mini|30 Hudson Yards, Hauptsitz

Warner Bros. Discovery, Inc. (bis 7. April 2022 WarnerMedia, bis Juni 2018 Time Warner) ist ein internationales Medienunternehmen mit zahlreichen Geschäftsfeldern. Warner Bros. Discovery hat seinen Sitz in New York City und wurde 2022 durch die Fusion von WarnerMedia und Discovery geschaffen. Die Aktie des Unternehmens wird an der Nasdaq unter dem Kürzel WBD gelistet.https://www.nasdaq.com/market-activity/stocks/wbd.

Zu Warner Bros. Discovery gehören unter anderem das Film- und Fernsehstudio Warner Bros. Entertainment, der Pay-TV-Sender Home Box Office (HBO), der Nachrichtensender CNN, die Time Inc. Buch- und Zeitschriftenverlage, Discovery Communications, sowie der Comicverlag DC, der unter anderem als Originalverlag die Superheldencomics um Superman und Batman herausbringt.

Unternehmensgeschichte Am 10. Februar 1972 wurden die Unterhaltungsaktivitäten der Kinney National Company aufgrund eines Finanzskandals um Preisabsprachen im Parkbetrieb in Warner Communications umbenannt. Warner Communications fungierte in den 1970er und 1980er Jahren als Muttergesellschaft von Warner Bros. Pictures, der Warner Music Group (WMG), Warner Books und Warner Cable. Es besaß auch DC Comics und das Mad-Magazin. 1990 fusionierte der Konzern mit der Time Inc. zu Time Warner. In einer weiteren Fusion brachte 1996 Ted Turners Holding Turner Broadcasting System (TBS) unter anderem Kabelsender wie CNN und TNT, Turner Entertainment, das Filmstudio New Line Cinema und verschiedene Sportmannschaften Atlantas in den Konzern ein. Der Internetdienstleister AOL kündigte am 10. Januar 2000, Time Warner durch Aktientausch zu übernehmen. Die Fusion wurde 2001 vollzogen und der neu entstandene Konzern hieß fortan AOL Time Warner. Die platzende Dotcom-Blase wurde symptomatisch für die Entwicklung des Konzerns – die anhaltende Skepsis der Börse gegenüber Unternehmen mit Dotcom-Bezug ließ den Konzern langsam ausbluten. Nach Abschreibungen und Wertberichtigungen bei AOL wies der Konzern für das Geschäftsjahr 2002 einen Verlust von 99 Milliarden US$ aus.

Um der Abwärtsspirale entgegenzuwirken, wurde 2003 AOL wieder aus dem Firmennamen gestrichen. Die gleichzeitig verordnete Rosskur schlug sich in den folgenden Monaten in den Verkäufen verschiedener Unternehmensteile nieder. Von den Verkäufen betroffen sind: Warner Music Group (WMG) eine der drei größten Plattenfirmen, verkauft an eine Investorengruppe um Edgar Bronfman jun. Time Warner Book Group (TWBG) Die Buchsparte des Unternehmens wurde 2006 für 537,5 Millionen Dollar (rund 375 Millionen Euro)Pressemitteilung von Time Warner vom 6. Februar 2006, abgerufen am 19. Februar 2011. vom französischen Mischkonzern Groupe Lagardère übernommen und in Hachette Book Group umbenannt. Warner Music Manufacturing Europe (WMME) europäisches Presswerk für CDs und DVDs in Alsdorf (Städteregion Aachen), heute Cinram GmbH Warner Advanced Media Operations (WAMO) optische Datenträger/Medien, heute Teil von Cinram International Warner Media Services (WMS) aka Ivy Hill Kartonverpackungen für Medien Comedy Central Kabelsender, 50-%-Anteil verkauft an Partner Viacom World Championship Wrestling (WCW) Wrestling Federation, verkauft an den Konkurrenten World Wrestling Entertainment (WWE) im Jahr 2001, nachdem Time Warner seine minderprofitablen Sparten abzustoßen versuchte. Die Storyline der „Invasion“ war von Vince McMahon als Deal mit Ted Turner vereinbart gewesen. Atlanta Hawks, Atlanta Thrashers, Philips Arena Basketball-Mannschaft, Hockey-Mannschaft und die Betriebsgesellschaft des gemeinsamen Stadions

In eine Pressemitteilung kündigte Time Warner am 28. Mai 2009 an, dass AOL ab 2010 als separate Marke auftreten werde. Ab dem 10. Dezember 2009 wurde AOL wieder als eigenständiges Unternehmen an der New Yorker Börse gehandelt. Im August 2010 kaufte Time Warner den chilenischen Fernsehsender Chilevisión.

Übernahme durch AT&T AT&T vereinarte im Oktober 2016 eine Übereinkünft mit Time Warner, dessen Ziel es hatte Time Warner bis Ende 2017 zu einem Preis von 85 Milliarden Dollar (78 Milliarden Euro) zu übernehmen. Inklusive übernommener Schulden beträgt der Kaufpreis 108,7 Milliarden Dollar. Gegen das Vorhaben legte das Justizministerium der USA aufgrund kartellrechtlicher Bedenken Widerspruch ein, das zuständige Gericht wies diesen aber am 12. Juni 2018 zurück.US-Gericht genehmigt Fusion von AT&T und Time Warner. Der Tagesspiegel, 13. Juni 2018, abgerufen am 16. Juni 2018. Der erfolgreiche Vollzug der Übernahme wurde am 14. Juni bekannt gegeben.Eine ganz persönliche Niederlage für Donald Trump. Der Tagesspiegel, 15. Juni 2018, abgerufen am 16. Juni 2018. Time Warner wurde am nächsten Tag in WarnerMedia umbenannt. Die Aktie des Unternehmens war vor der Übernahme durch AT&T unter dem Kürzel „TWX“ an der New York Stock Exchange gelistet. Im April 2020 wurde verkündet, dass John Stankey, der zu AT&T wechselte, die Unternehmensleitung an Jason Kilar übergibt. Der neue CEO war vorher Chef beim Streaming-Dienst Hulu sowie Vizepräsident für die weltweite Application-Software bei Amazon. Im Oktober 2020 berichtete das Wall Street Journal von angeblichen Plänen seitens WarnerMedia, „tausende“ Arbeitsplätze zu streichen, um den Umsatzeinbußen durch die COVID-19-Pandemie zu begegnen. Zuvor seien bereits etwa 500 Stellen im August 2020 abgebaut worden.

Abspalltung von AT&T und Fusion mit Discovery Nachdem es bereits Gerüchte gab, gab AT&T am 17. Mai 2021 eine Vereinbarung bekannt, die vorsah WarnerMedia abzuspalten und mit Discovery, Inc. zusammenzuschließen, wodurch der nach Umsatz zweitgrößte Medienkonzern der Welt hinter Disney entstehen würde.https://about.att.com/story/2021/warnermedia_discovery.html.https://www.tagesschau.de/wirtschaft/unternehmen/att-discovery-streaming-gigant-101.html. Die beiden Unternehmen meldeten am 8. April 2022 den Vollzug der Fusion und firmieren seit dem unter dem Namen Warner Bros. Discovery. Hauptaktionär ist der in rechten Republikaner-Kreisen verkehrende Multimilliardär John Malone. RTL Deutschland und Warner Bros. Discovery gaben am 16. Februar 2022 eine Kooperation bekannt, in dessen Kontext wurden ab dem ersten Quartal 2022 sukzessiv Serien und Filme von Warner sowie HBO Originals vom in Deutschland noch nicht verfügbaren Streaming-Anbieter HBO Max teilweise exklusiv in das Portfolio von RTL+ integriert. Im Juni 2025 gab das Unternehmen bekannt, dass Streamingdienst und Studios vom Kabelfernsehen getrennt werden sollen. Zudem wurde bekannt gegeben, dass die ganzen Kabelsender als auch Streamingdienst und Studios in zwei eigene börsennotierte Firmen gespalten werden – WBD Streaming & Studios (Warner Bros.) und WBD Global Networks (Discovery Global).

Geplante Übernahme durch Paramount Skydance

Am 12. September 2025 wurde berichtet, dass die erst neu fusionierte Paramount Skydance von David Ellison, mit Hilfe seines Vaters Larry Ellison, Interesse an einem Kauf von Warner Bros. Discovery zeige. Dabei wurde über eine Bar-Offerte spekuliert. Zwischen 20. November 2025 und 1. Dezember 2025 führte Warner Bros. Discovery zwei Bieterrunden durch, an denen neben Paramount Skydance auch Netflix und Comcast teinahmen und Netflix sich durchsetzte. Trotz der vorübergehenden Einigung zwischen Warner Bros. Discovery und Netflix gab Paramount Skydance nicht auf und wendete sich mit mehreren feindlichen Übernahmeangeboten direkt an die Aktionäre. Am 17. Februar 2026 nahm Warner Bros. Discovery die Verhandlungen mit Paramount Skydance wieder auf. Paramount Skydance sollte sein „bestes und endgültiges Angebot“ präsentieren. Paramount Skydance legte ein Angebot von 31 US-Dollar je Aktie vor und Warner Bros. Discovery bezeichnete dies als dem Netflix-Angebot überlegen. Daraufhin zog Netflix sein Angebot zurück. In der Folge unterzeichnete Warner Bros. Discovery die Vereinbarung zum Verkauf an Paramount Skydance. Laut Aussage von Paramount Skydance haben bis zum 14. August 2026 die Wettbewerbsbehörden von weltweit 68 Länder der Übernahme zugestimmt. Dazu gehören unter anderem die Europäische Union, das Vereinigte Königreich, die USA, Australien, Kanda, Brasilien, China, die COMESA-Region sowie Mexiko.

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Umsatz- und Gewinnentwicklung Nach der Fusion von AOL und Time Warner zu AOL Time Warner im Jahr 2000 betrug der Börsenwert geschätzte 350 Milliarden US-Dollar. Diese Summe fiel seither ununterbrochen und erreichte 2009 65,7 Milliarden US-Dollar.

Im vierten Quartal 2012 konnte Time Warner einen Umsatz von 8,2 Milliarden US-Dollar bei einem Gewinn von 1,2 Milliarden US-Dollar verbuchen.

Unternehmen aus dem Hause Warner Bros. Discovery Der Konzern besteht aus acht großen Unternehmensbereichen mit vielen Unterbereichen. Die Unternehmensbereiche sind wie folgt gegliedert: Warner Bros. Entertainment Warner Bros. Pictures Group Castle Rock Entertainment New Line Cinema Warner Animation Group Warner Bros. Television Group Alloy Entertainment All3Media (50 % mit Liberty Global) Telepictures The CW (Paramount Skydance und Warner Bros. Discovery hallten zusammen 19 % am Unternehmen) Warner Bros. Television Warner Horizon Unscripted Television Home Box Office, Inc. Cinemax HBO Magnolia Network CNN Global CNN CNN+ CNN International HLN Warner Bros. Discovery U.S. Networks Group Factual Networks American Heroes Channel Animal Planet Discovery Science Channel Entertainment Channels TBS TNT TruTV Lifestyle Brands Destination America Food Network HGTV TLC Kids, Young Adults and Classics Adult Swim Boomerang Cartoon Network Cartoonito Turner Classic Movies Discovery Family Studios Cartoon Network Studios Warner Bros. Animation Williams Street Motor Trend Group (50 % mit Source Interlink) Warner Bros. Discovery Sports AT&T SportsNet Eurosport GolfTV TNT Sports Turner Sports Warner Bros. Discovery Global Streaming & Interactive Entertainment Discovery+ HBO Max Warner Bros. Games Warner Bros. Discovery International Asien-Pazifik Three EMEA TVN Group (Polen) CNN Global Distribution Warner Bros. Discovery Sports Distribution Warner Bros. Discovery Enterprises Global Content Distribution Warner Bros. Home Entertainment Warner Bros. Worldwide Television Distribution DC Entertainment DC Studios Warner Bros. Consumer Products & Experiences

Weblinks

Offizielle Website (englisch) Konzernporträt auf mediadb.eu, Institut für Medien- und Kommunikationspolitik

Einzelnachweise

Kategorie:Unternehmen im S&P 500

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