mini|Manfred Broy (2004)
Manfred Broy (* 10. August 1949 in Landsberg am Lech) ist ein deutscher Informatiker und emeritierter Professor an der Fakultät für Informatik der Technischen Universität München (TUM).
Leben Manfred Broy besuchte in den Jahren von 1960 bis 1969 das Holbein-Gymnasium in Augsburg. Nach seinem Studium (Diplom im Jahr 1976 in Mathematik Fachrichtung Informatik) an der Technischen Universität München arbeitete er bis zum Jahr 1983 als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Informatik und am Sonderforschungsbereich „Programmiertechnik“ an der TUM. Er wurde 1980 bei Friedrich Ludwig Bauer über das Thema Transformation parallel ablaufender Programme an der TUM zum Dr. rer. nat. promoviert. Er habilitierte sich 1982 mit dem Thema „A Theory for Nondeterminism, Parallelism, Communication, and Concurrency“.
1983 wurde er zum ordentlichen Universitätsprofessor für Informatik an die Universität Passau berufen und gleichzeitig zum Gründungsdekan der Fakultät für Mathematik und Informatik bestellt. In den Jahren bis 1989 war er Professor für Informatik und hatte den Lehrstuhl für Programmiersprachen an der Fakultät für Mathematik und Informatik inne. Für seine Tätigkeit als Gründungsdekan in Passau wurde ihm 2003 die Ehrendoktorwürde der Universität Passau verliehen.
Im Jahr 1989 wurde er Nachfolger von Friedrich Ludwig Bauer als ordentlicher Professor für Informatik am Institut für Informatik der Technischen Universität München. 1992 wurde er Gründungsdekan der Fakultät Informatik der TU München. Broys Forschungsbereich in München war das Systems- und Software Engineering. Eine seiner Forschungsgruppen befasste sich mit der Anwendung mathematisch basierter Techniken im Software Engineering. Am 31. März 2015 trat er in den Ruhestand. Abgerufen am 11. April 2016.
Manfred Broy ist Mitgründer und Mitglied des Board of Directors des Center for Digital Technology and Management (CDTM). Das CDTM ist eine gemeinsame wissenschaftliche Einrichtung von TU München und LMU München und Mitglied des Elitenetzwerks Bayern.
Er wurde im Frühjahr 2015 zum Gründungspräsidenten des „Zentrum Digitalisierung.Bayern“ berufen.Pressemitteilung der Technischen Universität München Abgerufen am 11. April 2016.
Veröffentlichungen (Auswahl)
Ehrungen und Auszeichnungen
1991: Ordentliches Mitglied der Academia Europaea 1992: Mitglied der Europäischen Akademie der Wissenschaften 1994: Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis 1996: Bundesverdienstkreuz am Bande 2003: Mitglied der Leopoldina.. 2003: Ehrendoktor der Universität Passau 2004: Fellow der Gesellschaft für Informatik 2006: Max-Planck-Fellow am Max-Planck-Institut für Softwaresysteme in Kaiserslautern 2006 Mitglied der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech) 2006: Bayerischer Staatspreis für Unterricht und Kultus 2007: Konrad-Zuse-Medaille für Verdienste um die InformatikProfil bei der TUM, abgerufen am 26. April 2016. 2012: Bayerischer Maximiliansorden für Wissenschaft und Kunst. 2014: Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften 2015: Emeritus of Excellence der Technischen Universität München
Weblinks
Seite von Manfred Broy an der TU München Akademische Nachfahren im Mathematics Genealogy Project
Einzelnachweise
Kategorie:Informatiker Kategorie:Hochschullehrer (Technische Universität München) Kategorie:Hochschullehrer (Passau) Kategorie:Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande Kategorie:Träger des Bayerischen Maximiliansordens für Wissenschaft und Kunst Kategorie:Leibnizpreisträger Kategorie:Mitglied der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften (acatech) Kategorie:Mitglied der Leopoldina (21. Jahrhundert) Kategorie:Mitglied der Academia Europaea Kategorie:Ehrendoktor der Universität Passau Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1949 Kategorie:Mann Kategorie:Absolvent der Technischen Universität München