mini|Dorfbrunnen und -laden im Zentrum von Truttikon Truttikon ist eine politische Gemeinde im Bezirk Andelfingen des Kantons Zürich in der Schweiz. Ihr Mundartname ist Truttike.
Geographie Die Gemeinde liegt im Zürcher Weinland in einer schwach hügeligen Landschaft. Von der Gemeindefläche dienen 64,1 % der Landwirtschaft, 28,6 % sind mit Wald bedeckt, 2,3 % sind Verkehrs-, 4,5 % Siedlungs- und 0,5 % unproduktive Fläche. Gewässerfläche gibt es keine (Stand 2018).Gemeindeporträts. Truttikon. Flächen. Statistisches Amt des Kantons Zürich, 1918.
Bevölkerung + BevölkerungsentwicklungQuellen: 1634/1850: HLS, 1900–1960: Eidgenössische Volkszählungen (XLS; 927 kB), danach: Gemeindeporträts. Truttikon. Bevölkerung (Personen). Statistisches Amt des Kantons Zürich, 1962–2022. Jahr 1634 1850 1900 1950 2000 2005 2010 2015 2020 2022 Einwohner 196 371 328 296 421 457 444 446 428 429
Politik Gemeindepräsident ist Sergio Rämi (parteilos, Stand 2023).Gemeinderat. Website der Gemeinde Truttikon.
Bei der Nationalratswahl 2019 erreichten die Parteien folgende Wähleranteile: SVP 42,45 %, SP 13,45 %, Grüne 9,97 %, FDP 9,39 %, EDU 8,47 %, EVP 5,59 %, glp 4,57 %, BDP 2,08 %, die Guten 1,44 %, CVP 1,01 % und andere (7) 1,59 %.
Die Wähleranteile bei der Nationalratswahl 2023: SVP 44,09 % (+1,64 %), SP 13,47 % (+0,02 %), FDP 7,51 % (−1,89 %), Grüne 6,91 % (−3,05 %), glp 6,86 % (+2,29 %), Die Mitte 5,70 % (+2,61 %), EDU 5,09 % (−3,38 %), EVP 3,61 % (−1,97 %), Aufrecht Zürich 2,50 %, Mass-Voll! 1,97 %, PdA 1,42 % (+0,43 %), andere (9) 0,88 %.Nationalratswahl 2023. Kanton Zürich. 25. Oktober 2023.
Wirtschaft In Truttikon wird verbreitet Wein angebaut.
Geschichte mini|Luftbild von Werner Friedli (1964) Truttikon wurde als Truttaninchova erstmals im Jahr 858 urkundlich erwähnt. Damals gingen durch eine Schenkung Ländereien in Truttikon an das Kloster Rheinau über.
Im Jahr 1556 wurde Truttikon an das Augustinerkloster Kreuzlingen verkauft, dem es bis ins Jahr 1798 gehörte. Die Gemeinde war Teil der Grafschaft Kyburg und kam in der Folge durch Erbgang 1452 zur Stadt Zürich.
Durch Beschluss des Kantonsrates wurde die bestehende Zivilgemeinde auf den 1. Januar 1879 in den Stand einer politischen Gemeinde erhoben.
Wappen Blasonierung: In Rot eine goldene Traube an zweiblättrigem goldenem Rebenzweig
Das Wappen ist eine Neuschöpfung aus der Zeit um 1878, als die Zivilgemeinde von Trüllikon gelöst und in eine politische Gemeinde umgewandelt wurde. Das Wappen symbolisiert den traditionellen Weinbau in Truttikon und ist seit Ende 1930 in seiner heutigen Farbgebung das offizielle Wappen der Gemeinde.
Persönlichkeiten Jakob Herzog (1867–1959), Landschaftsmaler
Sehenswürdigkeiten
Literatur Hermann Fietz: Die Kunstdenkmäler des Kantons Zürich. Band I: Die Bezirke Affoltern und Andelfingen, Truttikon (= Die Kunstdenkmäler der Schweiz. Band 7). Hrsg. von der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte (GSK). Bern 1938, , S. 400 (Digitalisat). Jakob Zollinger: Ein Weinländer Dorf im Umbruch 1770–1800. Die Chronik des Matthäus Keller von Truttikon. In: Zürcher Taschenbuch. S. 73–116 (Digitalisat).
Weblinks
Offizielle Website der Gemeinde Truttikon Statistische Daten der Gemeinde Truttikon
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Kanton Zürich Kategorie:Schweizer Gemeinde Kategorie:Weinbauort in der Schweiz Kategorie:Ersterwähnung 858