse der Liebe und der Sünde ihr Filmdebüt. 1924 bis 1990 war sie Ensemblemitglied des Burgtheaters, später deren Ehrenmitglied. 1933 erhielt sie den Berufstitel Kammerschauspielerin.Ernst Klee: Das Kulturlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945. S. Fischer, Frankfurt am Main 2007, ISBN 978-3-10-039326-5, S. 635.

Nach dem Anschluss Österreichs, 1938, bewarb sie die bevorstehende Volksabstimmung mit den Worten: „Ich bin mir bewußt, daß wir dieses Wunder unserem Führer Adolf Hitler verdanken!“. Während der NS-Zeit unterlag sie, anders als bisweilen kolportiert, keinem Berufsverbot, sondern spielte während des Zweiten Weltkriegs weiterhin am Burgtheater. Daneben arbeitete sie von 1942 bis 1945 am Wiener Allgemeinen Krankenhaus als Krankenschwester.

Nach dem Zweiten Weltkrieg engagierte sie sich vor allem am Theater, spielte aber auch in Spielfilmen mit wie Sissi. 1949 gründete Wagener zunächst eine Selbsthilfegruppe für in Not geratene Künstlerkollegen, 1955 dann den Verein Künstler helfen Künstlern.

Hilde Wagener war seit Oktober 1928(Bildunterschrift:) mit dem Schauspieler Otto Tressler (1871–1965) verheiratet, ihr Stiefsohn Georg Tressler (1917–2007) wurde ein bekannter Regisseur. miniatur|Hilde Wagener Künstlerheim, Baden bei Wien

Auszeichnungen 1933: Ernennung zur Österreichischen Kammerschauspielerin 1952: Karl-Renner-PreisWiener Rathauskorrespondenz, 10. Dezember 1952, Blatt 1937.Wiener Rathauskorrespondenz, 13. Dezember 1952, Blatt 1966. 1953: Adolf-von-Sonnenthal-Ring 1955: Goldenes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich 1963: Österreichisches Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse 1964: Ehrenring des Burgtheaters 1970: Ehrenmedaille der Bundeshauptstadt Wien in Gold 1976: Großes Verdienstkreuz des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland 1986: Großes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich

Filmografie 1923: Die Gasse der Liebe und der Sünde 1933: Brennendes Geheimnis 1937: Die ganz großen Torheiten  1941: Hauptsache glücklich 1954: Mädchenjahre einer Königin 1955: Drei Männer im Schnee 1955: Sissi 1956: Ich suche Dich 1956: Sissi, die junge Kaiserin 1962: Forever My Love 1963: Die schwarze Kobra 1964: Leocadia (Fernsehfilm) 1964: Eine Frau ohne Bedeutung (Fernsehfilm) 1971: Wenn der Vater mit dem Sohne (Fernsehserie, Folge 11 Die Erbtante) 1973: Hallo – Hotel Sacher … Portier! (Fernsehserie, Folge 1x07 Damen und Sachertorten) 1989: G’schichten aus Österreich – Die Leute vom Schloß (Fernsehreihe)

Literatur Michael Fritthum, Lotte Tobisch-Labotýn (Hrsg.): Von k.u.k. zu KhK. Die Geschichte von Künstler helfen Künstlern und dem Künstlerheim in Baden. Kral, Berndorf 2006, ISBN 3-902447-16-8. – Inhaltsverzeichnis online (PDF; 281 kB). Hermann J. Huber: Langen Müller’s Schauspielerlexikon der Gegenwart. Deutschland. Österreich. Schweiz. Albert Langen • Georg Müller Verlag GmbH, München • Wien 1986, ISBN 3-7844-2058-3, S. 1071. Peter Preissler: Hilde Wagener am Burgtheater. Dissertation. Universität Wien, Wien 1970, OBV. Hilde Wagener, Lotte von Tobisch (Hrsg.): Hilde Wagener zum 75. Geburtstag und zum 30jährigen Bestehen von „Künstler helfen Künstlern“. Österreichischer Bundestheaterverband, Wien 1979, OBV.

Weblinks

Künstlerheim Baden

Anmerkungen

Einzelnachweise

Kategorie:Filmschauspieler Kategorie:Stummfilmschauspieler Kategorie:Burgschauspieler Kategorie:Kammerschauspieler Kategorie:Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes Kategorie:Träger des österreichischen Ehrenkreuzes für Wissenschaft und Kunst I. Klasse Kategorie:Träger des Großen Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich (1952) Kategorie:Träger der Ehrenmedaille der Bundeshauptstadt Wien in Gold Kategorie:Karl-Renner-Preisträger Kategorie:Ehrenmitglied des Burgtheaters Kategorie:Deutscher Kategorie:Österreicher Kategorie:Geboren 1904 Kategorie:Gestorben 1992 Kategorie:Frau