Wingerode ist eine Gemeinde im thüringischen Landkreis Eichsfeld in der Verwaltungsgemeinschaft Leinetal.

Geographie Lage mini|links|Blick über Wingerode Wingerode liegt im Leinetal ungefähr 6 Kilometer östlich von Heilbad Heiligenstadt und 5 km westlich von Leinefelde. Der Ort ist umgeben von den Höhen des Dün mit dem Heiligenberg () im Süden und den Erhebungen von Stöckeberg (), Mühlenberg () und des Eschberg () im Norden. In Wingerode münden der Haarbach und der Ritterbach in die Leine.

Nachbarorte Unmittelbare Nachbarorte sind Beuren im Osten, Bodenrode im Westen und Steinbach im Nordwesten.

Verkehr Der Ort hat einen Haltepunkt an der Bahnstrecke Halle–Hann. Münden. Die Landesstraße L 2021 verbindet mit der ehemaligen Bundesstraße 80 und heutigen L 3080, nördlich verläuft die Bundesautobahn 38 mit der Etzelsbachtalbrücke. Der Leine-Heide-Radweg führt von Leinefelde kommend durch Wingerode.

Geschichte Die urkundliche Ersterwähnung erfolgte am 24. September 1146 als Wichelderothe, daher konnte Wingerode im Jahr 1996 seine 850-Jahr-Feier begehen.Helmut Godehardt: Westhausen, Günterode und Wingerode können im Jahre 1996 ihre 850-Jahr-Feier begehen, in: EJb 2 (1994), S. 272–274. Im Jahre 1174 erwarb Heinrich der Löwe, Herzog von Bayern und Sachsen das Dorf vom Kloster Volkenroda zum Preis von zwei Hufen Land.Hiltrud Rogge, Emmi Werner, Gerhard Görge, Jürgen Langlott: Festschrift zur 850-Jahr-Feier von Wingerode 1146–1995, Verlag Cordier Heiligenstadt Seit dem 17. Jahrhundert war die örtliche Ignatiuskapelle Ziel von Wallfahrten. Wingerode gehörte bis zur Säkularisation 1802 zu Kurmainz und unterlag der Gerichtsbarkeit der Familie von Hanstein. 1802 bis 1807 wurde der Ort preußisch und kam dann zum Königreich Westphalen. Von 1815 bis 1945 war er Teil der preußischen Provinz Sachsen. Im Zweiten Weltkrieg mussten 23 Zwangsarbeitende im Ort arbeiten.Thüringer Verband der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten und Studienkreis deutscher Widerstand 1933–1945 (Hrsg.): Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der Verfolgung 1933–1945. Band 8. VAS – Verlag für Akademische Schriften, Frankfurt am Main 2003, ISBN 3-88864-343-0, S. 46 [Wingerode]. 1945 kam der Ort zur sowjetischen Besatzungszone und war ab 1949 Teil der DDR. Von 1961 bis zur Wende und Wiedervereinigung 1989/1990 wurde Wingerode von der Sperrung der nahen innerdeutschen Grenze beeinträchtigt. Seit 1990 gehört der Ort zum wieder gegründeten Bundesland Thüringen.

Einwohnerentwicklung

Entwicklung der Einwohnerzahl (31. Dezember): 1994: 1.211 1995: 1.224 1996: 1.245 1997: 1.244 1998: 1.249 1999: 1.260 2000: 1.254 2001: 1.255 2002: 1.261 2003: 1.252 2004: 1.276 2005: 1.274 2006: 1.259 2007: 1.244 2008: 1.247 2009: 1.242 2010: 1.233 2011: 1.223 2012: 1.215 2013: 1.221 2014: 1.197 2015: 1.184 2016: 1.197 2017: 1.177 2018: 1.174 2019: 1.169 2020: 1.169 2021: 1.172 2022: 1.141 2023: 1.108 2024: 1.091 Datenquelle: Thüringer Landesamt für Statistik

Politik Bürgermeister Ehrenamtlicher Bürgermeister ist seit 2025 Johannes Göbel. Zuvor war seit 2010 Erhardt Wehr im Amt.

Gemeinderat Nach der Kommunalwahl am 26. Mai 2024 hat der Gemeinderat die folgenden 12 Mitglieder: CDU: 10 Sitze Grillverein Wingerode: 2 Sitze

Wappen Blasonierung: „In rotem Schild mit eingeschweifter silberner Spitze in Feld eins einen schräglinken Wellen-balken, in Feld zwei eine silberne schrägrechts liegende Axt und im Feld drei ein rotes von. goldenen Nägeln durchbohrtes flammendes Herz.“

Wirtschaft und Infrastruktur Bildungseinrichtungen Die Gemeinde verfügt über eine Grundschule.

Wasser und Abwasser Die Gemeinde wird vom Trinkwasserzweckverband Oberes Leinetal mit Trinkwasser versorgt und die Abwasserentsorgung wurde auf den Zweckverband Wasserversorgung und Abwasserentsorgung Obereichsfeld übertragen.

Tourismus mini|Pfarrkirche St. Johannes der Täufer Sehenswürdigkeiten von Wingerode sind: der Dorfkern mit Anger und historischen Fachwerkhäusern die St. Johannes-der-Täufer-Kirche von 1896 die Ignatiuskapelle die Mariengrotte das Bodendenkmal mit Wüstung und Glashütte Volsbach nordöstlich des Orts die Etzelsbachtalbrücke kleiner Stausee südlich am Ortsrand

Literatur

Weblinks

Webpräsenz der Verwaltungsgemeinschaft Leinetal über Wingerode

Einzelnachweise

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