Irdengut (auch Irdenware) ist ein Sammelbegriff für eine Klasse bei niedriger Temperatur gebrannter keramischer, „irdener“ (von mittelhochdeutsch irdīn „irden“) Werkstoffe. Bei ihnen sintert der Scherben während des Brennprozesses nicht vollständig dicht, so dass unglasiertes Irdengut aufgrund offener Porosität wasserdurchlässig ist.Hermann Salmang, Horst Scholze, Rainer Telle (Hrsg.): Keramik. 7. Auflage, Heidelberg 2007, S. 699. Zu Irdengut gehören die sogenannte Hafnerkeramik (mit Brenntemperaturen um 700 – 800 °C), Fayencen und andere Keramik (mit Brenntemperaturen etwa zwischen 950 °C und 1040 °C) sowie das Steingut (mit Brenntemperaturen zumeist zwischen 1120 °C und 1250 °C).

Wichtigste Ausgangsstoffe sind Ton, Feldspat, Kalk und teilweise weitere Beimischungen. Der gesinterte Scherben ist porös, hart, fest und auch dünn nicht durchscheinend.

mini|Beispiel für schlichte Irdenware: Haushaltsgefäß, Ende 14. Jahrhundert, Berlin + Spezifikation gemäß Klassifikation keramischer Massen Keramik Klasse: Irdengut Unterklasse: Baukeramik Unterklasse: Feuerfeste Keramik Unterklasse: Sonstiges Irdengut Unterklasse: Steingut

Einzelnachweise

Kategorie:Keramischer Werkstoff