__KEIN_INHALTSVERZEICHNIS__ Bestla (altnordisch) ist in der nordischen Mythologie eine Riesin (Jötunn), die sowohl in der eddischen LiteraturLieder-Edda: Hávamál. Strophe 140 (Zitation der Lieder-Edda nach Arnulf Krause: Die Götter- und Heldenlieder der Älteren Edda. Philipp Reclam jun. Verlag, Stuttgart 2004, ISBN 978-3-15-050047-7)Snorri Sturluson: Prosa-Edda, Gylfaginning. Kapitel 6 (Zitation der Prosa-Edda nach Arnulf Krause: Die Edda des Snorri Sturluson. Philipp Reclam jun. Verlag, Stuttgart 1997, ISBN 978-3-15-000782-2) als auch in der SkaldikEinarr skálaglamm: Vellekla, Strophe 4 (10. Jh.) als Mutter Odins gilt. Zusammen mit Borr hat Bestla insgesamt drei Söhne, neben Odin noch Vili und Vé. Sie ist die Tochter des Riesen Bölthorn und hat einen Bruder, dessen Name nicht genannt wird, von dem Odin aber seine Zauberlieder lernte. Vielleicht handelt es sich dabei um den Riesen Mimir, der eine enge Bindung zu Odin hat, die zur vertraulichen Stellung eines Oheims (Mutterbruder) passen würde.Vergleiche Wolfgang Golther: Handbuch der germanischen Mythologie. Neuausgabe nach der Auflage Hirzel, Leipzig 1895, Marix Verlag, Wiesbaden 2004, ISBN 978-3-937715-38-4, S. 216
Bestlas Namen kann man nicht mehr genau übersetzen.Jan de Vries: Altnordisches etymologisches Wörterbuch. Band 1, 1957, S. 34; Rudolf Simek: Lexikon der germanischen Mythologie (= Kröners Taschenausgabe. Band 368). 3., völlig überarbeitete Auflage. Kröner, Stuttgart 2006, ISBN 3-520-36803-X, S. 50. Für R. Simek drückt sich dadurch das hohe Alter des Namens aus.Rudolf Simek: Lexikon der germanischen Mythologie (= Kröners Taschenausgabe. Band 368). 3., völlig überarbeitete Auflage. Kröner, Stuttgart 2006, ISBN 3-520-36803-X, S. 50. Man deutet den Namen entweder als „Geliebte“, als „Bast(spenderin)“ oder ähnlich hierzu als „Borke“.Jan de Vries: Altnordisches etymologisches Wörterbuch. Band 1, 1957, S. 34
F.R. Schröder erschloss sich Bestla als Eibengöttin;Franz Rolf Schröder: Ingunar-Freyr. Verlag Mohr, Tübingen 1941, S. 69 seiner Meinung nach wurden im germanischen Baumkult ursprünglich chthonische Göttinnen verehrt, die in engem Zusammenhang mit der Fruchtbarkeit standen.Franz Rolf Schröder: Ingunar-Freyr. Verlag Mohr, Tübingen 1941, S. 17 Von Ask und Embla, den ersten beiden Menschen, heißt es vergleichbar, dass sie von Bäumen abstammen. Jedoch lehnt man W. Hunkes Vorschlag, in Bestla einen Baum zu sehen, der Odin gebar, als zu weit gehend ab.Jan de Vries: Altgermanische Religionsgeschichte. 2 Bände. 2., überarbeitete Auflage. Verlag Walter de Gruyter, Berlin 1956–57, § 174 und Rudolf Simek: Lexikon der germanischen Mythologie (= Kröners Taschenausgabe. Band 368). 3., völlig überarbeitete Auflage. Kröner, Stuttgart 2006, ISBN 3-520-36803-X, S. 50.
Siehe auch Germanische Schöpfungsgeschichte
Literatur Franz Rolf Schröder: Ingunar-Freyr. Verlag Mohr, Tübingen 1941. Rudolf Simek: Lexikon der germanischen Mythologie (= Kröners Taschenausgabe. Band 368). 3., völlig überarbeitete Auflage. Kröner, Stuttgart 2006, ISBN 3-520-36803-X.
Einzelnachweise
Kategorie:Germanische Sagengestalt Kategorie:Jötunn (Mythologie)