Fred Børre Lundberg (* 25. Dezember 1969 in Hammerfest) ist ein ehemaliger norwegischer Nordischer Kombinierer.
Werdegang Lundberg gab sein internationales Debüt bei den Nordischen Junioren-Weltmeisterschaften 1989 in Vang. Dort sicherte sich Lundberg mit der Mannschaft den Titel im Teamwettbewerb. Am 19. Januar 1990 gab der Norweger in Murau sein Debüt im Weltcup der Nordischen Kombination. Auf Anhieb schaffte er im Einzel den Sprung aufs Podium und wurde Zweiter. Vier Wochen später verlief für ihn das Rennen in Leningrad noch erfolgreicher. Er konnte sich erstmals gegen die gesamte Konkurrenz durchsetzen und sicherte sich seinen ersten Weltcup-Sieg. Zum Ende der Saison gelang ihm in Örnsköldsvik noch einmal der Sprung aufs Podium.
Seine erfolgreichste Saison bestritt er mit der Saison 1990/91. Bereits den ersten Saisonwettbewerb in Trondheim konnte er gewinnen und landete als Zweiter in Oberwiesenthal auch bei seinem zweiten Saison-Weltcup auf dem Podium. Nach einem weiteren Sieg in Schonach im Schwarzwald und Rang drei in Bad Goisern reiste er als einer der Medaillenfavoriten zu den Nordischen Skiweltmeisterschaften 1991 ins Val di Fiemme. Dort gewann er mit Abstand den Einzelwettbewerb. Im Teamwettbewerb reichte es für die norwegische Mannschaft nur zu Rang fünf.
Bei den Norwegischen Meisterschaften 1991 sicherte er sich in Rognan seinen ersten nationalen Titel. Nach weiteren Top-10-Resultaten im Weltcup beendete er die Saison im März 1991 als Erster der Weltcup-Gesamtwertung.
Auch in die folgende Olympiasaison 1991/92 startete Lundberg erfolgreich mit einem zweiten Platz in Štrbské Pleso. Auch in Schonach und Breitenwang gelang ihm dieser Erfolg. Bei den Olympischen Winterspielen 1992 in Albertville verpasste Lundberg seine erste olympische Einzelmedaille als Vierter im Einzel nur knapp. Mit der Mannschaft war jedoch schließlich erfolgreich und gewann Silber hinter der Mannschaft aus Japan.
Im Januar 1993 feierte Lundberg seinen vierten Sieg im Weltcup. Bei den Nordischen Skiweltmeisterschaften 1993 in Falun sicherte er sich mit der Mannschaft wie bereits bei Olympia die Silbermedaille. Bei den Norwegischen Meisterschaften 1993 gewann Lundberg zum zweiten Mal den Titel im Einzel. Nachdem er in der Folgezeit im Weltcup ohne Ausnahmen immer die Top 10 erreichte und dabei auch mehrmals das Podium bestieg, reiste er nach Lillehammer zu seinen zweiten Olympischen Winterspielen. Dort gelang Lundberg der erste olympische Einzelerfolg und damit auch der erste Olympiasieg in seiner Karriere. Mit der Mannschaft sicherte er sich zudem die Silbermedaille. Zurück im Weltcup erreichte er in Vuokatti und Sapporo seine Weltcup-Siege fünf und sechs. Bei den Norwegischen Meisterschaften 1994 in Vegårshei sicherte sich Lundberg seinen dritten nationalen Titel.
Auch in der folgenden Saison 1994/95 gehörte Lundberg erneut zur absoluten Weltspitze und sicherte sich bereits zu Saisonbeginn den Sieg in Štrbské Pleso und Schonach. Bei den Nordischen Skiweltmeisterschaften 1995 in Thunder Bay gewann Lundberg im Einzel sowie im Team den Weltmeistertitel und gewann damit auch erstmals beide mögliche Kombinations-Medaillen.
Ab der Saison 1995/96 konnte sich Lundberg nach einem anfänglichen Sieg in Schonach oftmals nicht mehr in den Top 10 platzieren. Bei den Nordischen Skiweltmeisterschaften 1997 im norwegischen Trondheim verpasste er eine weitere Einzelmedaille, verteidigte aber im Teamwettbewerb mit der Mannschaft den Titel. Bei den Norwegischen Meisterschaften 1997 in Mo i Rana sicherte sich Lundberg noch einmal die Bronzemedaille im Einzelwettbewerb. Bei seinen dritten und letzten Olympischen Winterspielen 1998 in Nagano gewann er zudem noch einmal die Goldmedaille mit der Mannschaft. Wenig später wurde Lundberg mit der Holmenkollen-Medaille geehrt.
Nach zwei weiteren Jahren mit eher durchwachsenen Ergebnissen im Weltcup und dem Gewinn von Mannschaftssilber bei den Nordischen Skiweltmeisterschaften 1999 in Ramsau am Dachstein beendete Lundberg nach der Saison 1999/2000 seine aktive Karriere.
Privatleben Er lebt zusammen mit der ehemaligen Ski-Langläuferin Marit Bjørgen in Oslo und hat mit ihr zwei 2015 und 2019 geborene Söhne.Bjørgen er blitt mamma
Erfolge Weltcupsiege im Einzel Nr. Datum Ort Disziplin 1. 10. Februar 1990 Gundersen 2. 15. Dezember 1990 Gundersen 3. 5. Januar 1991 Gundersen 4. 8. Januar 1993 Gundersen 5. 4. März 1994 Gundersen 6. 12. März 1994 Gundersen 7. 10. Dezember 1994 Gundersen 8. 7. Januar 1995 Gundersen 9. 6. Januar 1996 Gundersen
Statistik Platzierungen bei Olympischen Winterspielen 50px Jahr und Ort Wettbewerb Gundersen NH Team 1992 Albertville 4. 2. 1994 Lillehammer 1. 2. 1998 Nagano 16. 1.
Platzierungen bei Weltmeisterschaften Jahr und Ort Wettbewerb Gundersen NH Sprint Team 1991 Val di Fiemme 1. – 5. 1993 Falun – – 2. 1995 Thunder Bay 1. – 2. 1997 Trondheim 22. – 1. 1999 Ramsau 12. 16. 2.
Weltcup-Statistik
Weltcup-Platzierungen Saison Platz Punkte 1989/90 4. 94 1990/91 1. 142 1991/92 3. 123 1992/93 2. 115 1993/94 3. 840 1994/95 6. 691 1995/96 7. 672 1996/97 23. 323 1997/98 7. 678 1998/99 9. 887 1999/00 22. 491
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Einzelnachweise
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