Die Gailach ist ein rechter Zufluss der Altmühl im oberbayerischen Landkreis Eichstätt.

Verlauf Obere Gailach mini|links|Der obere Gailachursprungist der Dorfweiher von Kreut Das Flüsschen, auch „Mörnsheimer Bach“ genannt, entspringt dem Dorfweiher von Kreut, einem Ortsteil von Monheim. Zwei Kilometer unterhalb von Warching versickert der Bach bei einem Rückhaltebecken in Dolinen der Monheimer Alb – im Sommer vollständig, im Winter kann ein Teil des Zuflusses weiter durch das sonst trockene Bachbett unterhalb im Röglinger Tal bis Mühlheim fließen.

Gailachquelle mini|links|Die sogenannte Gailachquelle in Mühlheim Das versickerte Wasser der oberen Gailach tritt nach etwa vier Kilometern unterirdischen Laufs auf etwa aus der Gailachquelle hinter der Schwamm-Mühle in Mühlheim wieder zu Tage; dies haben Färbeversuche nachgewiesen. Das aufstoßende Wasser strömt in drei Ausläufen auf einer Länge von sechs Metern aus Felsspalten am Dolomit-Hanganriss, und zwar etwa zehnmal so viel, wie bei Warching versickert. Die Schüttung liegt bei 600 bis 700 Liter pro Sekunde, der Bach ist sofort mehrere Meter breit. Die Quelle ist eine der stärksten in Bayern.

Die Quelle ist vom Bayerischen Landesamt für Umwelt als Geotop 176Q009Geotop: Gailachquelle in Mühlheim (Abgerufen am 15. September 2013; PDF; 170 kB) ausgewiesen. Siehe hierzu auch die Liste der Geotope im Landkreis Eichstätt.

Untere Gailach mini|Der Abfluss des Rückhaltebeckens,kurz vor der Versickerung mini|Quellaustritte der Gailachquelle mini|Die Gailach (vorne) mündet in die Altmühl Kurz vor Mörnsheim, gegenüber der Finstermühle, erhält die Gailach weiteres Wasser durch sieben eng beieinanderliegende Quellen; die Stelle wird deshalb „Sieben Brünnlein“ genannt. Bei Altendorf mündet das Flüsschen in die Altmühl.

Zuflüsse und Seen Liste der Zuflüsse und 10px Seen von der Quelle zur Mündung. Gewässerlänge, Seefläche und Einzugsgebiet nach dem BayerAtlas oder dem einschlägigen Verzeichnis der Bach- und Flussgebiete in Bayern, siehe dazu die gegebenen Einzelnachweise. Höhe nach dem BayernAtlas. Weitere Quellen für die Angaben sind ggf. vermerkt.

Ursprung der Gailach am Ausfluss des Dorfweihers von Monheim-Kreut am nördlichen Ortsrand auf etwa .

Maxquellenbachl, von links und Nordwesten auf etwa gleich nach der B 2 und etwas vor Monheim, ca. 2,2 km und ca. 7,2 km². Entsteht als Schippach auf etwa westlich des Roßbergs () im Wald. 10px Durchfließt auf etwa einen Weiher in einer Waldlichtung, ca. 0,2 ha. 10px Durchfließt auf etwa mündungsnah einen Weiher schon in der Flur um Monheim, ca. 0,1 ha. (Feldweggraben), von rechts und Westen auf etwa am westlichen Ortsrand von Monheim, maximal ca. 2,1 km und ca. 1,1 km². Der längere Ast entsteht auf etwa kurz vor dem südöstlichen Ortseingang von Monheim-Kreut. 10px Passiert auf etwa am Nordrand des Gewerbegebietes im Westen Monheims einen Weiher, ca. 0,2 ha. 10px Passiert auf etwa in Monheim einen Weiher, ca. 0,2 ha. (Zufluss), von rechts und Südwesten auf etwa , ca. 2,1 km und ca. 1,8 km². Entsteht auf etwa am Nordrand von Ried und 10px durchfließt gleich dort einen Weiher, ca. 0,1 ha. 10px Zwei weitere Weiher ähnlicher Größe am Mittellauf gegenüber Ziegelstadel auf etwa und an einem bald folgenden kurzen rechten Zulauf auf etwa . Weihergraben, von links und Nordwesten auf etwa zuletzt ohne offenen Lauf, ca. 3,4 km und 4,2 km². Mehrere Oberläufe auf fast gleicher Höhe, der längste entspringt auf maximalen etwa im Sulzschlag. (Zufluss), von rechts und Südosten auf etwa wenig vor Monheim-Warching, 2,3 km und 2,4 km². Entsteht auf etwa auf dem Sattel zwischen den Höckern Sulzbuck () und Rainberg() im Wald. Stippach, von rechts und Südosten auf etwa unterhalb von Warching, 3,1 km und 11,6 km². Entsteht auf etwa nördlich von Blossenau in einer Geländerinne. Gewöhnlich trockener Unterlauf auf der Gemeindegrenze Monheim/Rögling.An diesem Zufluss kehrt sich das ab nunmehr mäandrierende Tal für einen kurzen Abschnitt nach Norden 10px Durchfließt auf Höhen um nacheinander vier nicht sehr verschieden große Weiher, der größte mit ca. 0,2 ha. 10px Durchfließt auf etwa einen Weiher am Steigenfuß der Kreisstraße DON 21 nach Rögling, ca. 0,6 ha. Ehbrust, von links und Westnordwesten auf etwa östlich von Liederberg, 5,7 km und 10,4 km². Entsteht als Moosgraben auf etwa westlich von Monheim-Wittesheim wenig vor der B 2 im Wald. Der unterste Lauf führt nur im Winter Wasser zur meist trockenen Gailach.Kurz nach diesem Zulauf verläuft das enge Gailbachtal wieder auf nunmehr unregelmäßigen Ostlauf. 10px Durchfließt auf etwa auf dem ersten halben Kilometer noch im Wald gleich nacheinander die zwei Distelweiher, zusammen ca. 0,4 ha. (Zulauf des Trockentals Münichtal, weiter oben Pechtal), von links und Nordnordwesten auf etwa , ca. 3,6 km und ca. 4,8 km². Ein kurzer offener Wasserlauf von nur ca. 0,7 km Länge beginnt südlich von Langenaltheim auf etwa und verschwindet in einer Doline noch vor dem Pechtal.Ab hier beginnt eine in der anfangs schmalen Talaue laufende Gebietszunge von Mörnsheim, an die anfangs links Langenaltheim, rechts Rögling grenzt. Gailachquelle (Karstquelle des Unterlaufs) auf etwa in Mörnsheim-Mühlheim (Zufluss aus dem Ensfelder Tal), von rechts und Südosten auf etwa noch in Mühlheim, 2,3 km und 4,1 km². Entsteht auf etwa über dem bewaldeten Talhang. (Zufluss aus den Sieben Brünnlein), von rechts auf etwa kurz nach der Finstermühle. Die Karstquellengruppe liegt gegenüber der Mühle wenig höher.

Mündung der Gailach von rechts und Westen auf in Mörnsheim-Altendorf in die mittlere Altmühl. Der Bach ist hier 21,7 km lang und hat ein Einzugsgebiet von 78,7 km².

Charakter und Umgebung Orte an der Gailach auf ihrem beständigen Lauf unterhalb der Gailachquelle sind Mühlheim, Mörnsheim und Altendorf.

Das von artenreichen Trockenrasen gesäumte Gailachtal gilt als landschaftlich reizvoll; die Gailach schlängelt sich windungsreich durch die Wiesen. Wegen ihres naturnahen Zustands kommt hier die sonst in Bayern selten gewordene Wasseramsel vor, die schwimmen, tauchen und am Bachgrund entlanglaufen kann. Durch das Gailachtal führt ein Radwanderweg.

Kurz vor ihrer Mündung liegt am nördlichen Talhang das „Grafsloch“, eine Felsformation mit einer schon vor 70.000 Jahren vom Menschen begangenen Höhle. Nach den Tropfsteinansätzen an ihrer Decke heißt sie auch „Steinerner Rosenkranz“. Nördlich der Gailachmündung liegt über den Felspartien des Altmühltals der ausgedehnte „Wacholdergarten“ mit übermannshohen Wacholderbüschen.

Mühlen Die Wassermenge der Gailachquelle reicht aus, um auf der kurzen Fließstrecke sechs Mühlen anzutreiben, außer der bereits 1282 urkundlich erwähnten Schwamm-Mühle die Kron-, Finster-, Markt-, Gröbl- und Kohlmühle; letztere wurde 1304 als „Sternsehermühle“ erstmals urkundlich erwähnt und war 1668–1897 im Besitz der Familie von Matthias Kelz, des Entdeckers der Mörnsheimer Steinbrüche.

Siehe auch Liste der Zuflüsse der Altmühl

Einzelnachweise Höhe nach Abfrage (per Rechtsklick) auf: .Ausschnittkarte: Karte von Lauf und Einzugsgebiet der Gailach Länge abgemessen auf dem BayernAtlas. Einzugsgebiet abgemessen auf dem BayernAtlas. Seefläche abgemessen auf dem BayernAtlas. Länge und Einzugsgebiet nach:

Literatur Gailachquelle in Mühlheim. In: Karl Zecherle und Toni Murböck: Sehenswerte Natur im Kreis Eichstätt, Eichstätt 1982, S. 14f. Rudger Huber: 1001 historische Photographien und Geschichten aus dem Gailach- und Altmühltal, Mühlheim 1998, ISBN 3-89570-466-0

Weblinks

Karte von Lauf und Einzugsgebiet der Gailach auf: Bilder aus dem Gailachtal

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