Der 12. Dezember ist der 346. Tag des gregorianischen Kalenders (der 347. in Schaltjahren), somit bleiben 19 Tage bis zum Jahresende.
Ereignisse Politik und Weltgeschehen mini|140px|627: Sassanidenreich 627: Die Byzantiner unter Kaiser Herakleios siegen in der Schlacht bei Ninive über die Sassaniden unter dem General Rhazates, der im Kampf fällt. Die Schlacht entscheidet den letzten Römisch-Persischen Krieg zugunsten von Ostrom/Byzanz. 1098: Im Ersten Kreuzzug erobern Kreuzfahrer die südöstlich von Antiochia gelegene Stadt Maarat an-Numan. Alle männlichen Bewohner werden massakriert, Frauen und Kinder versklavt. Auf Grund der seit Monaten anhaltenden schlechten Versorgungslage und Nahrungsknappheit unter den Kreuzfahrern kommt es zu Fällen von Kannibalismus. 1604: In Frankreich wird die Paulette eingeführt, eine Steuer, die den Beamten die Erblichkeit ihrer Stellen sichert. 1643: Als Teil des Dreißigjährigen Kriegs brechen zwischen Dänemark und Schweden weitere Kämpfe aus. Vom Namensgeber der Konflikts, Lennart Torstensson, geführte schwedische Truppen greifen unerwartet dänische Landesteile in Holstein an. 1677: In der Schlacht von Tobago im Holländischen Krieg siegen französische Streitkräfte über die niederländischen Verteidiger, die im März des Jahres einen ersten Landungsversuch der Franzosen auf der Karibik-Insel Tobago abwehren konnten. 1787: Pennsylvania ratifiziert als zweiter US-Bundesstaat die Verfassung der Vereinigten Staaten. mini|140px|1793: Schlacht bei Le Mans 1793: Ein Heer der französischen Armee unter dem Befehl von François Séverin Marceau bezwingt bei Le Mans einen Heerhaufen von 15.000 Menschen, die sich am Aufstand der Vendée beteiligen. 1799: Die nach dem Staatsstreich des 18. Brumaire VIII (9. November 1799) in Frankreich von Napoleon Bonaparte in Auftrag gegebene Verfassung des Konsulats tritt in Kraft. 1830: Das Osmanische Reich erkennt die faktische Selbstständigkeit Serbiens an, die Miloš Obrenović erkämpft hat. Völkerrechtlich wird das Land jedoch erst 1878 unabhängig. mini|100px|1837: Die Göttinger Sieben 1837: König Ernst August I. von Hannover entlässt die Göttinger Sieben. Er wirft den Professoren der Universität Göttingen, die gegen die Aufhebung der 1833 eingeführten liberalen Verfassung im Königreich protestiert haben, Hochverrat vor. 1870: Joseph Hayne Rainey aus South Carolina wird als erster Afroamerikaner in das Repräsentantenhaus der Vereinigten Staaten gewählt. 1897: Belo Horizonte wird zur Hauptstadt des brasilianischen Bundesstaats Minas Gerais. Die kleine Siedlung um einen Bauernhof ist von einem Stadtplaner auf dem Reißbrett zur Metropole fortentwickelt worden. 1905: Die Beschlagnahme eines Zuckerlagers und die öffentliche Auspeitschung des größten Zuckerhändlers Seyed Hashem Ghandi und seines Sohnes führen zu einem Aufruhr in Teheran und markieren den Beginn der Konstitutionellen Revolution im Iran. 1911: Der britische König Georg V. wird auf dem Durbar (Hoftag) in Delhi zum Kaiser von Indien proklamiert. Es ist die einzige Kaiserproklamation in Indien in Anwesenheit des Monarchen während der britischen Kolonialherrschaft. Im Rahmen der Krönungsfeierlichkeiten verkündet er die Verlegung der Hauptstadt Britisch-Indiens von Kalkutta in die alte Mogul-Hauptstadt Delhi, beziehungsweise das eigens dafür neu anzulegende Regierungsviertel Neu-Delhi. 1914: Victor Hugo de Azevedo Coutinho wird neuer Ministerpräsident von Portugal. 1915: Yuan Shikai, der erste Präsident der Republik China, proklamiert sich selbst zum Kaiser Hongxian. Das erneuerte Kaiserreich China währt jedoch nur 83 Tage. 1916: Reichskanzler Theobald von Bethmann Hollweg bietet den Alliierten im Ersten Weltkrieg Friedensverhandlungen an. Das Friedensangebot der Mittelmächte wird am 30. Dezember jedoch abgewiesen. 1935: In Deutschland wird der Lebensborn e. V. gegründet, ein staatlich geförderter Verein, der auf der Grundlage der „nationalsozialistischen Rassenhygiene“ und Gesundheitsideologie der Erhöhung der Geburtenrate zur Zucht einer reinen, „arischen Elite“ dienen soll. 1936: Der Kriegsherr Zhang Xueliang entführt den Kuomintang-Führer Chiang Kai-shek bei einem Truppenbesuch. Der Zwischenfall von Xi’an endet mit der Freilassung Chiangs nach zwei Wochen. 1937: Im Zweiten Japanisch-Chinesischen Krieg versenken japanische Flieger die USS Panay, die US-Bürger aus Nanjing evakuieren will, und zwei US-amerikanische Öltanker. Drei Menschen kommen bei dem Angriff ums Leben, fast 50 werden verwundet. Obwohl sich Japan in der Folge offiziell entschuldigt und eine Entschädigung von über zwei Millionen Dollar zahlt, verändert der Panay-Vorfall das Japanbild in den USA nachhaltig. 1942: Unternehmen Wintergewitter, der Versuch der deutschen Wehrmacht, während des Russlandfeldzugs des Zweiten Weltkriegs die im Kessel von Stalingrad eingeschlossene 6. Armee zu entsetzen, beginnt. Der Angriff dauert bis zum 23. Dezember. 1946: Schah Mohammad Reza Pahlavi marschiert in die iranische Provinz Aserbaidschan ein. Die Mitglieder der kommunistischen Aserbaidschanischen Volksregierung werden verhaftet oder fliehen in die Sowjetunion. 1948: 13 liberale Landesverbände der westlichen Besatzungszonen schließen sich in Heppenheim zur FDP zusammen. 1963: Die Kronkolonie Kenia wird von Großbritannien unabhängig. Jomo Kenyatta wird erster Premierminister des ostafrikanischen Staats. 1979: Die NATO verabschiedet den NATO-Doppelbeschluss, mit dem einerseits dem Warschauer Pakt Verhandlungen angeboten, gleichzeitig aber die Aufstellung neuer US-Raketen in Westeuropa in Aussicht gestellt werden. In der Bundesrepublik Deutschland löst er in der Folge jahrelange Proteste der Friedensbewegung aus. 1980: Flächensanierung: In Berlin-Kreuzberg 36 kommt es zur ersten schweren Straßenschlacht zwischen Hausbesetzerszene und Polizei. 1984: In Mauretanien wird Mohamed Khouna Ould Haidalla durch den Militärputsch von Oberst Maaouya Ould Sid’Ahmed Taya gestürzt. 1985: Rot-grüne Koalition in Hessen: Mit der Vereidigung Joschka Fischers übernimmt erstmals in der Geschichte der Partei ein Grüner ein Ministeramt. Fischer erregt bei der Zeremonie durch seine Sportschuhe Aufsehen. 1993: Bei den ersten freien Wahlen zur wiedereingeführten Duma in Russland gewinnen die Liberal-Demokratische Partei Russlands und die Kommunistische Partei der Russischen Föderation. Gleichzeitig wird die von Boris Jelzin vorgelegte neue Verfassung vom russischen Volk in einem Referendum gebilligt. 1996: Udai Hussein, der Sohn des irakischen Diktators Saddam Hussein, wird bei einem Attentat schwer verletzt. 2003: Paul Martin, Vorsitzender der Liberalen Partei Kanadas, wird zum kanadischen Premierminister ernannt. 2012: Das Steuerabkommen Deutschland–Schweiz scheitert endgültig im Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat. 2015: Bei der Klimakonferenz der Vereinten Nationen wird das Übereinkommen von Paris beschlossen, mit dem der CO₂-Ausstoß weltweit deutlich reduziert werden soll.
Wirtschaft
1925: Im kalifornischen San Luis Obispo eröffnet mit dem Motel Inn das weltweit erste Motel. 1955: Christopher Cockerell meldet das erste Luftkissenfahrzeug (Hovercraft) zum Patent an. 1967: In der DDR kommen neue Banknoten und Münzen in Umlauf, die entsprechend dem Gesetz über die Staatsbank der DDR vom 1. Dezember nicht länger die Bezeichnung Mark der Deutschen Notenbank tragen, sondern Mark der Deutschen Demokratischen Republik. Dies geht einher mit der Umbenennung der nationalen Zentralbank in Staatsbank der DDR zum Jahreswechsel. 2004: Die erste Etappe des Eisenbahn-Großprojekts Bahn 2000 wird in der Schweiz eingeführt.
Wissenschaft und Technik 1901: Guglielmo Marconi gelingt die erste Funkbrücke über den Atlantik. 1915: Mit der Junkers J 1 absolviert das weltweit erste Ganzmetallflugzeug einen ersten Probeflug. 1953: Chuck Yeager fliegt als zweiter Mensch mit der Bell X-1 A mehr als doppelte Schallgeschwindigkeit und übertrifft mit gemessenen Mach 2.44 seinen Vorgänger Albert Scott Crossfield. mini|100px|1970: Uhuru 1970: Mit Uhuru startet die NASA einen ersten röntgen-astronomischen Satelliten von der Küste Kenias aus. Er soll das All nach Röntgenquellen durchsuchen.
Kultur 1880: In Paris findet die Uraufführung der Oper Don Rodrigue von Georges Bizet statt. 1897: Inspiriert von Max und Moritz erscheint der Cartoon The Katzenjammer Kids von Rudolph Dirks, in der Folge einer der langlebigsten Zeitungscartoons, erstmals im New York Journal. mini|100px|1913: Mona Lisa 1913: Leonardo da Vincis Bild Mona Lisa taucht in Florenz auf, zwei Jahre nach dem Diebstahl aus dem Pariser Louvre. 1927: An der Opéra-Comique in Paris wird Darius Milhauds einaktige Oper Le pauvre matelot mit dem Libretto von Jean Cocteau uraufgeführt. 1930: Am Théâtre des Bouffes-Parisiens in Paris erfolgt die Uraufführung der Operette Les Aventures du Roi Pausole von Arthur Honegger nach einem Roman von Pierre Louÿs. 1956: Das erste Programm des politischen Kabaretts Münchner Lach- und Schießgesellschaft mit Ursula Herking, Hans Jürgen Diedrich, Klaus Havenstein und Dieter Hildebrandt hat Premiere. 1968: Winnetou und Shatterhand im Tal der Toten, die letzte Karl-May-Verfilmung mit Pierre Brice und Lex Barker, hat ihre Uraufführung im Mathäser-Filmpalast in München. 1981: Manuel Göttsching nimmt in einer einstündigen Session in seinem Berliner Studio das Album E2-E4 auf, das sich später zu einem Meilenstein der elektronischen Musik entwickelt.
Gesellschaft 1961: In Frankreich wird Marie Besnard aus Mangel an Beweisen von der Anklage des zwölffachen Giftmords im dritten Strafprozess freigesprochen.
Religion 1254: Neun Kardinäle wählen in einem Konklave in Neapel Rinaldo dei Conti di Segni zum Nachfolger von Innozenz IV. Er nimmt den Namen Alexander IV. an. 1531: Auf dem Hügel Tepeyac im heutigen Mexiko-Stadt erscheint die Jungfrau Maria dem „Indio“ Juan Diego nach dessen Aussagen ein viertes Mal und bittet um Errichtung einer Kirche, die heutige Basilica de Guadalupe, Lateinamerikas bedeutendster Wallfahrtsort. 1825: Der Rabbiner Isaak Mannheimer hält die Predigt bei der Grundsteinlegung für den von Joseph Kornhäusel geplanten Stadttempel in Wien. Die am 9. April des Folgejahres fertiggestellte Synagoge wird ein wichtiges Zentrum des jüdischen Lebens in Wien. 1838: In München wird der Ludwig Missionverein, heute missio München, gegründet, der mit Förderung des Königs Ludwig I. die römisch-katholische Kirche in Nordamerika und in Asien unterstützt. 1948: Mit einer Messe für die katholische St. Nicolai-Gemeinde zieht in die Aegidienkirche in Braunschweig wieder kirchliches Leben ein. Seit 1811 diente das Gotteshaus anderen Zwecken und war davor seit 1528 eine protestantische Kirche. 1999: Mehr als 60 Jahre nach ihrer Schließung wird die renovierte Kathedrale der Unbefleckten Empfängnis in Moskau, die größte katholische Kirche in ganz Russland, wieder ihrer religiösen Bestimmung als Gotteshaus übergeben.
Katastrophen 1866: Bei zwei Explosionen im Kohlebergwerk „The Oaks Colliery“ in Barnsley sterben insgesamt 361 Bergleute. 1917: In der Nacht vom 12. zum 13. Dezember ereignet sich in der Nähe von Saint-Michel-de-Maurienne in den französischen Alpen ein schweres Eisenbahnunglück, als ein aus Italien kommender Militärzug aufgrund überhöhter Geschwindigkeit bei versagenden Bremsen entgleist. Das Ausmaß der Katastrophe (geschätzt 700 Todesopfer) wird wegen des Ersten Weltkrieges durch die Militärzensur zunächst geheim gehalten. 1985: Eine Douglas DC-8 der Arrow Air stürzt auf einem militärischen Charterflug unmittelbar nach dem Start in Gander ab. Das Flugzeug sollte Soldaten der Sinai-Friedenstruppe (MFO) aus Ägypten in die USA zurückbringen. Alle 256 Insassen kommen ums Leben. 1986: Auf dem Aeroflot-Flug 892 verunglückt eine Tupolew Tu-134 vor der Landung auf dem Flughafen Berlin-Schönefeld. Von den 82 Insassen kommen 72 ums Leben, darunter 20 Schweriner Schüler.