Das Kabinett Adenauer I war die von 1949 bis 1953 amtierende erste deutsche Bundesregierung.

Abstimmung im Bundestag + Bonn, 15. September 1949 – Gesamtstimmenzahl 402 – absolute Mehrheit 202 WahlgangKandidat Stimmen Stimmenzahl AnteilKoalitionspartei(en) 1. WahlgangKonrad Adenauer (CDU) Ja-Stimmen 202 50,2 %CDU/CSU, FDP, DP Nein-Stimmen142 35,3 % Enthaltungen 44 10,9 % Ungültig 1 0,2 % nicht abgegeben 13 3,2 % Damit wurde Konrad Adenauer zum Bundeskanzler gewählt.

Kabinett + Kabinett Adenauer I – 20. September 1949 bis 6. Oktober 1953 (Bis zum 20. Oktober 1953 mit der Wahrnehmung der Geschäfte beauftragt) Amt oder Ressort Bild Name Partei Bundeskanzler rahmenlos|zentriert|100px|Konrad Adenauer (1952) Konrad Adenauer (1876–1967) CDU Auswärtigesab 15. März 1951 Stellvertreter des BundeskanzlersAngelegenheiten des Marshallplanes rahmenlos|zentriert|100px|Franz Blücher (1950) Franz Blücher(1896–1959) FDP Inneres rahmenlos|zentriert|100px|Gustav Heinemann (1969) Gustav Heinemann(1899–1976)bis 11. Oktober 1950 CDU rahmenlos|zentriert|100px|Robert Lehr (1950) Robert Lehr(1883–1956)ab 11. Oktober 1950 Justiz rahmenlos|zentriert|100px|Thomas Dehler (1964) Thomas Dehler (1897–1967) FDP Finanzen rahmenlos|zentriert|100px|Fitz Schäffer Fritz Schäffer(1888–1967) CSU Wirtschaft rahmenlos|zentriert|100px|Ludwig Erhard (1964) Ludwig Erhard (1897–1977) für die CDU,formell aberparteilosLudwig Erhard wurde offenbar als Parteiloser Bundeskanzler. In: Die Welt, 16. November 2011. Siehe hierzu auch den Artikel Ludwig Erhard Ernährung, Landwirtschaft und Forsten rahmenlos|zentriert|100px|Wilhelm Niklas (kein Foto) Wilhelm Niklas (1887–1957) CSU Arbeit rahmenlos|zentriert|100px|Anton Storch (1952) Anton Storch(1892–1975) CDU Verkehr rahmenlos|zentriert|100px|Hans-Christoph Seebohm als Mitglied der CDU (1961) Hans-Christoph Seebohm (1903–1967) DP Angelegenheiten des Fernmeldewesensab 1. April 1950: Post- und Fernmeldewesen rahmenlos|zentriert|100px|Hans Schuberth (1949) Hans Schuberth (1897–1976) CSU Wohnungsbau rahmenlos|zentriert|100px|Eberhard Wildermuth (1949) Eberhard Wildermuth (1890–1952)bis 9. März 1952 FDP rahmenlos|zentriert|100px|Fritz Neumayer (kein Foto) Fritz Neumayer (1884–1973)ab 15. Juli 1952 Angelegenheiten der Vertriebenen rahmenlos|zentriert|100px|Hans Lukascheck (1949) Hans Lukaschek (1885–1960) CDU Gesamtdeutsche Fragen rahmenlos|zentriert|100px|Jakob Kaiser (1950) Jakob Kaiser (1888–1961) CDU Angelegenheiten des Bundesrates rahmenlos|zentriert|100px|Heinrich Hellwege Heinrich Hellwege (1908–1991) DP

Veränderungen Aus Protest gegen Ende August 1950 geführte Geheimverhandlungen, bei denen Bundeskanzler Adenauer eine westdeutsche „Bereitschaft zur Remilitarisierung“ signalisiert hatte, ohne das Kabinett und die deutsche Öffentlichkeit darüber zu informieren, trat Bundesinnenminister Gustav Heinemann am 9. Oktober 1950 zurück. Zu seinem Nachfolger wurde am 11. Oktober 1950 Robert Lehr ernannt.

Bei der Wiedereinrichtung des Auswärtigen Amtes, das formal noch unter der Kontrolle der Alliierten Hohen Kommission stand, verzichtete Bundeskanzler Adenauer auf die Ernennung eines Außenministers und übernahm am 15. März 1951 selbst die Führung der Amtsgeschäfte.

Nachdem Bundesbauminister Eberhard Wildermuth am 9. März 1952 einem Herzschlag erlegen war, waren als Nachfolger zunächst die FDP-Politiker Victor-Emanuel Preusker und Bundestagsvizepräsident Hermann Schäfer im Gespräch. Am 15. Juli 1952 wurde dann aber schließlich der Bundestagsabgeordnete Fritz Neumayer zum neuen Bundesminister für Wohnungsbau ernannt.

Sonstiges Die Regierung stellte während ihrer Amtszeit mehrere hundert Strafanträge wegen „politischer Beleidigung“.

Literatur

Peter Schindler: Datenhandbuch zur Geschichte des Deutschen Bundestages 1949 bis 1999. Nomos Verlag, Baden-Baden 1999, ISBN 3-7890-5928-5, S. 1031.

Einzelnachweise

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