Die 14. Division, für die Dauer des mobilen Verhältnisses auch als 14. Infanterie-Division bezeichnet, war ein Großverband der Preußischen Armee
mini|Am 2. April 1906 führte Kaiser Wilhelm II. (rechts), an der Spitze reitend, das 2. Westfälische Husaren-Regiment Nr. 11 in die Stadt Krefeld. Gliederung Die Division war Teil des VII. Armee-Korps.
Deutsch-Französischer Krieg 27. Infanterie-BrigadeAlfred Cramer: Geschichte des Infanterie-Regiments Prinz Friedrich der Niederlande (2. Westfälisches) Nr. 15. Verlag R. Eisenschmid, Berlin 1910. Niederrheinisches Füsilier-Regiment Nr. 39 1. Hannoversches Infanterie-Regiment Nr. 74 28. Infanterie-Brigade 5. Westfälisches Infanterie-Regiment Nr. 53 2. Hannoversches Infanterie-Regiment Nr. 77 Hannoversches Husaren-Regiment Nr. 15 1. Fußabteilung/1. Westfälisches Feldartillerie-Regiment Nr. 7 1. Kompanie/Pionier-Bataillon Nr. 7 2. Abteilung/1. Westfälisches Feldartillerie-Regiment Nr. 7 Westfälisches Train-Bataillon Nr. 7 in Münster
Friedensgliederung 1914 27. Infanterie-Brigade in Köln Infanterie-Regiment „Freiherr von Sparr“ (3. Westfälisches) Nr. 16 in Köln 5. Westfälisches Infanterie-Regiment Nr. 53 in Köln 28. Infanterie-Brigade in Düsseldorf Niederrheinisches Füsilier-Regiment Nr. 39 in Düsseldorf 8. Lothringisches Infanterie-Regiment Nr. 159 in Mülheim an der Ruhr und Geldern 79. Infanterie-Brigade in Wesel Infanterie-Regiment „Vogel von Falckenstein“ (7. Westfälisches) Nr. 56 in Wesel und Kleve Infanterie-Regiment „Herzog Ferdinand von Braunschweig“ (8. Westfälisches) Nr. 57 in Wesel 14. Kavallerie-Brigade in Düsseldorf 2. Westfälisches Husaren-Regiment Nr. 11 in Krefeld Westfälisches Ulanen-Regiment Nr. 5 in Düsseldorf 14. Feldartillerie-Brigade in Wesel 1. Westfälisches Feldartillerie-Regiment Nr. 7 in Wesel und Düsseldorf Klevesches Feldartillerie-Regiment Nr. 43 in Kleve Landwehrinspektion Düsseldorf Landwehrinspektion Essen
Kriegsgliederung bei Mobilmachung 1914 27. Infanterie-Brigade Infanterie-Regiment „Freiherr von Sparr“ (3. Westfälisches) Nr. 16 5. Westfälisches Infanterie-Regiment Nr. 53 79. Infanterie-Brigade Infanterie-Regiment „Vogel von Falckenstein“ (7. Westfälisches) Nr. 56 Infanterie-Regiment „Herzog Ferdinand von Braunschweig“ (8. Westfälisches) Nr. 57 3. Eskadron/2. Hannoversches Dragoner-Regiment Nr. 16 14. Feldartillerie-Brigade 1. Westfälisches Feldartillerie-Regiment Nr. 7 Klevesches Feldartillerie-Regiment Nr. 43 2. und 3. Kompanie/Pionier-Bataillon Nr. 7
Kriegsgliederung vom 13. April 1918 79. Infanterie-Brigade Infanterie-Regiment „Freiherr von Sparr“ (3. Westfälisches) Nr. 16 Infanterie-Regiment „Vogel von Falckenstein“ (7. Westfälisches) Nr. 56 Infanterie-Regiment „Herzog Ferdinand von Braunschweig“ (8. Westfälisches) Nr. 57 MG-Scharfschützen-Abteilung Nr. 23 5. Eskadron/2. Hannoversches Dragoner-Regiment Nr. 16 Artillerie-Kommandeur Nr. 14 Klevesches Feldartillerie-Regiment Nr. 43 II. Bataillon/Fußartillerie-Regiment Nr. 22 Pionier-Bataillon Nr. 124 Divisions-Nachrichten-Kommandeur Nr. 14
Geschichte Der Großverband wurde ursprünglich am 9. Oktober 1815 als Truppen-Brigade in Trier gebildet und am 5. September 1818 zur 14. Division formiert, die im Oktober 1820 nach Düsseldorf kam.„Die 14. Division, welche sich in Trier befand, kam im Oktober 1820 nach Düsseldorf.“ In: Zeitschrift des Düsseldorfer Geschichtsvereins 1883. S. 13f (uni-duesseldorf.de) Von 1818 bis 1919 stand das Kommando in Düsseldorf.
Deutsch-Französischer Krieg
Die Division stand bereits am 6. August 1870 bei Spichern im Gefecht. Am Morgen des 14. August deuteten Erkundungen darauf hin, dass sich die französische Armee im Abmarsch auf Metz befände. Die 26. Infanterie-Brigade unter Generalmajor Goltz bildete in der folgenden Schlacht bei Colombey-Nouilly die Avantgarde des VII. Korps. Als sich dieser hinreichend orientiert fühlte, um die von den Franzosen beabsichtigte Rückwärtsbewegung zu stören, informierte er sowohl beide Divisionen des VII. Korps als auch das I. Korps, um sich deren Unterstützung im Falle feindlicher Übermacht sicher zu sein, und griff an.
Auf Anordnungen des Prinzen Friedrich Karl, Kommandeur der 2. Armee, vom Abend des 19. August verlegte das VII. Korps sein Hauptquartier nach Ars. General Zastrow teilte für die Einschließung von Metz der 14. Division die des rechten Moselufers zu.
Nach dem Sieg von Sedan und der Gefangennahme des Kaisers und der Mac Mahon'schen Armee war nach Ansicht des Prinzen kein weiterer Durchbruchsversuch nach Norden zu erwarten. Er verlegte den im Westen gelegenen Schwerpunkt nach Süden.
Während die 13. Division in Metz verblieb, zog die 14. zur Belagerung der Festung Diedenhofen. Nach deren Einschluss der Festung, ergab sich diese am 24. November. Die Division folgte nun dem Belagerungskorps.
Erster Weltkrieg Gefechtskalender 1914 9. bis 16. August – Eroberung von Lüttich 21. August – Gefecht bei Obaix 21. August – Gefecht bei Pont-à-Celles 22. August – Gefecht bei L’Allue-Piéton 23. bis 24. August – Schlacht bei Namur 25. August – Verfolgungskämpfe bei Solre-le-Château 27. August – Gefecht bei Catillon 29. bis 30. August – Schlacht bei Schlacht bei St. Quentin 6. bis 9. September – Schlacht am Petit Morin 12. September bis 4. Oktober – Kämpfe bei Reims 5. bis 13. Oktober – Schlacht bei Arras 13. Oktober bis 13. Dezember – Stellungskämpfe in Flandern und Artois 12. Oktober bis 2. November – Schlacht bei La Bassée (Neuve-Chapelle) 14. bis 24. Dezember – Dezemberschlacht in Französisch-Flandern ab 25. Dezember – Stellungskämpfe in Flandern und Artois
1915 bis 8. Mai – Stellungskämpfe in Flandern und Artois 9. Mai bis 23. Juli – Schlacht bei La-Bassée und Arras 24. Juli bis 24. September – Stellungskämpfe in Flandern und Artois 25. September bis 13. Oktober – Herbstschlacht bei La Bassée und Arras ab 14. Oktober – Stellungskämpfe in Flandern und Artois
1916 bis 27. März – Stellungskämpfe in Flandern und Artois 27. März bis 4. Juni – Reserve der OHL bei Tournai 5. Juni bis 8. September – Schlacht um Verdun 5. bis 25. August – Kämpfe um Zwischenwerk Thiaumont und auf Kalter Erde ab 9. September – Stellungskämpfe vor Verdun 15. bis 16. Dezember – Kämpfe um Louvemont und Bezonvaux 28. Dezember – Kämpfe auf dem Toten Mann
1917 bis 24. April – Stellungskämpfe vor Verdun 27. April bis 27. Mai – Doppelschlacht Aisne-Champagne 28. Mai bis 23. Oktober – Stellungskämpfe am Chemin des Dames 24. Oktober bis 2. November – Nachhutkämpfe an und südlich der Ailette ab 5. November – Stellungskämpfe vor Verdun
1918 bis 29. Januar – Stellungskämpfe vor Verdun 10. Januar bis 25. März – Reserve der OHL bei Moncel 25. März bis 6. April – Große Schlacht in Frankreich 6. April bis 27. Mai – Kämpfe an der Ancre, Somme und Avre 27. Mai bis 13. Juni – Schlacht bei Soissons und Reims 28. Mai bis 1. Juni – Verfolgungskämpfe bis zur Marne 30. Mai bis 13. Juni – Angriffskämpfe westlich und südwestlich von Soissons 14. Juni bis 4. Juli – Stellungskämpfe zwischen Oise, Aisne und Marne 5. bis 17. Juli – Stellungskämpfe westlich Soissons 18. bis 25. Juli – Abwehrschlacht zwischen Soissons und Reims 26. Juli bis 3. August – Bewegliche Abwehrschlacht zwischen Marne und Vesle 4. bis 16. August – Stellungskämpfe zwischen Oise und Aisne 17. bis 30. August – Abwehrschlacht zwischen Oise und Aisne 30. August bis 13. September – Reserve der OHL 13. bis 25. September – Stellungskämpfe bei Reims 26. September bis 17. Oktober – Abwehrschlacht in der Champagne und an der Maas 18. bis 20. Oktober – Kämpfe in der Hundingstellung 20. Oktober bis 4. November – Kämpfe vor und in der Hermannstellung 20. bis 26. Oktober – Kämpfe zwischen Oise und Serre 5. bis 11. November – Rückzugskämpfe vor der Antwerpen-Maas-Stellung ab 12. November – Räumung des besetzten Gebietes und Marsch in die Heimat
Kommandeure DienstgradNameDatumDermot Bradley (Hrsg.), Günter Wegner: Stellenbesetzung der Deutschen Heere 1815–1939. Band 1: Die Höheren Kommandostellen 1815–1939. Biblio Verlag, Osnabrück 1990, ISBN 3-7648-1780-1, S. 109 f.GeneralmajorKarl Friedrich Franciscus von Steinmetz9. Oktober 1815 bis 2. November 1816GeneralmajorFriedrich Wilhelm von Sjöholm5. November 1816 bis 2. Dezember 1820GeneralleutnantFriedrich von Preußen2. Januar 1821 bis 29. März 1838GeneralmajorKarl von der Groeben30. März 1838 bis 9. September 1840 (mit der Führung beauftragt)Generalmajor/GeneralleutnantKarl von der Groeben10. September 1840 bis 2. März 1848GeneralleutnantOtto von Drigalski7. März 1848 bis 31. Januar 1849GeneralleutnantKarl von Canitz und Dallwitz1. Februar bis 1. Mai 1849GeneralleutnantKarl Anton von Hohenzollern15. April 1852 bis 5. November 1858GeneralmajorAlbrecht von Roon6. November 1858 bis 19. Januar 1860Generalmajor/GeneralleutnantFriedrich von Monts20. Januar 1860 bis 17. Mai 1864GeneralleutnantHugo Eberhard zu Münster-Meinhövel25. April 1864 bis 29. Oktober 1866GeneralleutnantLeonhard von Blumenthal30. Oktober 1866 bis Juli 1870GeneralleutnantGeorg von Kameke18. Juli 1870 bis 4. Januar 1871GeneralleutnantErnst Wilhelm Schuler von Senden5. Januar 1871 bis 21. Oktober 1871GeneralleutnantHugo von Obernitz3. Oktober 1871 bis 16. April 1879GeneralleutnantKarl von Witzendorff17. April 1879 bis 14. April 1882GeneralleutnantHermann von Schenck15. April 1882 bis 16. Oktober 1883GeneralleutnantWilhelm Dietrich von Gemmingen17. Oktober 1883 bis 28. April 1886GeneralleutnantHeinrich XIII. Prinz Reuß29. April 1886 bis 9. Juli 1888GeneralmajorEmil von Fischer10. Juli bis 3. August 1888 (mit der Führung beauftragt)GeneralleutnantEmil von Fischer4. August 1888 bis 23. März 1890GeneralleutnantMax von der Planitz24. März 1890 bis 13. Oktober 1890GeneralleutnantArno von Arndt14. Oktober 1890 bis 16. März 1894GeneralleutnantRichard von Funck17. März 1894 bis 26. Januar 1897GeneralleutnantHeinrich XVIII. Prinz Reuß27. Januar 1897 bis 15. Februar 1899GeneralleutnantFriedrich von Kamptz16. Februar 1899 bis 6. Juli 1901GeneralleutnantErnst von Voigt7. Juli 1901 bis 30. April 1904GeneralmajorKurt von Sperling1. Mai bis 18. Oktober 1904 (mit der Führung beauftragt)GeneralleutnantKurt von Sperling19. Oktober 1904 bis 25. April 1907GeneralleutnantPaul Stephan26. April 1907 bis 23. April 1908GeneralleutnantKarl Gronen24. April 1908 bis 5. Oktober 1911GeneralleutnantDedo von Schenck6. Oktober 1911 bis 30. September 1912GeneralleutnantOtto von Lauenstein1. Oktober 1912 bis 1. August 1914Generalmajor/GeneralleutnantPaul Fleck1. August 1914 bis 1. Januar 1915GeneralleutnantKurt von Ditfurth2. Januar bis 24. Mai 1915GeneralmajorConstantin von Altrock25. Mai bis 29. Dezember 1915GeneralmajorFritz von Verden30. Dezember 1915 bis 16. September 1917GeneralleutnantKarl Kraewel17. September 1917 bis 8. Juli 1918GeneralmajorGeorg Pohlmann9. Juli 1918 bis 21. Januar 1919
Literatur Ruhmeshalle unserer Alten Armee. Herausgegeben auf Grund amtlichen Materials des Reichsarchivs, Militär-Verlag, Berlin 1927, S. 65, 110–111. Histories of Two Hundred and Fifty-One Divisions of the German Army Which Participated in the War (1914–1918). United States War Office as War Department Dokument Nr. 905, Office of the Adjutant, 1920, S. 236–239.
Einzelnachweise
Division #::14 Kategorie:Historische Organisation (Düsseldorf) Kategorie:Militärischer Verband im Deutsch-Französischen Krieg Division #::14 Kategorie:Gegründet 1818 Kategorie:Aufgelöst 1919