mini|Knallgasflamme bei der Aufschmelzung von Wolfram Eine Knallgasflamme entsteht bei der Verbrennung von Wasserstoff und Sauerstoff. Die Flamme ist farblos und somit unsichtbar. Da bei der Herstellung von Knallgas jedoch Stoffe wie Kaliumhydroxid (KOH) zum Einsatz kommen können (Elektrolyt, um das Wasser leitfähig zu machen), können Teile des KOH mit dem Knallgas mitgerissen werden und es entsteht eine leicht Lila leuchtende Flamme. Die Knallgasflamme hat eine Temperatur von ca. 3000 Grad Celsius. Quelle für Flammentemperatur im PDF auf Seite 24.
Anwendungen Die Knallgasflamme wird bei der industriellen Herstellung von Glas unter dem Namen „Feuerpolitur“ verwendet. Bei der Edelsteinverarbeitung unter dem Namen Wasserstoff-Sauerstoff-Schneidbrenner. Beim Schweißen Beim Goldschmieden: Dort wird mitunter die sehr fein auslaufende Spitze der Knallgasflamme genutzt, um punktuell sehr begrenzt feinste Goldschmiedearbeiten auszuführen, z. B. Reparaturen Schmelzen z. B. von Quarzglas
Geschichte Es wurden einige Modelle von Knallgaslampen erfunden, beispielsweise das Drummondsche Licht. Wegen der Explosivität des Gasgemischs waren alle damaligen Geräte jedoch mehr oder weniger gefährlich. Eine bedeutende Anwendung fand die Knallgasflamme bei der Verarbeitung von Platin, da dieses Metall nur in der Knallgasflamme oder im elektrischen Hochofen geschmolzen werden kann; und auch bei der Herstellung von Drummondschen Lichtern, die zur Beleuchtung von Theaterbühnen verwendet wurden. Diese beiden Anwendungen wurden jedoch durch elektrische Hochöfen und elektrisches Licht verdrängt.
Einzelnachweise
Kategorie:Feuer in der Technik Kategorie:Schweißen
en:Oxyhydrogen_flame