zentriert|350px|Uraufführung von Teofane anlässlich der Vermählung des Kurprinzen Friedrich August II. Anlässlich der Vermählung von Kurprinz Friedrich August II. wird die Oper Teofane von Antonio Lotti im neu eröffneten Opernhaus am Zwinger in Dresden uraufgeführt. zentriert|152px|Robinson Crusoe, Titelblatt der Erstausgabe in Heathcot's Intelligence Der Roman Robinson Crusoe von Daniel Defoe wird veröffentlicht. zentriert|188px|Marquise de Maintenon Françoise d’Aubigné, marquise de Maintenon, zweite Gattin Ludwigs XIV., stirbt. 1719 in anderen Kalendern Armenischer Kalender 1167/68 (Jahreswechsel Juli) Äthiopischer Kalender 1711/12 (Jahreswechsel 11./12. September) Bengalischer Solarkalender 1124/25 (Jahresbeginn 14. oder 15. April) Buddhistische Zeitrechnung 2262/63 (südlicher Buddhismus); 2261/62 (Alternativberechnung nach Buddhas Parinirvana) Chinesischer Kalender 73. (74.) Zyklus Jahr des Erde-Schweins 己亥 (am Beginn des Jahres Erde-Hund 戊戌) Chula Sakarat (Siam, Myanmar) / Dai-Kalender (Vietnam) 1081/82 (Jahreswechsel April) Dangun-Ära (Korea) 4052/53 (2./3. Oktober) Iranischer Kalender 1097/98 Islamischer Kalender 1131/32 (Jahreswechsel 13./14. November) Jüdischer Kalender 5479/80 (13./14. September) Koptischer Kalender 1435/36 (11./12. September) Malayalam-Kalender 894/895 Seleukidische Ära Babylon: 2029/30 (Jahreswechsel April) Syrien: 2030/31 (Jahreswechsel Oktober) Vikram Sambat (Nepalesischer Kalender) 1775/76 (Jahreswechsel April)

Ereignisse Politik und Weltgeschehen Großer Nordischer Krieg

12. Januar: Die schwedische Armee unter General Carl Gustaf Armfeldt bricht die Belagerung von Trondheim ab. Anlass ist die Nachricht vom Tod König Karls XII. während der Belagerung von Frederikshald, die mit einmonatiger Verspätung eintrifft. Doch schon vorher hat sich gezeigt, dass die Belagerung ohne Belagerungswaffen keinen Erfolg verspricht und aufgrund von Krankheiten ist die kampffähige Truppe bereits auf nur 4000 Mann geschrumpft. Armfeldt beginnt den Rückzug in Richtung Schweden. Als die Armee das Öyfjell überquert, zieht ein so heftiger Schneesturm auf, dass 3700 der 5800 Mann starken Armee erfrieren. Dies geht als der Todesmarsch der Karoliner in die Geschichte ein.

miniatur|links|Münze anlässlich der Krönung Ulrika Eleonores 23. Januar: Karls Schwester Ulrika Eleonore wird zur Königin von Schweden gewählt und am 17. März in Uppsala gekrönt. Für ihre Wahl hat sie aber einer Reichsreform zustimmen müssen, die die Macht in die Hände des Reichstages legt. Dieser widersetzt sich einer Regierungsbeteiligung von Ulrika Leonores Ehemann Friedrich von Hessen-Kassel. Georg Heinrich von Görtz, ehemaliger Minister Karls XII., wird in einer Scheinverhandlung wegen Hochverrats und „falschen Ratschlags“ zum Tode verurteilt und am 19. Februar enthauptet. 24. Mai: Die russische Flotte erringt unter Naum Akimowitsch Senjawin ihren ersten Sieg in offener Seeschlacht in der Nähe der Insel Saaremaa gegen Schweden. Der Kommandeur des schwedischen Verbandes, Anton Johan Wrangel, gerät dabei in Gefangenschaft. 27. Mai: Russland und Schweden nehmen die Verhandlungen in Aland wieder auf. Die schwedische Abordnung ist unter der Führung von Graf Johan Paulinus Lillienstedt. Die russische Delegation wird von Heinrich Johann Friedrich Ostermann und General Jacob Daniel Bruce geleitet.

miniatur|links|hochkant|Angriff auf Marstrand und die Festung Carlsten 11. bis 15. Juli: Dem dänischen Kapitän Peter Wessel Tordenskiold gelingt die Eroberung von Marstrand und der Festung Carlsten. In Schweden wird die Übergabe der Festung als feiger Akt gewertet und der Festungskommandant Henrich Danckwart dafür zum Tode verurteilt und am 16. September hingerichtet.

21. Juli: Peter Wessel Tordenskiold versucht vergeblich, die Festung Nya Elfsborg zu zerstören sowie den Hafen von Göteborg und Göteborg selbst zu erobern. August: Russische Verwüstungen in Schweden 1719 bis 1721: Zahlreiche Angriffe der russischen Galeerenflotte unter Fjodor Matwejewitsch Apraxin verbreiten Unruhe an der Ostseeküste Schwedens. 13 Städte, 361 Dörfer und 441 adlige Güter werden bis auf den Grund niedergebrannt. Gleichzeitig erfolgt eine Landung südlich und nördlich von Stockholm. An der Operation sind 20 Linienschiffe, einige hundert Ruderschiffe sowie 26.000 Mann Landungstruppen beteiligt. Im Verlauf der Invasion werden acht größere Städte zerstört, darunter die zu diesem Zeitpunkt zweitgrößte schwedische Stadt Norrköping. 13. August: Im Gefecht bei Södra Stäket siegt Schweden unter Rutger Fuchs über die überlegene russische Flotte Fjodor Matwejewitsch Apraxins. Die unmittelbare Gefahr für Stockholm ist damit gebannt. Oktober: Die russische Delegation bricht die russisch-schwedischen Verhandlungen ab, da Schweden sich weigert Livland und Riga an Russland abzutreten. Am 7. November (jul.) wird zwischen Schweden und Polen ein geheimer Vertrag unterzeichnet, der den Frieden von Oliva bestätigt. August der Starke löst die Allianz mit Peter I. auf. Im Januar hat August sich mit Österreich und Großbritannien verbündet, die ihm Hilfe gegen einen Angriff Russlands auf Polen-Litauen zusicherten. Ulrika Eleonore erkannte ihn als König von Polen an.

22. November: Durch Vermittlung des Briten John Carteret in Stockholm schließt Schweden einen Präliminarfrieden mit dem Kurfürstentum Hannover und Großbritannien. In der Folge überlässt Königin Ulrika I. Eleonore den Deutschen gegen den Erhalt von 1 Million schwedischen Reichstalern die Herzogtümer Bremen und Verden. November: Auch Dänemark stellt die Kampfhandlungen mit Schweden ein.

Krieg der Quadrupelallianz Spanien

miniatur|links|hochkant|James Fitzjames April: Unter der Führung von James Fitzjames, 1. Duke of Berwick, marschiert ein französisches Heer über die Pyrenäen ins Baskenland und Katalonien ein und erobert Fuenterrabia, La Seu d’Urgell und San Sebastián. Danach werden die Angreifer jedoch von den Spaniern unter Elisabeth Farnese abgewehrt. Im November müssen sie sich wegen Krankheiten und der schlechten Versorgungslage wieder zurückziehen. August: Nachdem auch die Niederlande in den Krieg der Quadrupelallianz eingetreten sind, bemüht sich Spanien, den Verhandlungsweg einzuschlagen.

miniatur|hochkant|Giulio Kardinal Alberoni 5. Dezember: Kardinal Giulio Alberoni, spanischer Ministerpräsident, wird von all seinen Ämtern entbunden und aufgefordert, binnen drei Wochen das Land zu verlassen. Er begibt sich nach Italien, wo er aber von Papst Clemens XI. mit einem Prozess bedroht wird.

Schottland Anfang des Jahres: Nach der Kriegserklärung Frankreichs an Spanien übersiedelt der jakobitische Exilhof des britischen Thronprätendenten James Francis Edward Stuart nach Rom.

miniatur|links|hochkant|James Butler, 2. Duke of Ormonde 6. März: Mit Hilfe des spanischen Ministerpräsidenten Giulio Alberoni versucht der irische Adelige James Butler, 2. Duke of Ormonde, einen neuerlichen Aufstand der Jakobiten in Schottland gegen König George I. anzuzetteln. Die Flotte scheitert jedoch bereits nach der Abfahrt aus Cádiz in der Biskaya durch dortige Frühjahrsstürme. Einen Monat später verlässt eine weitere Flotte unter dem Befehl von George Keith, 9. Earl Marischal, den Hafen von La Coruña. Sie landet bei Eilean Donan Castle und besetzen dieses. Da eine umfangreichere Unterstützung von Spanien jedoch ausbleibt, kommt es nicht zu einem größeren Aufstand der Highlander. Am 10. Mai erleidet die kleine Schar der Jakobiten eine Niederlage gegen britische Truppen, die die Burg zurückerobern und diese sprengen. 10. Juni: In der Schlacht von Glen Shiel erleiden die Aufständischen eine entscheidende Niederlage. George und sein Bruder James Keith fliehen nach Frankreich. Im Gegenzug rüstet Großbritannien eine Flotte, die im Oktober nach Galicien segelt.

miniatur|Die Heirat von James Francis Edward Stuart mit Maria Clementina Sobieska 3. September: James Francis Edward Stuart heiratet in Montefiascone die polnische Prinzessin Maria Clementina Sobieska. Großbritannien hat die Eheschließung mit österreichischer Hilfe bis zum Schluss mit allen Mitteln zu verhindern gesucht.

Sizilien

miniatur|links|hochkant|Florimund Claudius, Graf Mercy April: Claudius Florimund Mercy erhält den Oberbefehl der habsburgischen Truppen in Sizilien. 20. Juni: Juan Francisco de Bette kann einen Angriff der österreichischen Einheiten auf die spanischen Stellungen in der Schlacht bei Francavilla zurückschlagen. Francavilla di Sicilia bleibt vorläufig in spanischer Hand. 30. Juni: Die Österreicher erobern Taormina und marschieren weiter nach Messina, das am 20. Juli kapituliert. Wenig später beginnt die Belagerung von Palermo. Ende des Jahres: Johann Hieronymus von und zum Jungen löst den verletzten Claudius Florimund Mercy als Oberbefehlshaber der habsburgischen Truppen ab.

Amerikanische Kolonien Französische Einheiten erobern Pensacola in der Spanischen Kolonie Florida.

Heiliges Römisches Reich

23. Januar: Kaiser Karl VI. erhebt die beiden Grafschaften Vaduz und Schellenberg des Grafen Anton Florian von Liechtenstein zu einem Fürstentum unter dem Namen Liechtenstein.

Nordamerika

5. Juni: James Knight, ehemaliger Gouverneur der Hudson’s Bay Company, sticht mit zwei Schiffen und 40 Mann Besatzung von Gravesend aus in See, um die Nordwestpassage zu suchen. Da er sich mit seinem Nachfolger bei der HBC, Henry Kelsey, überworfen hat – er beschuldigte Kelsey der Unterschlagung –, untersagt dieser ihm, während seiner Reise mit einer Station der HBC in Kontakt zu treten. Daher sucht er sich einen geschützten Hafen an der Ostspitze von Marble Island für die erste Überwinterung aus, wo die Mannschaft mit einem Inuitdorf Handel treibt. Über den weiteren Verbleib der Expedition ist nichts bekannt. Auf der Île Royale wird die französische Siedlung Louisbourg gegründet.

Asien

Die Cailaco-Rebellion in Timor beginnt. Liurais von etwa einem Dutzend Reichen aus den beiden timoresischen Provinzen treffen sich in Camenaça, um ein Bündnis zu schließen. Ziel ist es, die Portugiesen und das Christentum insgesamt von der Insel zu vertreiben. Gouverneur Francisco de Melo e Castro muss nach Batavia fliehen und Kardinal Manuel de Santo António übernimmt interimistisch die Amtsgeschäfte. Farrukh Siyar, Großmogul von Indien, wird bei einer Palastintrige ermordet. Nachfolger wird Muhammad Shah.

Wirtschaft Spekulationsblasen

Juni: Die Südseeblase, eine der ersten Spekulationsblasen, beginnt in England. Die Mississippi-Kompanie des John Law erwirbt die Rechte an der französischen Königlichen Münze. Die Mississippi-Blase gewinnt mit einer Aktien-Hausse an Fahrt. Die Spekulationsblase platzt im November.

Kolonialwirtschaft

Kaiser Karl VI. gründet die Orientalische Kompanie zur Förderung des Merkantilismus im Reich. Ihre Aufgabe ist es, Produkte aus dem Habsburger Machtbereich in den europäischen Teil des osmanischen Reiches zu exportieren. Um das Anwachsen der schwarzen Population und damit das Risiko von Sklavenaufständen zu verringern, erhebt South Carolina einen Einfuhrzoll von 10 Pfund für Sklaven aus Afrika und von 30 Pfund für Sklaven von den British West Indies.

Zollfreigebiete

Kaiser Karl VI. erklärt den Hafen Fiume ebenso wie den Hafen Triest zum Freihafen, womit die Bedeutung beider Städte stark wächst.

Unternehmensgründungen

27. Januar: Der Buchdrucker Bernhard Christoph Breitkopf heiratet in die alte Leipziger Druckereifamilie Müller ein. Das gilt als das Gründungsdatum des Musikverlags Breitkopf & Härtel. Die Montägliche Churer Zeitung erscheint erstmals. In Wien wird die Glockengießerei Scheichel gegründet.

Sonstiges

26. September: Saturnusfest

Kultur

Literatur

miniatur|hochkant|Daniel Defoe, Porträt aus dem 17./18. Jahrhundert