Die Drug Enforcement Administration (DEA; ) ist eine dem Justizministerium der Vereinigten Staaten unterstellte Strafverfolgungsbehörde mit Hauptsitz in Arlington, Virginia. Sie besteht seit 1973. Aufgabe der DEA ist es, auf Grundlage des Controlled Substances Act von 1970 die illegale Herstellung von Drogen und den Handel mit diesen zu unterbinden. Im Jahr 2025 verfügte die Behörde über 9.120 Vollzeitstellen.DEA: FY 2025 Performance Budget Congressional Submission (PDF), S. 12, abgerufen am 17. Februar 2026

Auftrag mini|DEA-Agenten bei einer Übung mini|hochkant|DEA-Marke

Aufgaben Der US-Kongress hat verbotene Substanzen in fünf Klassen aufgeteilt, die von der DEA verfolgt werden. Die Klassifizierung basiert auf verschiedenen Faktoren, wie z. B. das durch die DEA wahrgenommene Potenzial an Missbrauch einer Substanz, sowie der Einschätzung des US-Gesundheitsministeriums, ob der betroffenen Substanz eine seriöse medizinische Verwendung zukommen kann. Die Strafen für den Besitz von verbotenen Drogen fußen auf der Klassifizierung einer Substanz.

Organisation Die Behörde unterhält 221 städtische Büros (domestic offices) in 21 Divisionen im Inland:

Im Ausland unterhält sie 92 Büros (foreign offices) in 70 Staaten; organisatorisch in Regionen (Afrika, Europa, Nord- und Mittelamerika, Anden, Ferner Osten, Southern Cone (Brasilien, Chile, Argentinien, Paraguay, Peru und Uruguay), Karibik und Mittlerer Osten) und in Arten (DEA Presence, Country Office, Resident Office, Regional Office) unterteilt.

Rechtsgrundlage Darüber hinaus unterliegt der Drogenhandel auch dem RICO Act, einem Bundesgesetz zur Bekämpfung organisierter Kriminalität, krimineller Vereinigungen und Banden. Das Gesetz ermöglicht es Bundesanwälten, zu verfolgen und gegebenenfalls Klage zu erheben, wenn eine Person in Verdacht steht, einer kriminellen Organisation anzugehören. Dies kann der Fall sein, wenn der Angeklagte innerhalb von zehn Jahren zwei von insgesamt 35 definierten Straftaten mit demselben Ziel oder Resultat begangen hat. Dazu gehört auch der von der DEA verfolgte Drogenhandel.

Klassifizierung Die DEA teilt von ihr kontrollierte Substanzen in mehrere Klassen ein: Klasse-I-Drogen: hohes Potenzial an Missbrauch, kein nachgewiesener medizinischer Nutzen, unter anderem: PCP, GHB, MDA, MDMA/Ecstasy, Heroin, LSD, Meskalin, Marihuana. Klasse-II-Drogen: hohes Potenzial an Missbrauch, teilweise nachgewiesener medizinischer Nutzen, hohe Wahrscheinlichkeit für psychische oder physische Abhängigkeit. Diese Drogen sind verschreibungspflichtig, der Absatz wird sorgfältig von der DEA kontrolliert und überwacht, unter anderem: Kokain, Methylphenidat, Pethidin, Opium, Morphin, Amphetamin, Methamphetamin Klasse-III-Drogen: weniger Potenzial für Missbrauch als Klasse-I- und -II-Substanzen, anerkannte medizinische Anwendungen und eine mäßige bis geringe Wahrscheinlichkeit der psychischen oder physischen Abhängigkeit. Diese Drogen sind verschreibungspflichtig, der Absatz weniger streng überwacht als Klasse-II-Substanzen, unter anderem: Steroide, Hypnotika, Codein, synthetisches Δ9-THC, Ketamin Klasse-IV-Drogen: weniger Potenzial für Missbrauch als Klasse-III-Substanzen, anerkannte medizinische Anwendungen und ein geringeres Risiko einer Abhängigkeit als bei Klasse III. Der Verkauf wird ähnlich wie Klasse III überwacht, unter anderem: Diazepam Klasse-V-Drogen: weniger Potenzial für Missbrauch als Klasse-IV-Substanzen, geringes Risiko der psychischen oder physischen Abhängigkeit. Sind meist im freien Handel erhältlich, unter anderem Hustenmedizin, die geringe Mengen von Codein enthalten.

Behördenleitung +BildNameAmtszeitErnennung durch111x111pxJohn R. Bartels Jr.1. Juli 1973 – 30. Mai 1975 (bis 4. Oktober 1973 kommissarisch)Richard Nixon147x147pxHenry S. Dogin30. Mai 1975 – 23. Januar 1976 (kommissarisch)Gerald Ford133x133pxPeter B. Bensinger23. Januar 1976 – 10. Juli 1981 (bis 23. Februar 1976 kommissarisch)138x138pxFrancis M. Mullen10. Juli 1981 – 1. März 1985 (bis 10. November 1983 kommissarisch)Ronald Reagan100x100pxJohn C. Lawn1. März 1985 – 23. März 1990 (bis 26. Juli 1985 kommissarisch)140x140pxTerrence M. Burke23. März 1990 – 13. August 1990 (kommissarisch)George H. W. Bush125x125pxRobert C. Bonner13. August 1990 – 31. Oktober 1993100x100pxStephen H. Greene1. November 1993 – April 1994 (kommissarisch)Bill Clinton138x138pxThomas A. ConstantineApril 1994 – 2. Juli 1999106x106pxDonnie R. Marshall2. Juli 1999 – 30. Juni 2001 (bis 19. Juni 2000 kommissarisch)100x100pxWilliam B. Simpkins3. Juli 2001 – 7. August 2001 (kommissarisch)George W. Bush127x127pxAsa Hutchinson8. August 2001 – 23. Januar 2003114x114pxKaren Tandy17. September 2003 – 10. November 2007140x140pxMichele Leonhart10. November 2007 – 14. Mai 2015 (bis 22. Dezember 2010 kommissarisch)George W. Bush Barack Obama125x125pxChuck Rosenberg18. Mai 2015 – 1. Oktober 2017 (kommissarisch)Barack Obama125x125pxRobert W. Patterson2. Oktober 2017 – 2. Juli 2018 (kommissarisch)Donald Trump125x125pxUttam Dhillon2. Juli 2018 – 18. Mai 2020 (kommissarisch)125x125pxTimothy Shea19. Mai 2020 – 20. Januar 2021 (kommissarisch)125x125pxD. Christopher Evans20. Januar 2021 – 28. Juni 2021 (kommissarisch)Joe Biden100x100pxAnne Milgram28. Juni 2021 – 20. Januar 2025134x134pxDerek S. Maltz20. Januar 2025 – 2. Mai 2025 (kommissarisch)Donald Trump125x125pxRobert Murphy2. Mai 2025 – 24. Juli 2025 (kommissarisch)125x125pxTerry Coleseit 24. Juli 2025

Sonstiges Die Behördenleiterin Michele Leonhart trat wegen eines Sexparty-Skandals von US-DrogenfahndernDEA-Antidrogenfahnder ließen sich Sex-Partys von Kartellen bezahlen Spiegel Online, 27. März 2015. am 22. April 2015 zurück.

Weblinks

Offizielle Website (englisch) Drug Scheduling Drogenklassifikation (englisch)

Einzelnachweise

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