Ecklingerode (auch: Ecklingerode im Eichsfeld) ist eine Gemeinde im thüringischen Landkreis Eichsfeld, rund drei Kilometer östlich von Duderstadt direkt an der Grenze zu Niedersachsen. Sie gehört zur Verwaltungsgemeinschaft Lindenberg/Eichsfeld. mini|Blick auf Ecklingerode vom Mittelberg zwischen Brehme und Wehnde.

Geschichte Die erste urkundliche Erwähnung geht auf eine Schenkungsurkunde von Graf Hermann von Harzburg und seinem Bruder Graf von Werder aus dem Jahre 1221 zurück. Vom 14. bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts gehörte Ecklingerode zum Westerhagenschen Gericht Berlingerode. Landesherr war bis 1802 Kurmainz. 1802 bis 1807 war der Ort preußisch und kam dann zum Königreich Westphalen. 1815 bis 1944 war er Teil der preußischen Provinz Sachsen.

In den Ort kamen 1940 fünf polnische Zwangsarbeiter, denen später noch weitere ukrainische und russische Zwangsarbeiter folgten. 1943 mussten 27 Zwangsarbeiter bei Bauern arbeiten.Thüringer Verband der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten und Studienkreis deutscher Widerstand 1933–1945 (Hrsg.): Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu den Stätten des Widerstandes und der Verfolgung 1933–1945. Bd. 8, Thüringen. VAS – Verlag für Akademische Schriften, Frankfurt am Main 2003, ISBN 3-88864-343-0, S. 33.

1945 bis 1949 kam der Ort zur sowjetischen Besatzungszone und war ab 1949 Teil der DDR. Von 1961 bis zur Wende und Wiedervereinigung 1989/1990 wurde Ecklingerode von der Sperrung der nahen innerdeutschen Grenze beeinträchtigt. Seit 1990 gehört der Ort zum wieder gegründeten Bundesland Thüringen.

Einwohnerentwicklung Entwicklung der Einwohnerzahl (31. Dezember): 1994: 943 1995: 962 1996: 966 1997: 885 1998: 880 1999: 877 2000: 873 2001: 852 2002: 837 2003: 838 2004: 818 2005: 825 2006: 815 2007: 793 2008: 792 2009: 781 2010: 772 2011: 723 2012: 712 2013: 712 2014: 724 2015: 727 2016: 738 2017: 723 2018: 718 2019: 721 2020: 705 2021: 711 2022: 684 2023: 692 2024: 696 Datenquelle: Thüringer Landesamt für Statistik

Politik Gemeinderat Der Gemeinderat von Ecklingerode setzt sich aus acht Gemeinderatsmitgliedern zusammen. CDU: 2 Sitze Wahlvorschlag „Bürger für Ecklingerode“: 6 Sitze (Stand: Kommunalwahl am 25. Mai 2014)

Bürgermeister Der ehrenamtliche Bürgermeister René Sieber (Bürger für Ecklingerode) wurde am 5. Juni 2016 gewählt.

Wappen Blasonierung: „Gespalten von Silber und Grün; vorn eine grüne Tabakpflanze mit roter Blüte, hinten ein stilisierter silberner Bildstock.“

Sehenswürdigkeiten St. Valentinskirche mit barockem Seitenaltar und Valentinusbild Säulenbildstock

Literatur Ecklingerode. In: Ulrich Harteisen, Ansgar Hoppe, Hansjörg Küster, Torsten W. Müller, Haik Thomas Porada, Gerold Wucherpfennig (Hg.): Das Eichsfeld. Eine landeskundliche Bestandsaufnahme (Landschaften in Deutschland, Bd. 79). Verlag Böhlau, Wien, Köln, Weimar 2018, S. 242 f.

Weblinks

Website der Gemeinde Ecklingerode

Einzelnachweise

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