Maldonado ist mit 102.000 Einwohnern die Hauptstadt des gleichnamigen Departamentos im Süden Uruguays.

Lage und Klima Die Stadt Maldonado liegt ca. 134 km (Fahrtstrecke) östlich der Landeshauptstadt Montevideo und grenzt an den nur etwa 4 km südöstlich gelegenen Badeort Punta del Este. Der Stadtkern befindet sich rund 3 km von der Küste des Río de la Plata entfernt im Landesinneren. Östlich von Maldonado fließt der in den in einigen Kilometern Entfernung in den Südatlantik mündende Fluss Arroyo Maldonado. Bei Maldonado existieren Limos-Vorkommen..Ulises Rubens Grub: Atlas geografico de la República Oriental del Uruguay, Montevideo 1980, S. 35 Das vom Südatlantik beeinflusste Klima ist gemäßigt bis warm.

Geschichte Die drei natürlichen Häfen des Río de la Plata in Maldonado, die die ersten Seefahrer entdeckt hatten, als sie in die breite Flussmündung segelten, haben dafür gesorgt, dass die Gegend schon um 1600 besiedelt wurde. Die Spanier entdeckten die Gegend aber erst 1673 für sich. Die Stadt wurde vom Gouverneur von Montevideo Joaquin de Viana gegründet, der sich im Jahr 1755 entschied, an diesem Ort eine Siedlung errichten zu lassen. Als sich im Jahr 1757 etwa 100 Siedler hier niederließen, waren seine Vorstellungen erfüllt. Später wurde der Name der Stadt in San Fernando de Maldonado umbenannt, zu Ehren des mittelalterlichen kastilischen Königs Ferdinand III., dessen Namensvetter Ferdinand VI. gerade König von Spanien war und von Francisco Maldonado, einem Offizier und einem der ersten Spanier in der Gegend. Ende des 19. Jahrhunderts, als es bereits den Leuchtturm gab, begann man Sommerhäuser und das erste Hotel zu bauen.Maldonado – Geschichte

Am 10. Januar 1966 wurde das Bistum Maldonado-Punta del Este-Minas mit Sitz in Maldonado errichtet. Die bereits im 19. Jahrhundert erbaute Kirche San Fernando wurde zur Kathedrale erhoben.

Bevölkerungsentwicklung Jahr 1908 1963 1975 1985 1996 2004 2011 2023Einwohner 4.421 15.372 22.762 38.678 59.143 71.736 84.807 102.000 ab 1975 Census, Quelle: citypopulation.de: Maldonado Der anhaltende Bevölkerungszuwachs beruht im Wesentlichen auf der Zuwanderung von Familien aus dem Ausland.

Infrastruktur Zentraler Platz Maldonados ist die Plaza de San Fernando de Maldonado. Dort befindet sich auch die Kathedrale Maldonados, deren Bau 1801 begann. Sie ist mit einem Altar von Antonio Vega ausgestattet. Auch beherbergt die Stadt die Ruinen der 1771 errichteten Dragoner-Kaserne (Cuartel de Dragones) und den aus dem Jahr 1800 stammenden Torre del Vigia.Thomas Binder: "Südamerika 2 - Argentinien - Chile - Uruguay - Paraguay", DuMont Buchverlag Köln, 1978, S. 206

Bildung Maldonado verfügt über fünf weiterführende Schulen (Liceos). Dies sind das am 15. April 1913 gegründete Liceo Nº 1 Departamental „Florencio Collazo“, das Liceo Nº 2 de Maldonado (Gründungsdatum: 1992) im Barrio El Molino, das Liceo Nº 3 de Maldonado (1996), das Liceo Nº 4 de Maldonado „Eduardo Víctor Haedo“ (2001) im Barrio Jardines de Córdoba und das Liceo Nº 5 de Maldonado (2003).Liceos del Uruguay (spanisch) (PDF; 7,3 MB), abgerufen am 29. Februar 2012

Verkehr Maldonado verfügt über einen Busbahnhof, von dem aus seitens der Busunternehmen COT und COPSA regelmäßige Verbindungen in die Landeshauptstadt Montevideo aber auch ins benachbarte Punta del Este und andere Orte bestehen. Zudem endet bei Maldonado die Ruta Interbalnearia, die in die Rambla übergeht. Unweit des Stadtkerns befindet sich der Flughafen El Jaguel. Wenige Kilometern westlich liegt zudem der zwischen der Laguna del Sauce und Ruta Interbalnearia gelegene internationale Flughafen Capitán de Corbeta Carlos A. Curbelo.

Sport In Maldonado befindet sich das Estadio Domingo Burgueño. Dort trägt der Fußballverein Deportivo Maldonado seine Heimspiele aus. Während der Südamerikameisterschaft Copa América 1995, die in Uruguay ausgetragen wurde, war Maldonado einer der vier Austragungsorte.

Kultur Maldonado beherbergt unter anderem die Museen Museo Mazzoni, Museo Didáctico Artiguista und Museo Museo San Fernando. An der Küste liegt einer der wenigen FKK-Strände Uruguays.

Städtepartnerschaften Maldonado pflegt Städtepartnerschaften mit den folgenden Städten:

, La Plata, seit 1994 , Miami-Dade County, Florida, seit 1994Junta Maldonado () , Gramado, seit 1994 (ptS) , Corvera de Asturias

In Maldonado geboren

Fußballspieler Dagoberto Fontes (1943–2024), Fußballspieler Fernando Clavijo (1956–2019), Fußballspieler Miguel Ximénez (* 1977), Fußballspieler Jorge Cazulo (* 1982), peruanisch-uruguayischer Fußballspieler Mateo Figoli (* 1984), Fußballspieler Esteban Maga (* 1984), Fußballspieler Simón Vanderhoeght (* 1986), Fußballspieler Carlos Méndez (* 1988), Fußballspieler Rafael García (* 1989), Fußballspieler Víctor Rafael García (* 1989), Fußballspieler Rodrigo Valiente (* 1989), Fußballspieler Max Rauhofer (* 1990), Fußballspieler Federico Castellanos (* 1992), Fußballspieler Matías Tellechea (* 1992), Fußballspieler Renato César (* 1993), Fußballspieler Sebastián Canobra (* 1994), Fußballspieler Maximiliano Moreira (* 1994), Fußballspieler Federico Pérez (* 1994), Fußballspieler Francisco Techera (* 1994), Fußballspieler Juan Lladó (* 1996), Fußballspieler Pablo Tejera (* 1996), Fußballspieler Joaquín Zeballos (* 1996), Fußballspieler Gabriel Neves (* 1997), Fußballspieler

Weitere Persönlichkeiten Alberto Abdala (1920–1986), Politiker Américo González (1925–1970), Moderner Fünfkämpfer Washington Díaz (* 1954), Radsportler Juan Felipe Silveira Gramont (1957–2009), Komponist und Musikpädagoge Héctor Aguilar (* 1984), Radrennfahrer Marcela Britos (* 1985), Leichtathletin Antonella Scanavino (* 1992), Schwimmerin Guillermo Thomas Silva (* 2001), Radrennfahrer Valentín Trujillo (* 1979), Schriftsteller

Literatur María Amelia Diaz de Guerra: Diccionario biográfico de la ciudad de Maldonado (1755-1900). Montevideo 1974

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Ort im Departamento Maldonado