Der Landkreis Straubing gehörte zum bayerischen Regierungsbezirk Niederbayern. Sein ehemaliges Gebiet liegt heute größtenteils im Landkreis Straubing-Bogen.

Geographie

Wichtige Orte Die größten Orte waren Aiterhofen, Rain, Steinach und Feldkirchen.

Nachbarkreise Der Landkreis grenzte 1972 im Uhrzeigersinn im Nordosten beginnend an die Landkreise Bogen, Deggendorf, Landau an der Isar, Dingolfing, Mallersdorf und Regensburg.

Die kreisfreie Stadt Straubing war eine Enklave inmitten des Landkreises.

Geschichte

Landgericht 1803 wurde im Verlauf der Verwaltungsneugliederung Bayerns das Landgericht Straubing errichtet. Dieses wurde nach der Gründung des Königreichs Bayern dem Regenkreis zugeschlagen, dessen Hauptstadt bis 1810 Straubing war.

1809 wurde die Stadt Straubing aus dem Landgerichtsbezirk ausgegliedert und zur kreisunmittelbaren Stadt erhoben, blieb aber Verwaltungssitz des Landgerichts.

1810 kam das Landgericht Straubing zum Unterdonaukreis mit der Hauptstadt Passau.

1838 wurde der Unterdonaukreis in Kreis Niederbayern umbenannt aus dem der gleichnamige Regierungsbezirk hervorging.

Bezirksamt Das Bezirksamt Straubing folgte im Jahr 1862 dem flächengleichen Landgericht älterer Ordnung Straubing.

Anlässlich der Reform des Zuschnitts der bayerischen Bezirksämter erhielt das Bezirksamt Straubing am 1. Januar 1880 die Gemeinde Pittrich des Bezirksamtes Regensburg.

Landkreis Am 1. Januar 1939 wurde wie sonst überall im Deutschen Reich die Bezeichnung Landkreis eingeführt. So wurde aus dem Bezirksamt der Landkreis Straubing.

Im Jahr 1946 wurde der Landkreis Straubing um die Gemeinden Kirchroth und Zeitldorn des Landkreises Regensburg vergrößert.

Am 1. Januar 1972 trat der Landkreis die Gemeinden Alburg, Hornstorf, Ittling und Kagers an die kreisfreie Stadt Straubing ab.

Am 1. Juli 1972 wurde der Landkreis Straubing im Zuge der Gebietsreform in Bayern aufgelöst. Seine Gemeinden wurden mit einigen Gemeinden des aufgelösten Landkreises Mallersdorf, einigen Gemeinden des Landkreises Regensburg sowie mit dem aufgelösten Landkreis Bogen (ausgenommen die Gemeinde Bernried) zum neuen Landkreis Straubing-Bogen zusammengefasst.Verordnung zur Neugliederung Bayerns in Landkreise und kreisfreie Städte vom 27. Dezember 1971

Einwohnerentwicklung Jahr Einwohner Quelle 1840 18.604 1864 20.675 1885 21.719 1900 21.924 1910 23.416 1925 23.359 1939 26.971 1950 34.521 1960 28.451 1971 31.600 Statistisches Jahrbuch für die Bundesrepublik Deutschland 1973

Bezirksamtsvorstände und Landräte 1913–1921 Ignaz Poschenrieder 1922–1925 Hans Schwindt 1925–1927 Ferdinand Braun 1927–1933 Otto Mantler (01.10.1927 – 31.03.1933) 1933–1937 Friedrich Freiherr von Moreau 1938–1939 Otto Jehle 1940–1945: Franz Müller 1945–1955: Karl Bickleder 1960: Josef Schmid 1970: Anton Wild

Gemeinden Vor dem Beginn der bayerischen Gebietsreform umfasste der Landkreis Straubing in den 1960er Jahren 46 Gemeinden: Agendorf, heute zu Steinach Aholfing Aiterhofen Alburg, heute zu Straubing Amselfing, heute zu Aiterhofen Atting Dürnhart, heute zu Rain Eschlbach, heute zu Leiblfing Feldkirchen Geltolfing, heute zu Aiterhofen Grafling, heute zu Oberschneiding Hailing, heute zu Leiblfing Hankofen, heute zu Leiblfing Hornstorf, heute zu Straubing Irlbach Ittling, heute zu Straubing Kagers, heute zu Straubing Kirchroth Kößnach, heute zu Kirchroth Leiblfing Metting, heute zu Leiblfing Mitterharthausen, heute zu Feldkirchen Münster, heute zu Steinach Niederharthausen, heute zu Aiterhofen Niedermotzing, heute zu Aholfing Niederschneiding, heute zu Oberschneiding Oberharthausen, heute zu Geiselhöring Obermotzing, heute zu Aholfing Oberpiebing, heute zu Salching Oberschneiding Obersunzing, heute zu Leiblfing Oberzeitldorn, heute zu Kirchroth Paitzkofen, heute zu Straßkirchen Parkstetten Perkam Pönning, heute zu Geiselhöring Rain Reibersdorf, heute zu Parkstetten Reißing, heute zu Oberschneiding Salching Schambach, heute zu Straßkirchen Schwimmbach, heute zu Leiblfing Steinach Straßkirchen Unterzeitldorn, heute zu Straubing Wolferkofen, heute zu Oberschneidingmini|hochkant=1.333|Gemeindegrenzen 1961 Die Gemeinde Riedling wurde am 1. August 1920 nach Oberpiebing eingemeindet und die Gemeinde Pittrich am 1. Januar 1946 nach Kößnach.

Kfz-Kennzeichen Am 1. Juli 1956 wurde dem Landkreis bei der Einführung der bis heute gültigen Kfz-Kennzeichen das Unterscheidungszeichen SR zugewiesen. Es wird im Landkreis Straubing-Bogen und in der Stadt Straubing durchgängig bis heute ausgegeben.

Literatur Josef Fischer (Hrsg.): Der Landkreis Straubing. Landratsamt Straubing, Straubing 1970.

Einzelnachweise

Straubing Straubing Straubing Kategorie:Aufgelöst 1972