mini|hochkant|Kathedrale von Tacuarembó
Tacuarembó [] ist eine Stadt in Uruguay. Sie ist die Hauptstadt des Departamento Tacuarembó und der Sitz des 1960 errichteten Bistums Tacuarembó.
Lage Tacuarembó liegt im zentralen Norden des Landes. Die Entfernung zur südlich gelegenen Landeshauptstadt Montevideo beträgt 390 Kilometer. Im Norden der Stadt fließt der Arroyo Tacuarembó Chico, ein Zufluss des Río Tacuarembó.
Geschichte Die Stadt wurde am 27. Januar (spanisch) 1832 von Bernabé RiveraEintrag in der Encyclopaedia Britannica als Villa de San Fructuoso gegründet und am 17. Juni 1912 in Tacuarembó umbenannt.Ministerio del Interior (Hrsg.): Ley N° 4031 – Declaracion de Ciudad. Centro de Información Oficial, 1. Juli 1912. Veröffentlicht im Diario Oficial. Band 28, Nr. 1978, S. 1. Auf IMPO.com.uy (Digitalisat), abgerufen am 6. Januar 2026 (spanisch).
Einwohner Bei der Volkszählung 2011 betrug die ermittelte Einwohnerzahl 54.757, davon 26.332 männliche und 28.425 weibliche, des Instituto Nacional de Estadística de Uruguay, abgerufen am 23. September 2012 nachdem 2004 noch 51.224 und 1996 lediglich 45.891 Einwohner zu verzeichnen waren. (PDF; 639 kB)
Bevölkerungsentwicklung Jahr 1963 1975 1985 1996 2004 2011 Einwohner 28.182 (?) 37.692 40.511 45.891 51.224 54.757
Quelle: Instituto Nacional de Estadística de UruguayStatistische Daten des Instituto Nacional de Estadística de Uruguay 1963–1996 (DOC; 58 kB) (MS Excel; 38 kB), abgerufen am 24. Oktober 2010
Bedeutung des Namens Tacuarembó hat als einzige Stadt in Uruguay einen Namen aus der Guaraní Sprache. Diese Namensgebung bezieht sich auf die vielen Schilfarten, die reichlich in der Gegend vorkommen.
Verkehr Tacuarembó ist über die im Stadtgebiet aufeinandertreffenden Rutas 5 und 26 erschlossen. Ferner liegt die Stadt an der Bahnstrecke Paso de los Toros–Rivera, die aber bis auf einen mon- und freitäglichen Pendel an die brasilianische Grenze Fahrplan, span. nicht für den Personenverkehr genutzt wird. Zudem hat man durch den im Südosten der Stadt befindlichen Flughafen Tacuarembó Anschluss an den Flugverkehr.
Sehenswürdigkeiten Das Museo del Indio y del Gaucho in Tacuarembó stellt Kunstsammlungen der Indianer und der Gauchos sowie Waffen- und Handwerkzeugsammlungen aus. Die Kathedrale von San Fructuoso (Catedral de San Fructuoso), deren Grundsteinlegung am 29. Juni 1899 erfolgte und die bis zur Gründung des Bistums Tacuarembó 1960 eine Pfarrkirche war, wurde 2006 zum Kulturdenkmal von nationaler Bedeutung (Monumento histórico nacional) erklärt.Informationen zur Kathedrale auf www.tacuy.com.uy (spanisch) In der zweiten März-Woche eines jeden Jahres findet in Tacuarembó ein großes Festival der Gaucho-Kultur, die sogenannte Fiesta de la Patria de Gaucho, statt, das eines der größten seiner Art in Südamerika ist.. In: Uruguay Vacation Activities. Discover Uruguay, 2009. Auf DiscoverUruguay.com, abgerufen am 6. Januar 2026 (englisch).
Sport Der Tacuarembó FC spielte bis zur Saison 2010/2011 und erneut ab der Spielzeit 2014/15 in der Primera División. Die Heimspiele der Mannschaft werden im Estadio Raúl Goyenola ausgetragen.
Söhne und Töchter der Stadt Gustavo Alamón (1935–2020), Künstler Saúl Alcántara (* 1944), Radrennfahrer Sebastián Assis (* 1993), Fußballspieler Matías Barboza (* 1993), Fußballspieler Washington Benavidez (1930–2017), Schriftsteller Sergio Bica (* 1983), Fußballspieler Ángel Brunell (* 1945), Fußballspieler Ramiro Bruschi (* 1981), Fußballspieler Ramiro Cabrera (* 1988), Radsportler Óscar Padula Castro (* 1993), Fußballspieler Santiago Charamoni (* 1994), Fußballspieler Gastón Colman (* 1989), Fußballspieler Olga Delgrossi (* 1932), Tangosängerin Jonathan de los Santos (* 1993), Fußballspieler Álvaro Duarte (* 1984), Fußballspieler Carlos Dutra (* 1989), Fußballspieler Wilson Ezquerra (* 1958), Politiker, Hochschullehrer, Fußballfunktionär und Unternehmer Sebastián Gularte (* 1990), Fußballspieler Víctor Licandro (1918–2011), General und Politiker Lucas López (* 1994), Fußballspieler Adrián Luna (* 1992), Fußballspieler Jorge Majfud (* 1969), Schriftsteller Richard Mascarañas (* 1979), Radrennfahrer Álvaro Navarro (* 1985), Fußballspieler Ildefonso Pereda Valdés (1899–1996), Schriftsteller Hamilton Pereira (* 1987), Fußballspieler Pablo Porcile (* 1996), Fußballspieler Renzo Pozzi (* 1984), Fußballspieler Anderson Rodríguez (* 2006), Fußballspieler Sebastián Sánchez (* 1989), Fußballspieler Andrés Silva (* 1986), Leichtathlet Baltasar Silva (* 1984), Fußballspieler Néstor Silva (* 1982), Fußballspieler Octavio Siqueira (* 1987), Fußballspieler Franco Sosa (* 1983), Fußballspieler Wilinton Techera (* 1985), Fußballspieler Jorge Trinidad (* 1993), Fußballspieler Delis Vargas (* 1994), Fußballspieler Leonel Viera (1913–1975), Bauingenieur, Unternehmer und Politiker Néstor Vilar (* 1993), Fußballspieler Amalia Zaldúa (* 1927), Chorleiterin Die Tango-Legende Carlos Gardel (* 1890 (Toulouse) oder zwischen 1883 und 1887 (Tacuarembó); † 24. Juni 1935) gab als Geburtsort die Stadt Tacuarembó, in Valle Edén, an. Allerdings ist höchst umstritten, ob er tatsächlich dort geboren wurde oder aus Frankreich stammt (und durch die anderslautende Angabe der Einberufung zum französischen Militärdienst zu entgehen versuchte).
Weblinks
Fotos von Tacuarembó (spanisch) Foto des Bahnhofs
Einzelnachweise
Kategorie:Ort im Departamento Tacuarembó